Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Fussball regional HSV Grimmen wieder Zweiter beim Pommerncup
Sportbuzzer Fußball Fussball regional HSV Grimmen wieder Zweiter beim Pommerncup
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:38 13.05.2019
André Machel setzt sich wuchtig gegen die Deckung von Fortuna Neubrandenburg durch. Am Ende reichten die Treffer des Grimmener Kreisläufers aber nicht zum Sieg beim eigenen Pommerncup. Fortuna gewann das Finale. Quelle: fotos (4): Horst Schreiber
Anzeige
Grimmen

Der Pommerncup 2019 endete (fast) wie die Ausgabe aus dem Vorjahr. Die Handballerinnen von Grün-Weiß Schwerin setzten sich wieder im Finale gegen den Dessau-Rosslauer HV durch, die Männer des HSV Grimmen mussten sich erneut mit dem zweiten Platz zufrieden geben, die BSG Einheit um den Grimmener Ex-Handballer Uwe Kalski verpasste zum zweiten Mal in Folge knapp das Preisgeld, das für die drei besten Teams ausgeschüttet wird. Und das Team Küstennebel – 2018 noch als Baltic Warriors am Start – muss weiter auf den ersten Pommerncup-Sieg warten. Nur der Sieger bei den Männern war neu – Fortuna Neubrandenburg schnappte sich den Titel. Mit den vielen Parallelen zwischen den beiden Handballturnieren des HSV Grimmen, das seit drei Jahren für einen hochkarätigen Saisonausklang garantiert, konnten Spieler und Veranstalter leben.

„Klar ist es ärgerlich, zum Abschluss zu verlieren. Aber wir haben unser Ziel erreicht, wollten ins Halbfinale. Das Endspiel war Zusatz. So hat der Pommerncup wieder ordentlich Spaß gemacht“, zeigte sich Moritz Hildebrandt trotz erneuter Finalpleite beim Cup zufrieden.

Für Hildebrandt und die erste Mannschaft des HSV Grimmen fing das Turnier am Sonnabend direkt mit der Neuauflage des Finals von 2018 an – zumindest teilweise. Im vergangenen Jahr unterlag der Gastgeber dem Stralsunder HV im Endspiel. Diesmal schickten die Sundstädter ihre A-Jugend, die zum Auftakt gegen den HSV das Nachsehen hatte (13:15). Top-Start für Grimmen.

Auch die Frauen des SHV starteten gut in ihre Pommerncup-Premiere, trotzten MV-Meister Fortuna Neubrandenburg ein 8:8 ab, hätten sogar gewinnen können. „Wir wollen schon was reißen hier“, gab Kreisläuferin Emely Wagner an. Allerdings verpassten die Stralsunderinnen das Halbfinale knapp, auch weil sie sich in der Vorrunde den späteren Siegerinnen aus Schwerin (3. Liga) klar geschlagen geben mussten. „Schwerin ist der stärkste Gegner hier“, ahnte Wagner schon vor dem Duell. Einen Tag später gewannen sie aber das Spiel um Platz 5 souverän gegen die klassenhöhere Reserve der TSG Wismar. Die Grimmener Handballerinnen wurden Achter.

Der Ansporn beim Saisonabschlussturnier war bei den zehn Frauen- und acht Männerteams, die sich am Sonnabend in der Sporthalle Südwest und am Grimmener Gymnasium in je zwei Vorrundengruppen um die Finalspiele am Sonntag duellierten, spürbar. „Alle haben den Spagat zwischen sportlichem Anspruch und lockerem Abschluss gut hinbekommen“, befand Mitorganisator Robert Schultz, der selbst mit dem HSV Grimmen II auf Platz 5 landete. Emely Wagner hakte, allem Ehrgeiz zum Trotz, ein: „Ohne Spaß geht hier gar nichts.“

Den brachten vor allem die beiden zusammengewürfelten Truppen der BSG Einheit und Küstennebel in den diesjährigen Pommerncup. Die Teams aus ehemaligen Grimmener Handballern und ihren Weggefährten zauberten mitunter auf der Platte. So brachten Uwe Kalski und Co. dem Turniersieger aus Neubrandenburg in der Vorrunde die einzige Pokalpleite bei (11:9).

