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FC Hansa Keine Fans, keine Tore: Hansa startet schwach in Rückrunde
Sportbuzzer FC Hansa Keine Fans, keine Tore: Hansa startet schwach in Rückrunde
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16:24 28.01.2017
Torloses Unentschieden vor leeren Rängen: Hansa Rostock spielte am Sonnabend im Geisterspiel gegen Jahn Regensburg 0:0. Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock

Christian Brand war bedient. Restlos. „So eine Aktion braucht niemand mehr. Das ist ja nach dem Spiel noch trister, als man das davor erahnen konnte. Das ist schon eine gespenstische Atmosphäre, wenn gar keiner da ist“, sagte Hansa Rostocks Trainer am Samstag nach dem 0:0 im „Geisterspiel“ gegen Aufsteiger Jahn Regensburg bei Frost vor leeren Rängen im Rostocker Ostseestadion. Die Mecklenburger konnten sich nach dem vergebenen dritten Heimsieg der Saison nicht weiter von der Abstiegszone der 3. Liga absetzen.

Der Rostocker Drittligist kam am Sonnabend im Spiel gegen Jahn Regensburg nicht über ein 0:0 hinaus – trotz des Einsatzes aller vier Neuzugänge.

Wie schon Ende 2011 - da gab es am 18. Dezember 2011 gegen Dynamo Dresden ohne Zuschauer ein 2:2 - hatten erneut gewaltbereite Chaoten in der großen Fangemeinde der Hanseaten dafür gesorgt, dass das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Verein mit einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestrafte. Das DFB-Gremium hatte Ende Dezember die im November 2015 nach wiederholten Ausschreitungen von Hansa-Anhängern ausgesprochene Bewährungsstrafe widerrufen.

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So mussten alle zu Hause bleiben - bis auf 200 am Spielgeschehen direkt oder mittelbar Beteiligte. Die über 2500 Dauerkarteninhaber und 600 Business-Platzbesitzer hätten auch noch ihr Geld zurückfordern können. Taten dies nach Vereinsangaben fast ausschließlich aber nicht. Zudem wurden über 2500 virtuelle Tickets verkauft und der erwartete Gesamtschaden von weit über 250 000 Euro alles in allem wenigstens etwas verringert.

Wirklich milde gestimmt hat dies die Protagonisten aber nicht. Die Darbietung auf dem beheizten Rasen allerdings auch nicht. Mit allen vier Winterzugängen in der Startelf fanden die Gastgeber vor leeren Rängen kaum zu geordneten Aktionen. Torchancen gab es in der ersten Halbzeit nicht. Die Gäste wirkten gefälliger, brachten Hansas Torhüter Marcel Schuhen allerdings auch nicht in Verlegenheit.

Nach dem Wiederanpfiff allerdings umso mehr. Hansa hatte es letztlich vor allem Keeper Marcel Schuhen zu verdanken, dass am Ende wenigstens ein Punkt geholt wurde. „Mit dem einen Punkt können und müssen wir leben. In der zweiten Halbzeit hatten wir einige brenzlige Situationen zu überstehen. Da hat man gemerkt, dass die Automatismen noch ein bisschen fehlen“, sagte Ersatzkapitän Maximilian Ahlschwede, der den verletzten Michael Gardawski vertrat.

Schuhen hatte trotz der ungewohnten Atmosphäre sogar „ein ordentliches Feuer auf dem Platz“ in den eigenen Reihen ausgemacht. „Auf der Leistung können wir aufbauen“, befand Hansas an diesem Tag Bester. Ahlschwede glaubt, dass man dies bereits am kommenden Wochenende in Münster unter Beweis stellen kann: „Da wollen wir dreifach punkten.“

dpa

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