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OZ SSC Palmberg Schwerin ganz stark – 3:1 gegen Stuttgart
SSC Palmberg Schwerin ganz stark – 3:1 gegen Stuttgart
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20:11 01.05.2019
Im Freudentaumel: Die Spielerinnen, Trainer und Betreuer des SSC Palmberg Schwerin bejubeln den 3:1-Heimsieg gegen Stuttgart. Das erste Aufeinandertreffen hatten die Schwäbinnen gewonnen. Quelle: Foto: CORNELIUS KETTLER
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Schwerin

Aufatmen beim SSC Palmberg Schwerin. Der deutsche Volleyball-Rekordmeister hat das zweite Spiel der Finalserie gegen Allianz MTV Stuttgart mit 3:1 (25:17, 18:25, 25:14, 26:24) für sich entschieden. Damit steht es in der Serie 1:1 unentschieden. Das Team, das zuerst drei Siege auf seinem Konto hat, ist neuer deutscher Meister.

„Das war ein wichtiger Erfolg. Ich bin glücklich und zufrieden mit der Leistung. Jetzt sind wir richtig in der Serie angekommen“, sagte SSC-Trainer Felix Koslowski.

Schwerins Diagonalangreiferin Kimberly Drewniok war nach der hochdramatischen Schlussphase des vierten Satzes elektrisiert: „Das war Wahnsinn und hat unheimlich großen Spaß gemacht. Die Stimmung war atemberaubend. Die Fans haben uns zu dieser Leistung getrieben“, sagte die 21-Jährige.

Vor 2100 Zuschauern, darunter 30 Fans aus Stuttgart, in der ausverkauften Palmberg Arena standen die Schwerinerinnen bereits vor Spielbeginn unter Druck. Nach der 1:3-Niederlage bei den Stuttgarterinnen musste unbedingt ein Heimerfolg her.

Und der SSC startete furios: Nach vier Minuten stand es 6:1. Gäste-Trainer Giannis Athanasopoulos musste eine Auszeit nehmen, um seine Mannschaft in die Spur zu bringen und den Schweriner Lauf zu stoppen.

Der Serienvizemeister aus dem Schwabenland kam zwar besser aus der kurzen Pause, doch nachdem Außenangreiferin Sarah Wilhite nach einem Zusammenprall mit Krystal Rivers bei einer 10:8-Führung des SSC aus dem Spiel musste, war der Bruch im Spiel des Herausforderers nicht mehr zu kitten. Nach 25 Minuten vollendete Nationalspielerin Denise Hanke die Show mit zwei hammerharten Aufschlägen zum 25:17-Satzgewinn.

„Wir waren zwar ein bisschen nervös, hatten uns aber vorgenommen, unser Spiel aufzuziehen und Stuttgart unter Druck zu setzen. Das ist uns zu Beginn sehr gut gelungen“, war Kapitänin Jennifer Geerties zufrieden.

Danach ging dem SSC allerdings ein bisschen der Dampf aus. Die US-Amerikanerin Wilhite kehrte nach Behandlungspause ins Stuttgarter Team zurück, das sicherer wurde und das Kommando übernahm. Koslowski reagierte, wechselte Zuspielerin Britt Bongaerts und Außenangreiferin Greta Szakmáry ein. Doch mehr als Ergebniskosmetik brachte der Personalwechsel zunächst nicht ein. Über die gesamte Spielzeit gesehen, war es jedoch goldrichtig, denn die Ungarin Szakmáry trumpfte stark auf.

Im dritten Satz schlug das Leistungspendel wieder in die richtige Richtung aus. Mit guten Aufschlägen, sicherer Annahme, guter Blockarbeit und starken Angriffen eroberten sich die Titelverteidigerinnen die Hoheit auf dem Feld zurück und rissen die Fans mit. In dieser Phase ragte keine Spielerin heraus – alle Schwerinerinnen agierten auf hohem Niveau. Stuttgart hatte wenig entgegenzusetzen.

Im vierten Satz wurde es dramatisch: Schwerin hatte sich bis zum 18:14 einen Vorsprung erkämpft. Doch der schmolz. Beim 24:24 war alles drin. Mit etwas Dusel landete Szakmárys finaler Angriff im Feld der Gegnerinnen – 26:24, 3:1. Ausgleich in der Serie. Der Rest war pure Freude. Am Sonntag geht es in Stuttgart weiter. Koslowski: „Wenn wir so auftreten, gewinnen wir.“ SSC Palmberg: Pogany, Geerties, Drewniok, Hanke, Dumancic, Barfield, Adams, Szakmáry, Bongaerts.

Christian Lüsch