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Fussball regional ES Lok Stralsund ballert sich Richtung Aufstieg
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17:14 26.05.2019
ESV-Spieler Willi Sydow jubelt nach seinem Tor zum 4:0 gegen den SV Trent Quelle: foto: Horst Schreiber
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Stralsund

Der ESV Lok Stralsund hat am Sonnabend die eigenen Ambitionen eindrucksvoll untermauert und den (vor-)entscheidenden Schritt zum Aufstieg in die Kreisoberliga gemacht. Der Spitzenreiter der Kreisliga Nord fegte Verfolger SV Trent mit 6:0 (2:0) vom Platz und hat bei noch drei ausstehenden Spielen sechs Punkte und das deutlich bessere Torverhältnis Vorsprung auf den Relegationsrang und den Ligadritten SG Wittow (ein Spiel mehr). Der Aufstieg ist den Stralsundern wohl nur noch theoretisch zu nehmen.

„Das war ein Riesenschritt“, bemerkte Top-Torjäger Ahmad Tawhid Wahidi, der den Halbzeitstand besorgte. Sein Trainer Oliver Gielow stimmte zu: „Mit diesem Sieg haben wir die vorherigen Ergebnisse vergoldet.“ Lok verlor erst ein Spiel 2019 und traf in neun Partien bereits 51 Mal.

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Gegner SV Trent scheint das Gegenteil zu sein. Die Rüganer warten seit fünf Spielen auf einen „Dreier“. Nach der Niederlage auf dem Dänholm berieten die Spieler noch auf den Platz über die künftige Ausrichtung. Der Entschluss: Trent verzichtet auf einen möglichen Aufstieg. „Wir haben in den vergangenen Wochen immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. Das sind keine Massen aber es ist entscheidend. So würden wir auch in der Kreisoberliga keine konkurrenzfähige Truppe zusammenbekommen“, gestand Spielertrainer Matthias Gielow.

Doch gegen Lok war der SVT trotz deutlichen Ergebnisses nicht komplett chancenlos. Nach den beiden Toren durch Wahidi (10., 18.) wurde es sowohl im Heim- als auch im Gästestrafraum immer wieder brenzlig. Auch nach dem Seitenwechsel war Trent offensiv präsent. Die Stralsunder waren dennoch optisch überlegen und individuell besser. Steffen Lehmann besorgte die Vorentscheidung (54.).

„Nach dem 0:3 war natürlich die Motivation weg. Und dann spielen sie einfach besser. Der Sieg sei ihnen gegönnt“, erkannte Matthias Gielow an.

Die Partie drohte zunächst ohne weitere Höhepunkte dahinzuplätschern, als die Gastgeber in der Schlussphase nochmals aufdrehten. Willi Sydow (76.) und Philip Wilhelm, der erst das 100. Saisontor (85.) und dann per schönen Fernschuss den Endstand markierte (86.), schossen die Sieg heraus. „Mehr geht nicht. Aufgrund der zweiten Hälfte ist der Sieg in der Höhe auch verdient. Die war fußballerisch sehr gut“, meinte Oliver Gielow zufrieden.

Das Hinspiel gewannen die Insulaner noch mit 4:1. „Damals hatten wir eine enorme Siegesserie im Rücken. Das war eine ganz andere Motivation“, sagte Trents Gielow. Nun heißt es zusammenraufen. „So eine Saison darf man nicht mehr hergeben. Wir wollen unbedingt Platz zwei halten“, gab der Spielertrainer aus.

Horst Schreiber