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OZ SV  Warnemünde will seine Chancen besser nutzen
SV  Warnemünde will seine Chancen besser nutzen
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16:05 10.10.2019
Die Warnemünder Lucas Kowalkowski, Tommy Mehlberg, Ole Ernst und Efrain Förster (v. l.) wollen endlich wieder jubeln. Quelle: Tommy Bastian
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Rostock

Den Saisonstart hatten sich die Zweitliga-Volleyballer des SV  Warnemünde anders vorgestellt. Zwar gewannen sie das Auftaktspiel gegen den VC  Bitterfeld-Wolfen mit 3:1. Doch mittlerweile mussten die Ostseestädter schon zwei Niederlagen in drei Spielen hinnehmen. Und im Regionalpokal unterlagen sie im Endspiel gegen den starken Drittligisten PSV  Neustrelitz sogar überraschend deutlich: 0:3. Am Sonntag (16  Uhr, Ospa-Arena) gegen den SV  Lindow-Gransee wollen die Warnemünder in die sprichtwörtliche Erfolgsspur zurückkehren.

Diagonalangreifer Efrain Förster sagt: „Es würde sich natürlich besser anfühlen, wenn wir gewonnen hätten. Aber vielleicht zeigen uns die Niederlagen, dass wir noch nicht so weit sind, wie wir vielleicht gedacht haben.“ Sein Team, meint der 28-Jährige, habe in jedem Spiel ­gute Chancen gehabt, um Zählbares mitzunehmen. „Was wir daraus machen, liegt in unserer Hand.“

Trotz der Rückschläge sei die Stimmung in der jungen Warnemünder Mannschaft weiter gut, bestätigen Efrain Förster und Libero Lucas Kowalkowski. „Nach den Niederlagen waren wir etwas geknickt, aber mit den Rückschlägen umzugehen, das lässt uns als Team wachsen“, sagt Kowalkowski. Es fehle an der ein oder anderen Stelle noch an Cleverness, Erfahrung, Mut und Kommunikation. „Wir ver­suchen im Training, an diesen Stellschrauben zu arbeiten, damit wir in Drucksituationen am Spieltag unseren Spielstil abrufen können“, meint der 26-Jährige.

Lucas Kowalkowski gehört zu den dienstältesten Spielern beim SVW und soll als Führungsspieler vorangehen, fordert der Sportliche Leiter Christian Hinze. Und der Lehramtsstudent versucht das, er redet sein Team stark: „Alle sind motiviert und wollen endlich wieder Zählbares mitnehmen, auch wenn mit Lindow-Gransee ein Gegner mit hoher individueller Klasse zu uns in die Ospa Arena kommt.“ Efrain Förster ergänzt: „Es wird ein spannendes Spiel, indem wir erneut zu unseren Möglichkeiten kommen werden.“ Nur diesmal wollen die Warnemünder diese Chancen besser nutzen als jüngst bei den Schlappen gegen den VC  Olympia Berlin (1:3) und beim Moerser SC (0:3).

Ein Vorteil für den SV  Warnemünde könnte sein, dass die Gastgeber diesmal nicht als Favorit in die Partie gehen werden. „Unsere Jungs können befreit aufspielen. Das liegt dem jungen Team besser“, meint Christian Hinze. Bis auf den verletzten Eric Nikolaus werden voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung stehen.

Die Gäste aus Brandenburg gehören seit Jahren zu den Top-Teams der Liga und beendeten die Vorsaison auf dem zweiten Tabellenplatz. Allerdings haben sie aus den ersten beiden Partien der laufenden Serie nur einen Punkt geholt, sind deshalb nur Tabellenelfter.

Bemerkenswert: Beim Spiel gegen den SV  Lindow-Gransee wird es für die Warnemünder Fans ein Wiedersehen mit Piotr Adamowicz geben, dem Publikumgsliebling aus der vergangenen Saison. Der Pole spielt seit Saisonbeginn für Lindow-Gransee.

Von Tommy Bastian