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Sportbuzzer Anker empfängt Aufstiegsaspiranten Tennis Borussia
Sportbuzzer Anker empfängt Aufstiegsaspiranten Tennis Borussia
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Der Oberligist FC Anker Wismar steht derzeit mit dem Rücken zur Wand und ist in die Abstiegszone gerutscht. Quelle: Foto: Andreas Kirsch
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Wismar

Wenn Schiedsrichter Felix Burghardt aus Premnitz die Partie anpfeift, stehen sich zwei Teams mit völlig anderen Ansprüchen und Möglichkeiten gegenüber. Während die Hansestädter mitten im Abstiegsstrudel stecken, gibt es für die Berliner nur ein Ziel und das heißt Aufstieg in die Regionalliga.

Sechs Clubs aus der Hauptstadt spielen in dieser Saison in der Oberliga Nord. Die bekannteste Mannschaft dabei ist sicher der Ex-Bundesligist Tennis Borussia. Die Borussen spielten in der Saison 1974/ 75 und 1976/ 1977 in der höchsten deutschen Spielklasse. In der Saison 1993/ 1994 standen die Hauptstädter im Halbfinale des DFB-Pokals.

Diese „Hochzeiten“ sind inzwischen (fast) vergessen. Nachdem unsere heutigen Gäste vier Jahre in der Berlinliga „abgetaucht“ waren spielen sie in dieser Saison ihre vierte Oberligaspielzeit in Folge. Und in dieser Spielzeit soll nun endlich der Aufstieg in die Regionalliga geschafft werden. „Etwas anderes kann in dieser Saison nicht der Anspruch sein“, hatte der 1. Vorsitzende des Vereins Jens Redlich bereits vor Saisonbeginn die klare Zielstellung vorgegeben.

Und nach dreizehn Spieltagen liegt die Elf aus dem Mommsenstadion mit Platz Zwei hinter Lichtenberg 47 (fast) im Plan. Allerdings verpasste das Team von Trainer Dennis Kutrieb am 13. Spieltag den Sprung an die Tabellenspitze. Vor über 1.000 Zuschauern trennten sich beide Spitzenteams 1:1-Unentschieden und Lichtenberg blieb so auf dem Platz an der Sonne. Ab der 22. Minute führte das Team aus dem Mommsenstadion durch einen Treffern von Marco Karim Benyamina mit 1:0-Toren, doch in der 88. Minute glich Maik Haubitz für die 47-er aus. Inzwischen schieben sich beide Vereine die Favoritenrolle gegenseitig zu. Das Ankerteam sollte das eigentlich nicht tangieren, denn für die Ostseestädter ist im Moment einzig und alleine der Klassenerhalt das angestrebte Ziel.

Und obwohl die Wismarer Elf nicht bereits genügend Probleme hätte platzte am Montag die nächste Bombe! Die Spieler Ignacio Sanchez-Contador und Alexander Pratsler ließen Trainer Adigo wissen, dass sie ab sofort nicht mehr für den FC Anker auflaufen werden. „Contador war Stammspieler, er hatte nur einmal verletzt aussetzen müssen und auch Pratsler hat elf von 13 Partien bestritten. Ich kann das einfach nicht verstehen. Ein Spieler hat sich nicht einmal gemeldet, sondern nur eine Meldung über die social Medien geschickt“, war der Ankertrainer sehr sauer. „Natürlich wollen wir alles Machbare erreichen, denn wir haben dann nur noch das Auswärtsspiel am 02. Dezember in Strausberg wo wir punkten können. In der Winterpause müssen wir uns noch kompakter aufstellen“, so Ankertrainer Christiano Dinalo Adigo weiter.

„Die Spieler hatten alle Freiheiten, haben regelmäßig trainiert und gespielt. Da fällt es sehr schwer zu verstehen, warum sie sich derart unfair verabschieden. Wenn sie in der Winterpause gegangen wären und die beiden restlichen Partie noch gespielt hätten, das hätte man ja vielleicht noch verstehen können“, ist auch Geschäftsstellenleiter und Mannschaftskapitän Philipp Unversucht fassungslos über das Verhalten der beiden Spieler.

Ob unter diesen Vorzeichen ein Punktgewinn gegen den haushohen Favoriten machbar ist?

Besonders bitter ist auch die Tatsache, dass das Ankerteam bei einem Heimsieg von Blau-Weiß Berlin gegen Staaken auf einen direkten Abstiegsplatz zurückfallen würde. Während Tom Ney am Wochenende nach seiner Sperre wieder dabei ist fällt Guilherme Lima auf Grund einer Fußverletzung höchstwahrscheinlich aus.

Ein sehr interessantes Landesderby steigt bereits am Freitagabend im Greifswalder Volksstadion. Mit dem Boddenstädtern und dem FC Hansa Rostock II stehen sich zwei Tabellennachbarn gegenüber. Die Hanseaten liegen nur drei Punkte hinter dem GFC-Team von Trainer Roland Kroos. Im Kellerderby stehen sich der Malchower SV und der 1. FC Lok Stendal gegenüber. Am letzten Wochenende waren beide Team im Landespokal siegreich. Die Malchower beim Landesligisten Blau-Weiß Greifswald mit 6:3 und Stendal gegen das Oberligateam VfL 96 Halle (Oberliga Süd) mit 5:1-Toren. Wer setzt sich am Samstag durch?

Da in den Landesverbänden Brandenburg und Berlin am Totensonntag gespielt werden darf muss der Torgelower FC Greif erst am Sonntag bei der Hertha 03 in Zehlendorf antreten.

Andreas Kirsch

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