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FC Hansa SSC Palmberg unterliegt bei Nervenschlacht in Suhl
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SSC Palmberg unterliegt bei Nervenschlacht in Suhl

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21:50 17.03.2021
SSC-Trainer Felix Koslowski während einer Auszeit mit seinem Team
SSC-Trainer Felix Koslowski während einer Auszeit mit seinem Team Quelle: Cornelius Kettler
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Suhl/Rostock

Der SSC Palmberg Schwerin hat das erste Viertelfinal-Spiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft verloren. In einem nervenaufreibenden und hochklassigen Duell unterlag das Team am Mittwoch dem VfB Suhl 2:3 (30:28, 21:25, 17:25, 30:28, 11:15). Der Rekordmeister steht nun unter Druck, muss am Sonnabend daheim gewinnen, um ein Entscheidungsspiel gegen den Thüringerinnen zu erzwingen, das am Sonntag stattfinden würde.

Die Norddeutschen ergriffen zu Beginn die Initiative. Gegen den VfB, der zuletzt vor sieben Jahren die Meisterrunde der Bundesliga erreicht hatte, setzte sich der SSC auf 9:5 ab. Doch die Gastgeberinnen berappelten sich glichen zum 11:11 aus und gestalteten das Spiel fortan offen. Beim Stand von 13:14 kassierte VfB-Coach Laszlo Hollosy erst eine Gelbe Karte und unmittelbar danach Gelb-Rot. Der temperamentvolle Ungar hatte zu vehement gegen eine Schiedsrichterentscheidung protestiert. Der Ausraster brachte dem SSC zwei Punkte und Hollosy die Disqualifikation ein. Der durfte seine Mannschaft im ersten Durchgang nicht mehr coachen. Die Suhlerinnen verloren ihren Coach, aber nicht ihren Kampfgeist. Drei Satzbälle wehrte Suhl an, erspielte sich zwei. Doch der SSC wehrte sich und nutzte nach 38 Minuten seine vierte Gelegenheit.

Das Duell blieb hochklassig und spannend. Und der Underdog zeigte, wovor SSC-Coach Felix Koslowski gewarnt hatte: „Die haben nichts zu verlieren und werden alles geben.“ Und so setzten sich die Suhlerinnen ab Mitte des zweiten Satzes ab und glichen zum 1:1 aus.

Im dritten musste Koslowski seine Kapitänin auswechseln. Greta Szakmáry hatte einen Ball aufs Auge bekommen. Das Team hatte weiter Probleme, das druckvolle Spiel des VfB zu unterbinden. Ohne Erfolg – auch der 3. Satz ging an Suhl.

Der SSC steckte nicht auf. Vor allem Nicole Oude Luttikhuis, die Szakmáry ersetzte, steigerte sich. Allerdings gelang es nicht, die 9:5-Führung zu behaupten. Beim 10:10 war der Vorsprung wieder weg. Der SSC musste in der Nervenschlacht alles aufbieten. Mit großer Mühe rettete sich die Mannschaft in den Tiebreak. Zum Sieg reichte es nicht: Gegen einen mutig aufspielenden Gegner stand nach 142 Minuten die bittere Niederlage fest.SSC: Szakmáry, Imoudu, Schölzel, Barfield, Alsmeier, Spelman, Pogany, Stoltenborg, Agost, Oude LuttikhuisAußerdem spielten: Vilsbiburg – Potsdam 1:3, Straubing – Stuttgart 0:3, Aachen Dresden 1:3

Von Christian Lüsch