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Empor Richtenberg gewinnt Modderpartie

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10:37 24.02.2020
Kampfspiel auf matschigem Geläuf: Christoph Knapp sah man seinen Arbeitseinsatz im Spiel gegen die SG Karlsburg/Züssow an.
Kampfspiel auf matschigem Geläuf: Christoph Knapp sah man seinen Arbeitseinsatz im Spiel gegen die SG Karlsburg/Züssow an. Quelle: Horst Schreiber
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Greifswald/Richtenberg

Die einzige Hose, die am Sonntag nach der ersten Halbzeit noch weiß war, war die von Daniel Labahn. Alle anderen Richtenberger Landesligakicker hatten sich im ersten Duell nach der Winterpause gegen die SG Karlsburg/Züssow ordentlich eingesaut. Labahn tat es seinen Mitspielern in der zweiten Hälfte gleich. Denn der Platz in Richtenberg war gehörig durchnässt und matschig. Dementsprechende „Kampfspuren“ waren ab der ersten Minute in der Kleidung sichtbar. „Die Kluft werden wir wohl drei-, viermal waschen müssen, bis sie wieder sauber ist“, lachte Robert Lembke. Die zusätzliche Wascharbeit dürfte der Trainer angesichts des Topstarts seiner Elf gern in Kauf nehmen. Die SG Empor gewann gegen Karlsburg/Züssow mit 4:0.

Zeichen gegen Rassismus

Das erste Zeichen setzte der Aufsteiger aber schon vor dem Spiel. Nach dem Auflaufen der Teams schwieg der Jahn-Sportplatz für einige Sekunden in Gedenken an die Opfer rassistischer Gewalt in Hanau und Fan-Beleidigungen gegen schwarze Fußballer.

Rutschpartie statt fußballerischer Leckerbissen

Keine zehn Minuten später ließ die SGE erstmals fußballerisch aufhorchen. Oliver Bollhagen chippte einen Ball diagonal hinter die Gäste-Abwehr, den Rechtsaußen Jan Töpfer halb schießend, halb ausrutschend zur Führung ins lange Eck unterbrachte (6.). In der Folge hatten die Hausherren weitere Möglichkeiten. Verdient erhöhte Georg Peters per Freistoß unter Mithilfe von Gäste-Torhüter Kay Kluge, der den Standard in die eigenen Maschen faustete (23.). Die einzig gefährliche Aktion der Züssower entstand durch einen missglückten Klärungsversuch von Richtenbergs Bollhagen, der per Kopf seinen Keeper Ole Piotrowski, der den Vorzug vor Neuzugang Sebastian Peter erhielt, zum blitzschnellen Abtauchen zwang.

Auch in den zweiten Durchgang rutschten die Richtenberger förmlich rein. „Ich habe den Jungs gesagt, zieht die längsten Stollen an, die ihr habt. Aber bei den Platzverhältnissen kannst du anziehen, was du willst. Du hattest keinen Halt“, beschrieb Lembke. Dennoch blieb Sebastian Sauer im entscheidenden Moment standhaft, fing einen Seitenwechsel der Gäste ab, lief mit Ball und drosch ihn dann aus der Distanz zum 3:0 (47.). Den Schlusspunkt setzte Bollhagen per Handelfmeter (57.).

„Wir haben es offensiv gut gemacht und in der Abwehr nichts zugelassen“, lobte Lembke das Auftreten seiner Elf. Der Platz hat nun zwei Wochen zur Regeneration. Dann soll das dort das Derby gegen 1860 Stralsund steigen.

Von Horst Schreiber