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Doppelüberraschung: Piranhas bezwingen Trappers und Scorpions

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15:20 10.02.2020
Hatten am Wochenende gut lachen: Die Piranhas-Spieler bejubeln zwei Überraschungserfolge gegen Tilburg und die Hannover Scorpions. Quelle: Nina Cathin Sulzer
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Rostock

Das hätten vermutlich selbst die kühnsten Optimisten nicht für möglich gehalten. Mit zwei leidenschaftlichen und kämpferisch überzeugenden Auftritten haben die Rostock Piranhas am Wochenende gleich zwei Topfavoriten das Fürchten gelehrt. Nach einem 4:3-Erfolg gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Tilburg Trappers am Freitag, legten die Raubfische zwei Tage später nach. Gegen die Hannover Scorpions (6., 63 Punkte) drehte der Eishockey-Oberligist einen 1:4-Rückstand noch in einen 7:5-Erfolg.

Damit haben die Ostseestädter im Kampf um die Pre-Play-offs-Plätze einen großen Schritt nach vorne gemacht. Als Neunter (43) hat der REC bereits 13 Punkte Vorsprung vor den Black Dragons Erfurt, die als Elfter die Relegationsspiele um die Meisterrunde verpassen würden. Bei nur noch sechs ausstehenden Spielen haben die Piranhas ihr Minimalziel fast erreicht.

Vereinspräsident Mike Specht konnte sein Glück kaum fassen. „Ich bin absolut überwältigt von der Leistung meiner Mannschaft. Wir wurden endlich dafür belohnt, Woche für Woche hart zu arbeiten. Wir hatten in den Vorwochen viele unglückliche Niederlagen kassiert, aber dass wir uns gerade gegen Tilburg und die Scorpions für unsere Disziplin und unsere Moral belohnen, ist fantastisch“, schwärmte Specht.

Dass die Piranhas personelle Vorteile vor allem gegenüber den ersatzgeschwächten Tilburgern hatten, sieht der Klubchef anders. „Bei der Qualität der Niederländer könnte man vermutlich die ganze Mannschaft verpflichten und sie wäre vermutlich immer noch Tabellenführer. Sie haben ein hohes spielerisches Niveau, aber wir haben stark dagegen gehalten“, meinte Specht. Viele Spieler der Tilburger aus den ersten Reihen waren am Wochenende für die Nationalmannschaft abgestellt.

Doch dass die Rostocker sich schlichtweg in starker Form präsentierten, untermauerten sie zwei Tage später. Nach dem Ende des zweiten Drittels lagen sie fast schon hoffnungslos 2:4 bei den Hannover Scorpions hinten. Doch ein Doppelschlag von Tom Pauker zum 4:4-Ausgleich (44., 46.) spornte seine Teamkollegen zu Höchstleistungen an. Nur drei Minuten später hatten Jonas Gerstung und Constantin Koopmann das Spiel gedreht, ehe Tomas Kurka kurz vor dem Ende die Entscheidung herbeiführte.

Schon am kommenden Wochenende könnten die Rostocker die Qualifikation für den Vorausscheid auf die Meisterrunde perfekt machen. Denn am Freitag (20 Uhr) können sie den Abstand auf den Elften Erfurt mit einem Sieg weiter vergrößern. Sollte das klappen, könnten die Piranhas zwei Tage (19 Uhr, Eishalle Rostock) später bei einem Sieg über die Halle Saale Bulls oder bei einer erneuten Niederlage der Erfurter die Pre-Play-offs perfekt machen.

REC Piranhas: Urbisch – Gerstung, Hartmann, Weist, Baumgardt, Becker, Miethling Junge – Rabbani, Richter, Pauker, Voronov, Brockelt, Stanley, Kurka, Koopmann, Lukacevic (gegen Tilburg), Tomanek (gegen Hannover).

Piranhas –Trappers 4:3 (0:1, 1:1, 3:1): 0:1 van Oorschot (8./ – in Überzahl), 0:2 Bruijsten (23.), 1:2 Hartmann (33.), 2:2 Stanley (49.), 3:2 Weist (55.), 4:2 Koopmann (58.), 4:3 Loginov (60.)

Strafminuten: Piranhas 2, Trappers 0.

Zuschauer: 841.

Scorpions – Piranhas 5:7 (2:0, 2:2, 1:5): 1:0 Trabucco (8.), 2:0 Airich (16.), 3:0 Bombis (26), 3:1 Miethling (31.), 4:1 Strakhov (33.), 4:2 Kurka (39.), 4:3, 4:4 Pauker (44., 46.), 4:5 Gerstung (48.), 4:6 Koopmann (49.), 4:7 Kurka (58.), 5:7 Schmid (60.).

Strafen: Scorpions 8, Piranhas 8.

Von René Warning

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