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Fussball regional Empor Richtenberg verliert nach Eigentor in der 90.+4
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Empor Richtenberg verliert nach Eigentor in der 90.+4
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17:42 29.09.2019
Hanse-Kapitän jubelt nach seinem Treffer aus 40 Metern. Quelle: Horst Schreiber
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Richtenberg

Bedröppelt schauten sich die Richtenberger Spieler nach Abpfiff am Sonntag an. Nach 90 Minuten im Dauerregen und Kampf auf schlammigen Boden standen die Landesliga-Kicker der SG Empor ohne etwas Zählbares auf dem Platz. Und das, obwohl sie das Spiel gegen den SV Hanse Neubrandenburg beherrscht und einige Großchancen hatten. Doch dann stellte ein 40-Meter-Freistoß von Gäste-Kapitän Danny Hesse den Spielverlauf auf den Kopf, ehe Unglücksrabe Daniel Labahn einen weiteren Freistoß ins eigene Gehäuse bugsierte – vier Minuten nach der regulären Spielzeit. Das 1:2 (0:0) bedeutete die zweite Pleite in Folge für Empor Richtenberg.

„Da hat man keine Worte mehr“, schüttelte Trainer Ingo Plewka hilflos den Kopf. Im ersten Durchgang lag der Führungstreffer für die Hausherren mehrmals auf dem Fuß. Labahn schaufelte aus Nahdistanz zu sehr unter den Ball und schoss drüber, Thomas Boljahn drehte schon zum Jubeln Richtung Eckfahne ab, da rollte der Ball nach seinem Abschluss vom Innenpfosten wieder raus und auch Sebastian Sauer traf kurz darauf nur den Pfosten, den Abpraller verzog Ousmane Konaté. „Was willst du machen, wenn du Zweihundertprozentige nicht reinmachst?“, fragte Plewka.

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Nach dem Seitenwechsel blieb Richtenberg am Drücker. Hanse Neubrandenburg verschaffte sich nur vereinzelt Luft. In der Schlussphase schlug Neubrandenburgs Danny Hesse einen Freistoß nahe der Mittellinie in den Empor-Strafraum, der einmal aufsetzte und an Freund und Feind vorbei ins Tor segelte – 1:0 (77.). Der Gäste-Jubel hielt aber nicht lange. Einen weiten Schlag hinter die Abwehr erlief Boljahn und legte quer. Sauer verwertete zum Ausgleich 1:1 (80.). „Du ackerst dich zurück, da musst du dir Punkte eigentlich mitnehmen“, haderte der SG-Übungsleiter.

Doch zum ungemütlichen Wetter passte ein vermasselter Abschluss: Labahn köpfte einen Freistoß von der Strafraumkante ins eigene Netz zum Siegtreffer für die Gäste in der 94. Minute. „Nicht verdient“, lautete das Fazit von Ingo Plewka, dessen Team statt mit eines Sieges auf Rang fünf hätte klettern können, nun mit neun Punkten auf Platz neun abgerutscht ist. „Zwölf Punkte wären obergeil gewesen. Jetzt müssen wir erstmal wieder zwei, drei Mal gewinnen, um unten rauszukommen.“

Einen Tag zuvor hat es auch Landesligist TSV 1860 Stralsund erwischt. Der Verbandsliga-Absteiger verlor am 7. Spieltag erstmals in der laufenden Ligaspielzeit. Beim 2:3 gegen den Laager SV gab der Favorit einen 2:0-Vorsprung aus der Hand. Niklas Reimelt traf bereits in der ersten Minute. Sein Tor wurde zugunsten eines Elfmeters aberkannt. Den Strafstoß versenkte Kevin Kutz zum 1:0. 34 Minute später zählte Reimelts Tor zum 2:0. Ab diesem Zeitpunkt wurde 1860 nicht mehr gefährlich. So antwortete Laage prompt durch Ronny Klein (37.). Nach dem Seitenwechsel traf Christian Klein doppelt (50., 61.).

Von Horst Schreiber