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Fussball regional Hansa Rostock: Ein (fast) normaler Trainingstag
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FC hansa Rostock Coronavirus Ein fast normaler Trainingstag

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17:40 16.03.2020
Montagnachmittag auf dem Hansa-Trainingsgelände: Die Spieler verlassen nach der knapp 90-minütigen Einheit den Platz. Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock

Montagmittag, 13.44 Uhr: Jens Härtel ist der Erste, der aus dem Mannschaftsbereich des Ostseestadions ins Freie tritt und auf den Trainingsplatz an der Kopernikusstraße läuft. Dreieinhalb Tage frei hatte der Coach des FC Hansa Rostock seinen Spielern am Donnerstagnachmittag gegeben. Eine Entscheidung, die es während des normalen Drittliga-Spielbetriebs bei den Hanseaten nie zuvor gegeben hatte. Doch was ist schon normal in Zeiten der grassierenden Corona-Gefahr.

Die Hansa-Spieler sind gut gelaunt, grüßen freundlich. Untereinander gibt es weder Händeschütteln noch Abklatschen. Zur Begrüßung berühren sich die Ellenbogen der Spieler. Die Stimmung ist gelöst. Ab und zu hustet jemand etwas übertrieben – alles Spaß, alle lachen. Der Mannschaftskreis, zu dem der Trainer das Team zum Beginn der Einheit bittet, wirkt luftiger als gewöhnlich. An Aufmerksamkeit mangelt es nicht.

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Fragen zur Situation wollen weder Trainer noch Spieler beantworten, lässt Klub-Sprecherin Marit Scholz schon vor dem Beginn des Trainings wissen. Härtel hatte bei der letzten Zusammenkunft der Mannschaft am Donnerstag vergangener Woche aber auch schon erklärt, worum es am Montag gehen würde – den Beginn der Vorbereitung auf das (extrem unwahrscheinliche) Auswärtsspiel des FC Hansa am kommenden Sonntag beim SV Meppen.

Während auf dem Dach des Ostseestadions ein paar Mechaniker an den Solarpaneelen werkeln und im Innenraum des Ostseestadions der Rasen im warmen Frühjahrssonnenschein gedeiht, arbeiten die Profis fast 90 Minuten lang. Sie laufen viel und schenken sich im Trainingsspiel nichts. Aaron Opoku spult ein individuelles Laufprogramm ab. Beim Nachzählen der Profis fällt den drei Trainingskiebitzen – als Corona noch keiner kannte, waren es meistens nur unwesentlich mehr – auf, dass Nikolas Nartey fehlt. Sportvorstand Martin Pieckenhagen, der im Laufe der Einheit zur Beobachtung auf den Platz kommt, kann zur Aufklärung nicht beitragen. Später gibt Jens Härtel Entwarnung: der Däne hat weder die Fähre verpasst noch ist er an der Grenze zurückgewiesen worden. Er sei gesundheitlich angeschlagen und habe sich abgemeldet, sagt der Trainer. Nartey sei in Rostock, alles gut.

Der Hansa-Coach hatte seinem Team vergangene Woche wichtige Verhaltensregeln mit in den Kurzurlaub gegeben: Reisen seien genauso zu vermeiden wie Disco- und unnötige Restaurantbesuche.

Während Magdeburg und Zwickau am Montag dem Beispiel anderer Drittliga-Vereine folgten und den Trainingsbetrieb einstellten, verließ Härtel um 15.22 Uhr den Platz. Ob und in welcher Form die Ostseestädter ihr Programm auch in den kommenden Tagen aufrechterhalten werden, stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

Von Christian Lüsch

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