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Futsal-Meisterschaft: Tribseeser SV entthront den TSV Sagard

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18:16 16.12.2019
Torhüter Kevin Krehmke konnte das Ausscheiden des TSV Sagard gegen den späteren Sieger Tribseeser SV nicht verhindern.  Quelle: by Chris Corse Photography
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Göhren

Lothar Pense vom Fußballverband Nordvorpommern-Rügen hatte den richtigen Riecher. Nach den ersten Partien der Endrunde um die Futsal-Kreismeisterschaft legte er sich auf den TSV Sagard, Tribseeser SV und TSV 1860 Stralsund II als Titelkandidaten fest. Und in der Tat: Gemeinsam mit der dritten Mannschaft von 1860 bildete das von Pense favorisierte Trio am Ende die Top 4. Jubeln durften die Tribseeser, die sich nach dem 3:1 im Finale gegen die 1860-Reserve in Göhren zum neuen Hallenchampion des Landkreises krönten. „Nach der Vorrunde hatte ich Tribsees noch nicht auf dem Zettel, aber was ich heute gesehen habe, macht sie auf jeden Fall zum Titel­anwärter“, orakelte Pense noch am Sonntagvormittag.

Der Tribseeser SV schaffte vor einer Woche als Gruppensieger den Einzug in die Endrunde. Am Finaltag wurden sie Gruppenzweiter, punktgleich mit 1860 II und SV Gingst, der zwar dem neuen Hallenmeister die einzige Niederlage zufügte, aber aufgrund der schlechteren Tordifferenz nicht ins Halbfinale einzog. Dort entthronten die Trebelstädter den alten Futsalmeister TSV Sagard (2:0).

Torwart kehrt auf Insel zurück

Die Jasmunder, die in der Gruppenphase drei Siege erspielten, agierten mit einem Rückkehrer im Tor. Kevin Krehmke ist nach zehn Jahren zurückgekehrt und streifte sich in der Vorrunde schon die Torwarthandschuhe über. Die Endrunde war nun sein zweites Turnier nach langer Zeit. „Es macht auf jeden Fall wieder Spaß, zu spielen. Das Team spielt ja einen super Ball“, sagt Krehmke.

Vor zehn Jahren verließ der in Altenkirchen aufgewachsene Kicker die Insel, lebte zuletzt in Hamburg. Dort hielt sich Krehmke in einer Freizeitmannschaft fit. In dieser Zeit verfolgte der 29-Jährige nur sporadisch den Rügener Fußball. Seit dem Umzug nach Glowe ist er aber wieder voll dabei und streift sich das Trikot des TSV Sagard über. „Ich hatte angeboten, dass ich aushelfe. Und bislang klappt es gut“, grinst Krehmke. „Und die Jungs haben mir den Einstieg leicht gemacht.“

Dabei war Sagard nicht unbedingt die naheliegendste Adresse für sein Fußball-Comeback. Denn Krehmke hatte in der Jugend für Rivale SG Empor Sassnitz gekickt. „Ich hätte damals nicht gedacht, dass ich mal nach Sagard wechseln würde. Das war ja ein No-Go. Aber man wird älter und stellt die Rivalität hintenan“, meint Krehmke.

Tribsees, Sagard und Gingst für KDW-Masters qualifiziert

Doch auch mit der mittlerweile gewonnenen Erfahrung konnte der Schlussmann das Halbfinal-Aus bei der Kreismeisterschaft und den damit verlorenen Titel nicht verhindern. „Mein Ziel ist, immer zu gewinnen. Sonst wäre ich heute nicht so früh aufgestanden“, lacht Krehmke. Am Ende mussten sich er und seine neuen Teamkollegen beim so geliebten Hallenfußball mit Platz vier begnügen.

Einen Platz beim neu entwickelten Format KDW-Futsal-Masters haben die Sagarder dennoch sicher. Beim Turnier, das am 18. Januar Premiere in Niepars feiert, waren der TSV 1860 Stralsund, VfL Bergen, SV Blau-Weiß Baabe und SV Kandelin bereits gesetzt. Die drei besten Mannschaften der Kreismeisterschaft, die keine Vertretung dieser Vereine sind, haben die restlichen Plätze ergattert. Dementsprechend messen sich Tribsees, Sagard und Gingst sowie Niepars als Gastgeber mit den Klubs, die im Feld auf Landesebene kicken. „Die Teams hatten sich freiwillig für die Meisterschaft gemeldet und wir wollten sie nicht verprellen. Deshalb haben wir geschaut, ob wir einen Wettkampf dafür finden“, begründet Lothar Pense die Entstehung des Masters.

Meisterschaft wird hochklassiger – auch bei der Ü 35

Bei der Futsal-Kreismeisterschaft der Alten Herren, die bereits am Sonnabend in Göhren ausgefochten wurde, kam es zu spannenden Finalbegegnungen. Das Endspiel entschied TSV 1860 Stralsund I gegen die vereinseigene zweite Truppe im Sechsmeterschießen mit 3:2. Ebenfalls im Entscheidungsschießen setzte sich der SV Kandelin mit 6:5 gegen den SV Rambin durch. „Da war richtig Feuer drin“, meinte Pense, der erstaunt vom Niveau des Turniers war: „Das hatte aus meiner Sicht richtig Klasse. Die Besetzung war deutlich besser als noch vor einem Jahr.“

Die Hallenmeisterschaft scheint beliebter zu werden. Noch vor einem Jahr kamen gerade einmal fünf Mannschaften zur Endrunde der Herren. In diesem Jahr verdoppelte sich die Teilnehmerzahl. „Ich bin mir sicher, das wird step-by-step mehr werden. Viel hängt vom Stimmungsbild der Spieler und der Qualität der Schiedsrichter ab. Wenn die Akteure positiv von dem Event berichten, ist das die beste Werbung“, meint Pense abschließend.

Von Horst Schreiber

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