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FC Hansa Hansa mit Pokalschwung zurück in die Liga
Sportbuzzer FC Hansa Hansa mit Pokalschwung zurück in die Liga
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19:01 15.10.2018
Merveille Biankadi (r.) – hier während des Spiels in Sonnenhof – präsentierte sich im Pokalduell gegen Lubmin formstark und treffsicher. Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock/Halle/S

Merveille Biankadi stieg Montagmittag gut gelaunt in den Mannschaftsbus des FC Hansa. Kein Wunder: Vor dem Liga-Duell mit dem Halleschen FC (19 Uhr) hat der 23-Jährige Selbstvertrauen getankt. Am 14:0-Erfolg der Rostocker am Sonnabend im Landespokal beim SV Sturmvogel Lubmin war er mit vier Treffern beteiligt. „Ich freue mich dass ,Merv’ in der zweiten Halbzeit mehrere Treffer erzielt und vorbereitet hat und auch darüber, dass er beim Elfmeter Verantwortung übernommen hat“, lobte Trainer Pavel Dotchev den Mittelfeldspieler nach dem Abschlusstraining am Montag in Rostock.

Der gebürtige Münchener Biankadi, der über Stationen beim FC Bayern, dem FC Augsburg, SV Elversberg und Rot-Weiß Erfurt im Sommer beim FC Hansa gelandet ist, wollte seine Leistung gegen den Achtligisten nicht zu hoch bewerten. „Schön, dass ich getroffen habe und einen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft leisten konnte“, meinte der Profi, der von sich sagt, „kein Lautsprecher“ zu sein, aber „alt genug, um Verantwortung zu übernehmen.“

Während Biankadi beim Duell mit dem Halleschen FC ganz sicher in der Startelf stehen wird, ist Del-Angelo Williams in Rostock geblieben. „Er ist Vater geworden. Deshalb hat er ,Familienurlaub’ bekommen“, berichtete Dotchev. Der 25-jährige Stürmer Williams war im Pokalduell in Lubmin mit fünf Treffern erfolgreichster Hanseat und hatte sich für einen Liga-Einsatz empfohlen.

Dotchev geht davon aus, dass es in Halle zu einem hitzigen und kampfbetonten Spiel kommen wird. Mit einem Erfolg in der Partie würden die Rostocker den Abstand zur Tabellenspitze der 3. Liga verringern. „Das wird ein sehr giftiges, aggressives Spiel. Für uns ist es ein sehr wichtiges. Wir wollen maximal punkten“, erklärte der Hansa-Trainer vor dem Aufeinandertreffen der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten. Hansa hat auf Rang elf momentan fünf Punkte Rückstand auf Relegationsrang drei, Halle steht auf dem siebten Platz drei Zähler hinter dem Dritten Preußen Münster nur unwesentlich besser da.

Biankadi weiß, worauf es in Halle ankommen wird: „Wir müssen uns über 90 Minuten unsere Grundordnung bewahren. Wenn wir das schaffen, wird es für den Gegner sehr schwer.“ In der Innenverteidigung sollen Kapitän Oliver Hüsing und Julian Riedel für die nötige Stabilität und Sicherheit sorgen. Auf der rechten Seite der Viererkette muss Dotchev Vladimir Rankovic ersetzen, der neben Willi Evseev verletzungsbedingt nicht mit auf die Busreise nach Halle gehen konnte.

„Ein Sieg wäre ganz wichtig, damit wir den Anschluss an die vordere Tabellenregion herstellen können. Wenn wir oben mitmischen wollen, müssen wir endlich eine Serie starten“, ordnet der Hansa-Trainer die Bedeutung des Spiels ein. Bereits am Sonntag steht den Hanseaten das nächste Auswärtsspiel bevor. Gegner ist der FSV Zwickau. „In diesen beiden Spielen sind sechs Punkte zu vergeben“, rechnet Dotchev vor und legt den Fokus sofort wieder auf die Aufgabe in Halle: „Fußballerisch sind wir sicherlich besser, aber wir müssen auch kämpferisch dagegenhalten“, fordert der 53-Jährige. Hansas Gastgeber hat sich zuletzt in guter Form präsentiert. Am Mittwoch vergangener Woche gewann der HFC mit 2:1 bei Energie Cottbus. So könnten sie spielen: Halle: Eisele – Lindenhahn, Heyer, Landgraf – Jopek, Washausen – Schilk, Ajani – Bahn – Fetsch, Mai. Rostock: Gelios – Ofosu-Ayeh, Hüsing, Riedel, Rieble – Breier, Bülow, Wannenwetsch, Biankadi – Königs, Soukou. Liveticker: oz-sportbuzzer.de Livestream: ndr.de

Christian Lüsch