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Die Hallenkönige wackeln, fallen am Ende aber nicht

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15:21 06.01.2020
Till Plumpe (links) erzielte im Finale zwei Tore für die SG Sassnitz/Binz II. Für den Sieg gegen den VfL Bergen um Tim Vergils (rechts) reichten die aber nicht. Nach einer furiosen Aufholjagd gewann der Seriensieger in der Verlängerung des Neunmeterschießens. Quelle: (8): Christian Klitz
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Sassnitz

Die Bilder nach dem Finale gleichen sich Jahr für Jahr. Bereits zum siebten Mal hintereinander gewann der VfL Bergen beim Rügenpokal in der Sporthalle Dwasieden in Sassnitz den Rügenpokal. Der Weg, bis der Landesligist den neuen Wanderpokal in die Höhe strecken durfte, war aber schwer. Im Finale gegen die zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft Empor Sassnitz/1. FC Binz lag der Titelverteidiger bis kurz vor Ende mit 0:2 zurück.

Pahl entscheidet das Finale

Die junge Truppe der SG, die am Vormittag den Aufstieg aus der B-Staffel geschafft hatte, spielte besser und ging durch zwei Tore von Till Plumpe in Führung. Danach drehte der Titelträger, angeführt von VfL-Kapitän Felix Essner, auf und rettete sich ins Neunmeterschießen. Auch hier ging es in die Verlängerung, bis Philip Pahl den entscheidenden Ball eiskalt mittig im Netz versenkte. „Das war ganz spontan. Ich bin hingegangen, habe einfach draufgeschossen und hatte dann das Glück, dass er reingegangen ist“, beschreibt Pahl seine Entscheidung, die Kugel in die Mitte zu schießen.

Für den jungen Spieler, der vor der Saison vom SV Gingst zum VfL wechselte, war es der erste Sieg beim Rügenpokal. „Es macht viel mehr Spaß, das Turnier zu gewinnen als in den unteren Staffeln zu spielen“, gestand der 21-Jährige mit einem Grinsen im Gesicht. Nach souveränen Gruppensiegen mit 8:0 gegen Sassnitz/Binz I und 6:0 gegen den SV Rambin musste sein Team schon im Halbfinale gegen Blau-Weiß Baabe einen Rückstand aufholen und kam erst in der letzten Minute durch einen Wechselfehler der Baaber zum 3:2-Siegtreffer. „Wir waren am Ende entschlossener. Unsere große Stärke ist, dass wir auch nach einem Rückstand wiederkommen. Dazu haben wir an einigen Stellen vielleicht das Quäntchen Glück mehr gehabt“, bilanziert Pahl.

Änderungen wurden gut angenommen

Die unterlegene Spielgemeinschaft konnte nach einem kurzen Moment der Enttäuschung wieder Lächeln. Neben dem zweiten Platz für die SG II konnte auch die erste Mannschaft die A-Staffel halten. „Der VfL hat verdient gewonnen, aber wir haben ihnen einen heißen Tanz geliefert“, freute sich Frank Hannich von der SG Empor Sassnitz. Der Vereinsvorsitzende organisierte die zehnte Auflage des Inselturniers mit seinen Vereinskollegen Norman Post, Heiko Schiller und Karsten Guhl. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Turnier. Es ist sehr gut angekommen, dass aus der C- und der B-Staffel zwei Mannschaften aufsteigen durften. Das war ja eine wichtige Veränderung“, so Hannich. „Wir wollten aber nicht einfach Mannschaften aus den unteren Gruppen hochschieben, wo der FSV Garz mit seinen beiden Mannschaften gefehlt hat. Die Variante mit zwei Aufsteigern fanden wir am besten“, fuhr er fort.

Doppelaufstiege sorgen für neue Konstellationen

Von dieser Regel profitierten der FSV Gademow und der SV Rambin. Der FSV schaffte den Doppelaufstieg aus der D- bis in die B-Staffel und konnte diese halten. Die Rambiner spielten sich aus der C-Staffel bis in den A-Cup und wurden hier Dritter. „Gademow war für mich die auffälligste Mannschaft. Was sie mit ihren Mitteln hier erreicht haben, ist wirklich stark“, lobte Hannich den Kreisligisten.

Nur eine zweite Mannschaft kann überzeugen

Die zweite Regeländerung, dass zwei Mannschaften aus einem Team gestellt werden durften, machte sich nur bei der SG Sassnitz/Binz bemerkbar. Die Gastgeber besetzten ihre zweite Mannschaft in der B-Staffel mit spielstarken, jungen Spielern und sicherten damit souverän den Aufstieg. Dadurch wäre die erste Mannschaft aber beinahe abgestiegen. Die zweiten Mannschaften vom SV Gingst und vom TSV Sagard konnten nicht in den weiteren Turnierverlauf eingreifen. Beide Teams scheiterten in der Staffel D und müssen damit auch im kommenden Jahr beim elften Rügenpokal bereits am Sonnabendvormittag antreten.

Von Niklas Kunkel

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