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Fussball regional Grimmens Volleyballerinnen wechseln geschlossen nach Greifswald
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17:29 06.06.2019
Für die Volleyballerinnen des JSV Grimmen geht es in der kommenden Saison in der Regionalliga weiter. Dann steht aber „ESV Turbine Greifswald“ auf dem Rücken. Die Mannschaft wechselt geschlossen in die Hansestadt. Quelle: foto: Horst Schreiber
Grimmen

Nach dem Saisonende im März standen die Volleyballerinnen des JSV Grimmen vor der Entscheidung: ein weiteres Jahr Verbandsliga oder Aufstieg in die Regionalliga. Nach vielen Überlegungen und Gesprächen ist die Entscheidung gefallen. Die Spielerinnen entschieden sich für letzteres. Doch der Verein schaut in die Röhre. Denn die Mannschaft des JSV wechselt zum ESV Turbine Greifswald. Der Verein aus der Hansestadt nimmt den Regionalligaplatz aus Grimmen ein. Der Grund: Trainer Nils Stubbe möchte kürzertreten und hätte für die vierte Liga seine Lizenz erweitern müssen.

„Wir haben durch die Sporthalle am Gymnasium super Trainings- und Wettkampfbedingungen. Auch das Geld für eine Regionalligasaison ist vorhanden (3000 bis 5000 Euro/d. Red.). Die vierte Liga wäre in Grimmen machbar gewesen, das haben wir schon mal gezeigt. Aber wir haben einfach keinen Trainer gefunden“, meint JSV-Abteilungsleiter Steffen Naundorf. Schon in der Regionalligazeit zwischen 2014 und 2016 durfte Stubbe nur mit Ausnahmeregelung am Seitenrand stehen. Bei einem erneuten Aufstieg hätten die Grimmener für jedes Spiel eine Strafe zahlen müssen. Der Betrag wäre ins Fünfstellige gegangen. „Das konnten wir nun wirklich nicht wuppen“, sagt Naundorf.

Die Frauen wollten aber von ihrem Aufstiegsrecht, das sie als Verbandsliga-Zweite und dem Verbot von SV Warnemünde II erhielten, wahrnehmen. Da sprang der ESV Turbine Greifswald zur Seite. „Wir haben eine lizenzierte Trainerin und durch unsere Nachwuchsarbeit genügend Schiedsrichter“, erklärt René Schulz vom ESV Turbine. Die neue Vereinsvorsitzende Franziska Gielow wird die künftige Regionalligatruppe coachen.

Dadurch, dass der Großteil der (ehemaligen) Grimmener Spielerinnen sowieso in Greifswald lebt und die „Volleyballgemeinde eng vernetzt ist“ (Schulz), kam der Kontakt zustande. „Uns war wichtig, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden“, bekräftigt Schulz. „Für uns ist das natürlich sehr attraktiv. So können wir eventuell eigene Nachwuchsspielerinnen in der vierten Liga etablieren.“ Die Überlegungen von Schulz zeigen: Das Regionalligaprojekt beim ESV soll ein langfristiges sein. „Das ist keine Aktion für nur eine Saison. Die Mädels sollen sich hier komplett integrieren“, bestätigt der Greifswalder.

Zu dem Grimmener Kern von etwa zehn Spielerinnen könnten noch Leute aus den Turbine-Reihen, die bislang auf Landesliga-Ebene aktiv waren, dazustoßen. Auch ambitionierte Volleyballerinnen von Verbandsliga-Meister SV Warnemünde II stehen auf dem ESV-Zettel. Die neuformierte Truppe wird voraussichtlich ab September in der Mehrzweckhalle der Hansestadt auflaufen.

Was für die Greifswalder ein Glücksfall ist, ist für den Volleyballsport in Grimmen ein weiterer herber Rückschlag. Schon vor einem Jahr meldete sich die Männermannschaft vom Spielbetrieb ab. Früher hielten drei Herren- und drei Frauenteams die Fahnen des JSV hoch. „Natürlich bin ich ein bisschen traurig, es hat immer viel Spaß gemacht, den Mädels zuzugucken“, gesteht Naundorf und ergänzt: „Aber ich mache keinem einen Vorwurf. Nils (Stubbe/d. Red.) hat jahrelang viel für Grimmen getan. Hut ab!“

Doch es gibt einen Lichtblick im Grimmener Volleyballsport. Der JSV hat nach jahrelanger Abstinenz wieder eine Nachwuchsmannschaft gemeldet. Eine U-16-Mädchen-Truppe geht unter der Leitung von Tobias Zobel an den Start. „Zehn bis zwölf Mädels sind immer beim Training“, bestätigt Naundorf zufrieden. Vielleicht können sie ja irgendwann eine neue Ära im Erwachsenen-Volleyball beim JSV prägen.

Horst Schreiber

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