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Sportbuzzer Griffins-Coach Kuhfeldt beendet Laufbahn.
Sportbuzzer Griffins-Coach Kuhfeldt beendet Laufbahn.
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02:27 26.08.2019
Christopher Kuhfeldt beendet aus persönlichen Gründen seine Trainerlaufbahn als Football-Coach. Am Sonntag wurde beim 34:24-Heimsieg gegen Solingen vor 750 Fans verabschiedet. Quelle: Gunnar Rosenow
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Rostock

Eigentlich gab es am Sonntag für die knapp 750 Fans im Rostocker Leichtathletikstadion allen Grund zu feiern. Nach vier Pleiten in Folge gewannen die Rostock Griffins gegen die Solingen Paladins 34:24 (24:17) und wahrten somit die Chancen auf Platz zwei in der Endabrechnung. Doch vor dem Spiel gab es den sprichwörtlich „großen Knall“. Nach dem Saisonende – zwei Auswärtspartien haben die Griffins noch zu bestreiten – wird Cheftrainer Christopher Kuhfeldt nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit die Greifen verlassen. Und nicht nur das: Auch seine Trainerkollegen Trevor Abbott (Offensive, wechselt an ein US-College), Jens Holmström (verantwortlich für die Flügelspieler) sowie Defensive-Line-Coach Heiko Pawels werden dem Klub nicht mehr zur Verfügung stehen.

Kuhfeldt begründet seinen Abschied ausschließlich mit privaten Gründen. „Ich würde wahrscheinlich noch 30 Jahre im Verein bleiben, fühle mich pudelwohl. Aber mein Sohn ist mittlerweile in die Schule gekommen, da möchte ich nicht mehr abends erst um 22 Uhr zu Hause sein. Damit ist auch ausgeschlossen, dass ich irgendwo anders anfange“, stellte der Sportwissenschaftler klar.

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Schon seit mehr als einem Jahr befasste sich Kuhfeldt nach eigener Aussage mit Rücktritts-Gedanken, ließ sich im Sommer 2018 noch einmal für die aktuelle Spielzeit überreden, den Trainerjob weiterzumachen. „Das war und ist mir eine Herzensangelegenheit. Deswegen habe ich noch mal ein Jahr drangehangen“, berichtet der 40-Jährige.

Am vergangenen Donnerstag vor dem letzten Heimspiel der Saison informierte Kuhfeldt zusammen mit Griffins-Manager Jens Putzier die Mannschaft vor dem Training.

Putzier hatte lange auf einen Verbleib Kuhfeldts als Cheftrainer gehofft und diesem Wunsch im Interview mit der Ostsee-Zeitung vergangene Woche Nachdruck verliehen. Doch da stand die Entscheidung bereits fest. „Es ist wirklich schade, dass Christopher diesen Schritt geht. Aber es ist absolut verständlich. Der Erfolg der Griffins wird immer sehr eng mit seinem Namen verbunden sein. Ich empfinde großen Dank und tiefen Respekt für das, was er hier entwickelt hat“, sagt Putzier.

Mit Ausnahme einer einjährigen Pause war Kuhfeldt fast zehn Jahre zunächst als Spieler, dann als Trainer beim Klub. 2014 heuerte er das zweite Mal als Coach in der Hansestadt an. Vorrangig mit Spielern aus der Region peilte er mit seinem Team den Aufstieg aus der Regionalliga in die zweite Football-Liga, der GFL II, an. Das gelang in der Saison 2016.

Danach – inklusive der aktuellen Spielzeit – folgte drei Mal der frühzeitige Klassenerhalt. Im vergangenen Jahr landeten die Griffins auf Rang drei. In diesem waren die Ostseestädter bis Ende Juni sogar auf Meisterkurs. Doch dann folgten vier Pleiten in Serie, davon zwei gegen den feststehenden Meister und Aufsteiger Elmshorn Fighting Pirates.

Kuhfeldt ist dennoch mit der Saison und dem Spiel gegen Solingen zufrieden. „Mir war wichtig, dass die Mannschaft zeigt, dass sie stark ist. Gegen die Paladins haben wir offensiv wie defensiv wenig Fehler gemacht. Ich freue mich für meine Jungs und die Fans, die uns immer großartig unterstützt haben“, sagte der Übungsleiter.

Zwei Spiele hat er noch auf seiner Abschiedstour in der GFL II, dann ist erstmal Schluss für den Football-Experten. Zu den größten Highlights neben dem Aufstieg in die GFL II dürften die beiden Partien im Rostocker Ostseestadion gegen die Berlin Adler (2018) und die Hannover Spartans (2019) gehören.

Auf Teammanager Jens Putzier wartet ein Berg voll Arbeit. Die ersten Gespräche mit Trainerkandidaten, darunter auch Empfehlungen von Kuhfeldt, laufen bereits. Und es wird weiter gesichtet. „Wir schauen uns international um. Wichtig ist vor allem, dass der neue Trainer bereit ist, nach Rostock zu kommen und hier zu leben. Darüber hinaus sollte er unsere Mentalität verstehen und das Ziel verfolgen, viele einheimische Spieler einzusetzen“, gibt Putzier einen Einblick in das gesuchte Profil.

Der „Neue“ soll möglichst bald vorgestellt werden. Denn mit André Mahler und Gunnar Schuhr (beide Laufbahn-Ende) wurden bereits die ersten Spieler verabschiedet. Weitere dürften folgen, sodass der neue Trainer gleich einen Umbruch begleiten muss.

Kopfzitat:Jens Putzier: „Der Erfolg der Griffins wird immer sehr eng mit seinem Namen verbunden sein. Ich empfinde großen Dank und tiefen Respekt für das, was er hier entwickelt hat.“

Von René Warning

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