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Fussball regional FC Hansa Rostock reist mit Respekt und Zuversicht nach Mannheim
Sportbuzzer Fußball Fussball regional FC Hansa Rostock reist mit Respekt und Zuversicht nach Mannheim
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16:08 27.09.2019
Mirnes Pepic (Mitte) fühlt sich nach einer Außenbandverletzung wieder fit und könnte am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Waldhof Mannheim für den FC Hansa Rostock zum Einsatz kommen. Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock/Mannheim

Vier Spiele ohne Niederlage – diese erfolgreiche Bilanz würde das Team von Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock am Sonntag beim SV Waldhof Mannheim (Anstoß 13 Uhr) gern ausbauen. „Wir haben in den vergangenen Wochen viele Sachen gut gemacht. Daran wollen wir anknüpfen“, sagt Hansas Spielmacher Mirnes Pepic.

Der 23-Jährige, der sich beim Auswärtsspiel in Braunschweig verletzt hatte, ist schneller als erwartet wieder fit geworden. „Es sieht sehr gut aus bei ihm. Einem Einsatz steht nichts im Wege“, freut sich Hansa-Trainer Jens Härtel.

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Der gebürtige Montenegriner war unter Härtel bislang erste Wahl, bestritt sieben der neun Ligaspiele. In Mannheim könnte der nächste Einsatz folgen: „Es zwickt zwar noch ein bisschen, aber ich bin in der Lage, von Beginn an zu spielen“, sagt der Profi nach seinem Außenbandriss im Knöchel. Hansas Ärzte und Physiotherapeuten hätten ihn jeden Tag behandelt. „Das hat sehr geholfen“, freut sich Pepic über die unerwartete Entwicklung.

Dass die Mannheimer nach ihrem Aufstieg aus der Regionalliga so stark in die Saison gestartet sind (vier Siege, vier Unentschieden, eine Niederlage), überrascht Pepic überhaupt nicht. „Ich kenne ein paar Jungs in der Mannschaft. Die sind spielerisch gut und haben eine gute Mentalität. Wir wollen dort eine ordentliche Leistung zeigen und etwas mitnehmen.“

Dass der Aufsteiger aus der Kurpfalz keinesfalls zu unterschätzen ist, weiß auch FCH-Coach Härtel. Die Nackenschläge dreier in der Relegation verpasster Aufstiege hätten die Mannheimer weggesteckt und sich in der vergangenen Saison belohnt. „Es macht Spaß, denen zuzuschauen. Sie können gut kicken und bringen die Euphorie eines Aufsteigers mit“, urteilt der 50-Jährige.

Bei allem Lob für den Gegner: Die Hanseaten treten die Auswärtsfahrt mit einer Portion Zuversicht an. Zuletzt überraschte die Mannschaft in Ingolstadt (2:2) und Braunschweig (2:1) mit guten Ergebnissen.

Ein Schlüssel zum Erfolg könnten für die Norddeutschen Standardsituationen sein. „Da könnte was gehen. Und wenn wir ihnen den Ball in unserer Hälfte abnehmen und schnell umschalten“, meint Härtel.

Keine Optionen für den Hansa-Kader sind Julian Riedel und Tanju Öztürk. Beide trainieren zwar seit ein paar Tagen wieder mit der Mannschaft, haben aber zuvor längere Zeit gefehlt. „Ich denke nicht, dass es für einen Platz im Kader reicht“, sagte Härtel über die beiden Abwehr-Routiniers.

Auch die Mannheimer müssen improvisieren. Trainer Bernhard Trares stehen neun Akteure nicht zur Verfügung. Zuletzt meldeten sich Kevin Conrad (Knöchelverletzung) und Benedict Dos Santos (Muskelfaserriss) ab. Torhüter Markus Scholz (Kreuzbandriss) und Mittelstürmer Valmir Sulejmani (Syndesmosebandriss) fehlen langfristig. Der Stimmung im Stadion wird das nicht schaden: Der Tabellensechste erwartet 13 000 Zuschauer. Darunter werden 2500 Hansa-Fans sein.

So könnten sie spielen:
Mannheim:Königsmann – Marx, Schultz, Seegert, Hofrath – Schuster, Christiansen – Deville, Diring, Ferati – KoffiRostock:Kolke – Butzen, Sonnenberg, Rieble, Neidhart – Bülow, Pepic – Omladic, Vollmann, Opoku – BreierLiveticker: sportbuzzer.de/mv

Von Christian Lüsch