Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
FC Hansa Hansa Rostock: Härtel gibt Verhoek Startelf-Versprechen
Sportbuzzer FC Hansa

FC Hansa Rostock: Härtel gibt Verhoek Startelf-Versprechen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 05.03.2021
Wird gegen Kaiserslautern von Beginn an für die Hanseaten stürmen: John Verhoek – hier im Spiel gegen Verl mit Yannick Langenberg.
Wird gegen Kaiserslautern von Beginn an für die Hanseaten stürmen: John Verhoek – hier im Spiel gegen Verl mit Yannick Langenberg. Quelle: Lutz Bongarts
Anzeige
Rostock/Kaiserslautern

Neues Spiel, neue Chance. Wenn der FC Hansa Rostock am Sonnabend (Anstoß 14 Uhr) im Ostseestadion den 1. FC Kaiserslautern empfängt, will das Team zurück in die Erfolgsspur. Drei Tage nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage beim Tabellenletzten VfB Lübeck, ist es der Anspruch der Rostocker, eine bessere Leistung zu zeigen, so dass das Ende der Erfolgsserie dem Zusammenhalt und den Zielen der Mannschaft nichts anhaben kann.

Die Devise von Hansa-Trainer Jens Härtel für das Duell mit den Pfälzern ist unmissverständlich: „Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren.“ So ein Spiel wie gegen Lübeck „hast du immer mal drin, das gilt es, schnell abzuhaken“, forderte er. Der 51-Jährige, den die Pleite an der Trave sehr gewurmt hat, wurde in den sozialen Netzwerken für seine Aufstellung kritisiert. Zu verlieren, nachdem der Coach die halbe Mannschaft ausgewechselt haben sei ein Indiz dafür, dass die Leistungsdichte doch nicht so hoch sei, wie behauptet, schrieb ein User auf dem Facebook-Kanal des OZ-Sportbuzzers.

Härtel ist auf solche Diskussionen nicht konkret eingegangen. „In der Konstellation, mit der wir angefangen haben, sind zu wenig gute Aktionen herausgesprungen“, urteilte er. Für das Spiel gegen Kaiserslautern hat er sich aber schon – und das ist sonst nicht seine Art – zumindest auf einer Position festgelegt: John Verhoek, den er beim Auswärtsspiel in Lübeck erst in der Schlussphase einwechselte, wird gegen die „Roten Teufel“ in die Startelf zurückkehren. Der 30 Jahre alte Stürmer aus den Niederlanden ist mit acht Treffern in dieser Saison erfolgreichster Torschütze der Ostseestädter. „John Verhoek wird auf jeden Fall anfangen.“

Der 1. FC Kaiserslautern hofft im Gastspiel bei den auf Rang drei abgerutschten Hanseaten auf weitere Punkte im Kampf gegen den Abstieg aus der 3. Liga. „In dieser Liga ist viel möglich. Man kann auch gegen Rostock gewinnen“, sagte Trainer Marco Antwerpen, dem Hansa dafür die Argumente geliefert hatte. „Wir müssen in der Defensive wieder konzertierter stehen, offensiv besser agieren und unsere Fehler abstellen“, forderte der 49-Jährige.

Seit Wochenbeginn haben die Pfälzer, die mit 26 Punkten den 16. Tabellenplatz belegen, mit dem neuen Geschäftsführer Thomas Hengen zusätzliche sportliche Kompetenz in ihren Reihen. Antwerpen arbeitet bereits eng mit dem Neuzugang zusammen. „Ich freue mich, dass er dabei ist. Wir brauchen jede Unterstützung und sind übereingekommen, dass er bei den Spielen auch auf der Bank sitzt und so nah an der Mannschaft dran bleibt“, berichtete der Trainer.

Zusammen mit Hengen versucht Antwerpen sein Team in Gesprächen weiter auf den Abstiegskampf einzuschwören: „Wir müssen die Spieler immer wieder sensibilisieren, dass die Spiele jetzt weniger werden. Das wird ein weiter Weg, geht über die verbleibenden zwölf Spiele und kann am letzten Spieltag entschieden werden. Wir versuchen die ganze Gruppe zu erreichen“, sagte Antwerpen, der in Rostock wohl weiter auf Stürmer Marvin Pourié verzichten wird. Grund dafür sind Fitnessprobleme.

Bei den Hanseaten, die Anfang November beim 0:0 im Hinspiel auf dem Betzenberg einen Punkt holten, fehlen neben dem gelbgesperrten Lukas Scherff, Maurice Litka (Reha) und Nils Butzen (Schambeinentzündung. Julian Riedel konnte beim Abschlusstraining nicht mitmachen und wird nicht zum Kader gehören.

Trainer Härtel rechnet damit, dass die Lauterer offensiver agieren werden als zuletzt der VfB: „Sie werden denken, sie hätten einen physischen Vorteil. Sie werden nicht abwarten, sondern die Initiative ergreifen.“ Eine Taktik, die den Gastgebern eher liegen sollte, als tief stehende und inaktive Gegner.

TV: Sa., 14 Uhr, NDR, SWR

Von Christian Lüsch