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Fussball regional Gebrauchter Spieltag für Empor und 1860
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19:13 11.11.2019
Steffen Pompe Kapitän TSV Stralsund 2018/19 Quelle: Horst Schreiber
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Strasburg/Penkun

Beinahe identische Spielverläufe erlebten am Wochenende die Landesligisten TSV 1860 Stralsund und SG Empor Richtenberg. Beide kamen nach weiten Auswärtsfahrten – 1860 fuhr 360 Kilometer nach Penkun und zurück, SGE war 250 Kilometer für das Spiel in Strasburg unterwegs – trotz drückender Feldüberlegenheit ohne Punkte zurück. Aufsteiger Richtenberg zog beim Tabellenletzten mit 0:1 den Kürzeren, Absteiger Stralsund unterlag 0:2.

„Wir müssen das Spiel eigentlich schon in den ersten zehn Minuten entscheiden“, ließ sich Empor-Trainer Robert Lembke berichten. Der Coach trat die Fahrt in den Südosten krankheitsbedingt nicht an. Marcel Rieck und Christoph Ehlert vertraten ihn an der Seitenlinie. Nach zahlreichen ausgelassenen Chancen, nahm Schiedsrichter Roland Schwenn ein zunächst gegebenes Tor doch noch zurück.

Statt Jubel der Rückschlag: Kurz vor der Pause markierte Strasburg mit der ersten gefährlichen Aktion den entscheidenden Treffer. Krzysztof Kornak traf für die schlechteste Offensive (8) gegen die beste Defensive der Liga (13). „Die Stimmung in der Kabine schien trotzdem nicht schlecht, weil wir überlegen waren und schon einmal Spiele gedreht hatten“, sagt Lembke.

Doch die Richtenberger schafften es diesmal nicht, das Tor zu erzwingen. Zweimal schossen sie in der Schlussphase einen Verteidiger auf der Linie an. „Es kam alles zusammen. Ein gebrauchter Samstag“, seufzte Lembke.

Den erlebten auch die Stralsunder. Deutliche Feldüberlegenheit münzten sie nicht in hochkarätige Torchancen um. Zwar präsentierte sich die Sund-Elf gefestigter als zuletzt, die Dominanz vom Saisonbeginn scheint dem TSV aber abhanden gekommen zu sein. „Wir hatten alles im Griff, ließen defensiv kaum etwas zu. Aber wir müssen einfach mal wieder in Führung gehen!“, haderte Trainer Robin Baarhs, der seit dem 6:0 in Strasburg vor fünf Wochen auf ein Führungstor seines Teams wartet.

Stattdessen erneut der Nackenschlag: Nach einer Ecke drosch Tom Ehrke im Gewusel den Ball über die Linie (69.). 1860 blieb eine Antwort schuldig. Kurz vor der Nachspielzeit vollendete Maciej Czyzewski frei vor Keeper Alexander Gernetzki zum 2:0 (90.) und verschärfte so die Krise beim seit drei Spielen punktlosen Klub aus Stralsund.

Im Interview spricht 1860-Kapitän Steffen Pompe über die aktuelle Situation beim Landesligist.

Herr Pompe, warum befindet sich Ihre Mannschaft derzeit im Sinkflug?

Steffen Pompe: Ich denke, das liegt an der mangelhaften Trainingsbeteiligung. In den letzten Wochen waren wir stets nur ein paar Leute. Ich nehme mich da nicht aus.

Ist das Faulheit oder Bequemlichkeit?

Nein, wir sind weder faul noch bequem. Vielleicht kann man es Frusttage nennen, wenn man nach einer Niederlage einfach durchschnaufen muss. Davon gab es in letzter Zeit einfach zu viele.

Gab es schon ein Krisengespräch?

Am Freitag haben wir ein Mannschaftsabend. Bei solchen Gelegenheiten reden wir Klartext.

Warum lief es in Penkun wieder nicht rund?

Ich fand uns nicht schlecht. Nur hat die zündende Idee nach vorn gefehlt. In der zweiten Hälfte haben wir uns irgendwie aufgelöst, die Verteidiger alleine gelassen.

Welche Erwartungen haben Sie bis zur Winterpause?

In den vier Spielen müssen wir mindestens sechs, eigentlich eher neun Punkte holen. Hanse Neubrandenburg und Malchin kennen wir. Und gegen den FSV haben wir noch etwas gut zumachen aus der vergangenen Saison (1:1 zuhause, 3:2 auswärts/d. Red.).

Von Horst Schreiber und Niklas Kunkel

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