Auch Oberliga-Vizemeister HSV Insel Usedom hatte den Viertliga-Absteiger am Rande einer Niederlage. Im Halbfinale unterlagen die Insulaner aber mit 13:14 nach Shoot- out. Bei dem Entscheidungsmodus läuft der Schütze nach einen Doppelpass mit seinem Torhüter alleine auf den gegnerischen Schlussmann zu. Doch Mateusz Fornal im Neubrandenburger Kasten verhinderte, dass Usedom den zweiten Pommerncup-Sieg nach 2017 anstreben konnte. Fornal wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt. Sein weibliches Pendant heißt Anna Pöschel aus Schwerin. Immerhin durften die Usedomer den besten Spieler in ihren Reihen bejubeln: Dariusz Zajac beeindruckte am meisten. Die Ex-Grimmenerin Madlen Kloska (Neubrandenburg) verteidigte ihren Einzeltitel vom Vorjahr.

Für Organisator Robert Schultz und Spieler Moritz Hildebrandt kann die handballfreie Zeit nun beginnen. Allzu lange wird sie nicht dauern. „Wir setzen uns im Sommer zusammen, werten das Vergangene aus und fangen wohl an, den kommenden Pommerncup zu planen“, meint Schultz. Hildebrandt muss in knapp einem Monat wieder ran. Dann bittet der neue HSV-Coach Alexander Einweg zum Trainingsauftakt. „Ich freue mich schon drauf. Wir müssen uns kennenlernen, daher wird die lange Vorbereitung sicher kein Problem“, blickt Abwehrchef Hildebrandt direkt nach dem Saisonabschluss beim Pommerncup auf die anstehende Spielzeit voraus.

Ergebnisse

Platzierungsspiele Frauen

Finale: Grün-Weiß SchwerinDessau Rosslauer HV 9:7

Spiel um Platz 3: Rostocker HC – Fortuna Neubrandenburg 12:10

Spiel um Platz 5: Stralsunder HV I – TSG Wismar II 12:7

Spiel um Platz 7: Stavenhagener SVHSV Grimmen 11:6

Spiel um Platz 9: SG WilhelmsburgStralsunder HV II 15:11

Platzierungsspiele Männer

Finale: Fortuna NeubrandenburgHSV Grimmen 11:9

Spiel um Platz 3: HSV Insel Usedom – BSG Einheit 14:13

Spiel um Platz 5: HSV Grimmen II – Stralsund HV A-Jugend 11:10

Spiel um Platz 7: Pogon Stettin A-Jugend – Küstennebel 12:8

Beste Torhüterin: Anna Pöschel (Schwerin)

Bester Torhüter: Mateusz Fornal (Neubrandenburg)

Beste Spielerin: Madleen Kloska (Neubrandenburg)

Bester Spieler: Daiusz Zajac (Usedom)

Horst Schreiber

Verbandsligist vom Sund muss nach 0:3 weiter um Ligaverbleib zittern. Der RFC klettert nach dritten Sieg ohne Gegentor weiter nach oben.

12.05.2019

Der Verbandsligist unterliegt gegen den Tabellenachbarn nach frühen Gegentor mit 0:3. Chancen waren beim GSV Mangelware. Dennoch ist eine weitere Saison in der obersten Spielklasse des Landes gesichert, weil auch die Konkurrenz patzt.

12.05.2019
OZ Endspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft - Schweriner SC: Tränen fließen nach geplatztem Titeltraum

Das war spannend und am Ende sehr schade: der SSC Palmberg Schwerin hat das fünfte Duell um die deutsche Meisterschaft in Stuttgart mit 2:3 verloren. Während die Süddeutschen zum ersten Mal den Titelgewinn feierten, flossen bei den Schwerinerinnen Tränen der Enttäuschung.

11.05.2019