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Fussball regional 1860 Stralsund: Couragierter Auftritt wird nicht belohnt
Sportbuzzer Fußball Fussball regional 1860 Stralsund: Couragierter Auftritt wird nicht belohnt
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19:34 11.08.2019
Stralsund verteidigte mit Mann und Maus. Hier wehrt erst Steffen Pompe (l.) per Kopf ab, dann ist Martin Otto (M.) vor Kevin Riechert am Ball. Quelle: Marcel Wollny
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Stralsund

So laut wurde in der Stralsunder Primus-Immobilien-Arena lange nicht mehr gejubelt: Als Michael Lindberg in der 54. Minute die Hereingabe von Daniel Hartz über die Linie zum drückte, brachen beim TSV 1860 Stralsund alle Dämme. „Das war ein geiles Gefühl. Ich hatte Gänsehaut“, beschreibt der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1 im Landespokal gegen die TSG Neustrelitz. Die Gänsehaut hielt allerdings nicht bis zum Abpfiff. Der Oberligist gewann gegen leidenschaftliche Stralsunder mit 3:1. „Wir haben echt stark gespielt. Den Unterschied von drei Ligen habe ich nicht gesehen“, lobte Lindberg, der sich wie viele seiner Teamkollege erstmals in einem Pflichtspiel gegen einen Oberligisten behaupten musste.

Die Hausherren stellte die TSG von Anfang an vor große Probleme. Bereits in der zweiten Minuten klärte Neustrelitz’ Torhüter einen Ball vor die Füße von Angreifer Kevin Kutz, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ und dann nur Zentimeter am Tor vorbeizielte. Wenig später wurde Lindberg stark freigespielt. Doch beim Abschluss aus elf Metern wurde der schnelle Außenspieler von hinten geschubst, der Abschluss dementsprechend nicht druckvoll. „Das war ein Elfmeter!“, behauptete Lindberg. Das Schiedsrichtergespann sah das anders und ließ weiterspielen. Die nächste dicke Möglichkeit hatte erneut Kutz, der von Daniel Hartz eingesetzt wurde. Der Schuss rollte aber links am Tor vorbei.

„Ich habe zurzeit das Pech am Schuh“, gestand Kutz. Sein Trainer Robin Baarhs sah in der ersten halben Stunde ein Chancenplus bei seiner Mannschaft: „Neustrelitz hätte sich nicht beschweren können, wenn sie mit ein oder zwei Toren in Rückstand geraten.“

Die Gäste agierten mit vielen diagonalen Seitenwechseln, waren aber eher durch wuchtige Kopfbälle nach Ecken von Kapitän Kevin Riechert gefährlich. Der Unterschied zur Heimelf: Die TSG nutzte ihre größte Chance zur Führung. Alexander Gernetzki parierte einen Abschluss aus Nahdistanz noch stark, den Abpraller grätschte Kürsat Mahmut Cicek über die Linie (30.).

Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst Benny Metzentin den Hochkaräter zum Ausgleich auf dem Fuß. 1860 flankte mehrmals in den TSG-Strafraum, letztlich fiel der Ball von Metzentins Füße, dessen Abschluss aus fünf Metern aber zu schwach war. Kurz darauf stürzte eine rote Jubeltraube auf Michael Lindberg, dessen Treffer ein katastrophaler Fehlpass der TSG-Verteidigung vorausging. Die Gäste waren kurz irritiert, leistete sich einige Fehler. Doch dann ließ der erfahrene Filip Luksik zwei Stralsunder alt aussehen und vollendet mit der Pike zur Führung (60.).

Darauf fand der TSV keine ernsthafte Antwort mehr und Neustrelitz spielte seine athletische und spielerische Überlegenheit aus. Djibril N’Diaye beendete die Pokalträume der Hausherren, als er eine abgefälschte Hereingabe über die Linie drückte (80.).

„Für mich überwiegt der Stolz auf mein Team, das einen couragierten Auftritt hingelegt hat“, so Baarhs, der die Auslosung der zweiten Runde am Dienstagabend nun aus neutraler Sicht verfolgen wird.

Von Niklas Kunkel

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