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OZ Trinwillershagen lässt erneut Federn
Trinwillershagen lässt erneut Federn
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17:05 11.11.2019
Die Spieler des SV Rot-Weiß Trinwillershagen (v. r.: Toni Kornack und Tom Borowski in einer früheren Partie) bekamen in der ersten Hälfte nur wenig Zugriff auf die gegnerischen Spieler. Am Ende mussten sie die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Quelle: Foto: Ronald Krumbholz
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Trinwillershagen

Das war bitter: Für die Mannschaft von Trainer Jürgen Hakelberg lief es am Sonntagnachmittag gegen die SG Reinkenhagen nicht so wie gedacht. Statt nach der ersten Niederlage der laufenden Saison in der Fußball-Landesklasse  I wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden, verloren die Trinwillershäger erneut. Trotz der 1:2 (0:1)- Schlappe bleiben die Rot-Weißen aber auf dem zweiten Tabellenplatz.

„Wir haben nicht ganz so gespielt, wie wir es uns erhofft hatten“, gab Hakelberg nach dem Abpfiff zu. Sein Team geriet das erste Mal nach 27 Minuten in Rückstand. Nach einem Eckball der SG Reinken­hagen bugsierte Rot-Weiß-Torwart Jonas Jörn den Ball unglücklich ins eigene Tor. „So ein Gegentreffer nach einem Standard zu bekommen, das ist ärgerlich und darf uns eigentlich nicht passieren“, meinte Jürgen Hakelberg.

Die favorisierten Trinwillers­häger fanden nicht wirklich ins Spiel und hatte Schwierigkeiten, den Gästen auf dem heimischen Rasenplatz Paroli zu bieten. „Wir haben die zweiten Bälle nicht bekommen und hatten in der ersten Hälfte durchgehend eine schlechte Körperspannung. Es war im Prinzip genau das Gegenteil von dem, was wir am vorherigen Wochenende gegen den FSV  Bentwisch gezeigt hatten“, erklärte Hakelberg.

Mit dem 0:1-Rückstand ging es dann in die Halbzeitpause. „Es lief bei uns sehr wenig zusammen und wir wussten, dass nach der Pause mehr kommen muss, um etwas Zählbares mitzunehmen. Bis dahin war es spielerisch leider nur Magerkost. Wir haben uns als Trainerteam schon in der ersten Hälfte Gedanken gemacht, was wir ändern können, damit in der zweiten Halbzeit ein besserer Spielfluss zustande kommt“, erzählte Hakelberg.

Die taktischen Anweisungen und die Halbzeitansprache des Triner Trainerteams fruchteten. Tobias Semrau erzielte nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich für die Rot-Weißen und hielt das Ende der Partie somit offen. „Wir sind richtig gut in die zweite Halbzeit gestartet und haben uns gleich mit dem Ausgleichtreffer belohnt“, sagte Hakelberg.

Trinwillershagen war in der zweiten Hälfte wie ausgewechselt, es schien ein ganz anderes Team zu spielen. Die Hausherren zwangen die Gäste aus Reinkenhagen in die Defensive, scheiterten aber mehrmals am Torhüter der SGR. „Wir waren bis zur Schlussphase in meinen Augen das deutlich bessere Team. Reinkenhagen kam nur noch mit langen Bällen und Standards hinten heraus. Allerdings hielt ihr Torhüter ziemlich stark“, erklärte Jürgen Hakelberg.

Trotz der Überlegenheit schaffte es der Gastgeber nicht, sich mit einem weiteren Treffer zu belohnen und das sollte sich rächen. In der 88. Spielminute zog Andreas Kuhn, nach einer schlecht von den Trinwillershägern geklärten Standardsituation aus der Distanz ab und sicherte der SG Reinkenhagen kurz vor dem Abpfiff der Partie den Sieg.

„Gegentore nach Standards sind immer ärgerlich. Reinkenhagen war kämpferisch und mental einfach besser“, lobte Trainer Jürgen Hakelberg die SG Reinkenhagen und analysierte, was seine Mannschaft besser machen muss: „Unser großes Manko war die Chancenverwertung. Außerdem haben die Abläufe von der Schnelligkeit und dem Timing in beiden Halbzeiten nicht gestimmt. Wir müssen wieder an unsere alten Leistungen anknüpfen und eine bessere Körperspannung an den Tag legen.“

Die Trinwillershäger haben durch das Landepokalwochenende und den Rückzug des Ligakontrahenten FSV Garz nun an zwei Wochenenden kein Spiel. „Wir suchen noch einen Testspielgegner für die kommende Woche, um im Rhythmus zu bleiben und uns weiterhin zu verbessern“, erzählte Jürgen Hakelberg.SV Rot-Weiß Trinwillershagen: Jörn – Landt, Borowski, Kozlowski, Kornack, Siems, Semrau, Rurik (60. Kitze), Pohl, Linow, Höhler.Tore: 0:1 Jörn (27./Eigentor), 1:1 Semrau (48.), 1:2 Kuhn (88.).Schiedsrichter: Till Greve.Zuschauer: 110.

Von Alexander Stepanek