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OZ Hansa Rostock: Kein Platz für Kapitän Riedel
Hansa Rostock: Kein Platz für Kapitän Riedel
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16:59 24.10.2019
FCH-Kapitän Julian Riedel ist derzeit nicht erste Wahl. Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock

Julian Riedel bleibt beim Hansa-Aufwärtstrend vorerst weiter nur Zuschauer. Einen Kapitänsbonus gebe es für den von seiner Knieverletzung genesenen Innenverteidiger nicht, stellt Trainer Jens Härtel vor dem Heimspiel gegen 1860 München (Sonnabend 14.03 Uhr) klar: „Es ist unerheblich, ob jemand Kapitän ist oder nicht. Am Ende geht es immer um den Verein und die Gesamtleistung.“

Und die stimmte in den vergangenen Wochen bei Hansa: Seit sieben Spielen sind die Rostocker ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es am fünften Spieltag (0:1 gegen Großaspach) – die Partie, in der Riedel seine Knieverletzung erlitt. Sein Pflichtspiel-Comeback hatte der erfahrene Abwehrmann vor zwei Wochen im Landespokal beim 6:0 gegen Güstrow, aber ein Startelf-Platz in der Liga ist für Riedel, der in den beiden vergangenen Jahren einer der Dauerbrenner war (70 von 76 möglichen Spielen) derzeit noch nicht drin. „Manchmal ist es im Leistungssport so, da muss man ein Stück weit geduldig sein und auf seine Chance warten, denn irgendwann wird sie sicherlich kommen“, sagt Härtel: „Die Saison ist noch lang, und wir werden Julian Riedel schon noch brauchen.“ Ganz der alte sei der Kapitän nach seiner achtwöchigen Verletzungspause noch nicht. Im Training gebe es „mal gute Tage und mal weniger gute, wie bei fast allen“.

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Verzichten muss Hansas Chefcoach gegen die Münchner Löwen auf Tanju Öztürk (Infekt), Osman Atilgan (Adduktorenprobleme), der „die nächsten 14 Tage keine Option ist“, Nico Rieble („Könnte nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen“) und Lukas Scherff. Mit ihm plant Härtel frühestens wieder für Mitte November.

Die Serie von sieben Spielen in Folge will der Trainer am Sonnabend vor bis zu 18 000 Zuschauern im Ostseestadion natürlich fortsetzen. Sein Ziel ist der Sieg-Hattrick, es wäre ein Novum in fast zehn Monaten Härtel bei Hansa: „Wir haben in meiner Zeit hier noch nie drei Punktspiele am Stück gewonnen. Jetzt haben wir die neue Chance, die sollten wir nutzen.“

Von Sönke Fröbe