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Greifswalder FC: Findet das Spitzenspiel gegen Tasmania Berlin statt?

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18:37 29.10.2020
Defensiv-Mann Mike Bütterich (2.v.r.) wäre, nachdem er während der letzten zwei Partien verhindert war, am Sonntag wahrscheinlich wieder einsatzfähig. Ob das Spitzenspiel gegen Tasmania Berlin wie geplant am Sonntag stattfindet, bleibt vorerst jedoch unklar.
Defensiv-Mann Mike Bütterich (2.v.r.) wäre, nachdem er während der letzten zwei Partien verhindert war, am Sonntag wahrscheinlich wieder einsatzfähig. Ob das Spitzenspiel gegen Tasmania Berlin wie geplant am Sonntag stattfindet, bleibt vorerst jedoch unklar. Quelle: Ronald Krumbholz
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Greifswald

Der Amateurfußball in Deutschland wird ab dem 2. November, vorerst bis zum Monatsende, erneut eine Zwangspause einlegen. Dies geht aus dem am Mittwoch durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die einzelnen Regierungschefs der Länder gefassten Beschluss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hervor.

Am Wochenende vor dem sogenannten „Lockdown light“ gilt für die Spielklassen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) eigentlich: Bis auf Ausnahmen finden alle Spiele statt. Dies teilte der Verband am Donnerstag auf seiner Website mit.

Heimspiel gegen Tasmania noch in der Schwebe

Für den Greifswalder FC könnte der vorläufige Schlussstrich allerdings schon früher kommen. Wie der Verein gegenüber dem SPORTBUZZER mitteilte, befinde man sich derzeit im Austausch mit dem hiesigen Gesundheitsamt. Ob das für Sonntag angesetzte Oberliga-Spitzenspiel gegen Tasmania Berlin (Anpfiff 13.30 Uhr) wie geplant stattfinden könne, sei demnach noch unklar.

Verein will mit gutem Beispiel vorangehen

„Auch wenn der Spielbetrieb erst ab Montag unterbrochen wird, ist die Lage schon jetzt ernst“, sagte GFC-Sprecher Philipp Weickert am Donnerstag. Der Verein wolle mit gutem Beispiel vorangehen. „Daher können wir definitiv schon jetzt sagen, dass ein Spiel vor Zuschauern für uns nicht infrage kommt.“ Der Grund: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald überschritt am Mittwoch den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen und gilt seitdem als Corona-Risikogebiet. Seit Donnerstag gilt im gesamten Landkreis eine Allgemeinverfügung, laut der Sportveranstaltungen nur noch mit bis zu 100 Teilnehmern inklusive der Mannschaften, der Schiedsrichter und des Stadion-Personals erlaubt sind.

Situation ist nicht neu

Für den GFC mutet diese Situation beinahe wie ein Déjà-vu an. Schon in der vergangenen Saison, vor dem letzten Lockdown im Frühjahr und dem vorzeitigen Abbruch, hieß der finale Gegner der Boddenstädter Tasmania Berlin. Das Ergebnis damals: eine 0:1-Heimpleite für die Elf von Cheftrainer Roland Kroos.

Wie wichtig dieses letzte Spiel der vergangenen Saison noch werden würde, war zu diesem Zeitpunkt niemandem bewusst. Zum damaligen Zeitpunkt war der GFC seit vier Partien ungeschlagen und auf bestem Weg zur Meisterschaft und dem Aufstieg in die Regionalliga. Doch diese letzte verpasste Chance auf drei Punkte bedeutete am Ende, dass sich der GFC nach der später beschlossenen Quotientenregel hinter Tennis Borussia Berlin platzierte und das Saisonziel somit knapp verpasste.

Personalsituation voraussichtlich angespannt

Ein halbes Jahr später tritt das Team von Abu Njie selbst als Favorit auf. Das Ergebnis des Kräftemessens der beiden Spitzenteams galt im Vorfeld als Indikator dafür, wer im Rennen um die Meisterschaft die Nase vorn hat. Die sportlichen Voraussetzungen für das Match sind auf Greifswalder Seite derzeit suboptimal. In der letzten Partie gegen den FC Strausberg fehlten im Kader von Cheftrainer Roland Kroos ganze fünf Stammspieler.

Derzeit sehe es laut Weickert danach aus, als könne der zuletzt verhinderte Mike Bütterich die Abwehr am Sonntag wieder unterstützen. Des Weiteren hätten Flügelflitzer Jannis Farr und Mittelstürmer Velimir Jovanovic, die in Strausberg ebenfalls fehlten, wieder am Training teilgenommen. Ob sie am Wochenende auch zum Einsatz kämen, sei jedoch genauso wenig bekannt, wie die Verfassung von Offensiv-Mann Kamil Pozniak, der sich vor knapp zwei Wochen im Spiel gegen den Rostocker FC an der Schulter verletzte. Klar sei nur, dass Mittelfeld-Kicker Sascha Schünemann aufgrund muskulärer Probleme ausfallen werde.

Von Alexander Kruggel