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Fussball regional Hansa-Kapitän: Das Ergebnis tut der Seele gut
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22:09 13.07.2019
Hansa-Stürmer Korbinian Vollmann versucht, den Ball auf Tanju Ötztürk zu passen. Die Hannoveraner Haraguchi (r.) und Fossum stören. Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock

Diejenigen, die sich am vergangenen Dienstag nach der müden und inspirationslosen Nullnummer der Hanseaten in Greifswald Sorgen um dem Zustand des Drittligisten gemacht hatten, werden erleichtert gewesen sein. Zwar sind am Sonnabend bei der Generalprobe vor dem Saisonauftakt des FC Hansa Rostock gegen Hannover 96 keine Tore gefallen . Doch beim Duell gegen den Bundesliga-Absteiger zeigten sich die Ostseestädter einsatz-, lauf- und spielstark. Woran es eine Woche vor dem Drittliga-Start mangelte, war die Chancenverwertung.

„Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, eine Reaktion auf das Spiel in Greifswald,“ meinte Linksverteidiger Nico Rieble. Das „hinten die Null“ stand, freute vor allem Markus Kolke. Es war auch sein Verdienst. Der Rostocker Schlussmann bekam zwar nicht sehr viele Bälle auf seinen Kasten. Doch in drei Situationen war er gegen die am Freitag aus dem Trainingslager in Österreich angereisten Niedersachsen gefordert. Der 28-Jährige war zur Stelle, als Marco Stefandl (60.) abzog, beim Weitschuss von Genki Haraguchi (68.) und beim Kopfball von Sebastian Soto (77.).

„Es macht Spaß, wenn man was aufs Tor bekommt. Dann kann man sich auszeichnen“, meinte Kolke, der von einem „ordentlichen Test“ sprach und damit auf einer Wellenlänge mit Trainer Jens Härtel lag. „Wir haben phasenweise unser Spiel durchgedrückt. Man hat gemerkt das wir frischer waren. Wir haben wenig zugelassen. Ich bin zufrieden mit dem Auftritt“, fasste der 50-Jährige zusammen.

Seiner Mannschaft, die sich in Greifswald „ein bisschen dumm angestellt“ hatte, sei „ein bisschen Wiedergutmachung“ gelungen, lobte er. Julian Riedel, der zuvor vom Coach zum Mannschaftskapitän ernannt worden war, meinte: „Das 0:0 tut der Seele gut.“

Es war zu erkennen, dass sich die Hansa-Profis viel vorgenommen hatten. Sie versuchten sich mit kurzen Pässen zu befreien, wenn es mal eng wurde. Beim Spielaufbau wurde nach einem gut posierten und auch anspielbaren Mannschaftskollegen Ausschau gehalten. Dass nicht jeder Pass ankam, verziehen die Fans auf den Rängen.

Das Duell mit den Hannoveranern, das 5600 Zuschauer im Ostseestadion verfolgten, war erst ein paar Minuten im Gange, als Härtel bereits die erste Umstellung vornehmen musste. Nachdem Erik Engelhardt umgeknickt war und ausgewechselt werden musste,, kam Aaron Opoku zum Einsatz. Der vom HSV ausgeliehene Mittelfeldspieler machte seine Sache gut. „Er hat sein Vermögen immer mal aufblitzen lassen. In Bezug auf die Tor-Vorbereitung und den Abschluss haben alle Luft nach oben“, urteilte der Hansa-Coach.

Anerkennende Worte fand Gäste-Trainer Mirko Slomka für die Rostocker: „Ich finde Hansa Rostock hatte Dampf. Sie haben Druck gemacht“, sagte er. Schade nur, dass dabei kein Treffer zustande kam. Die beste Chance im Spiel hatte Korbinian Vollmann, der aber freistehend vergab (29.). „Wichtig ist, dass wir uns die Möglichkeiten erspielen. Korbinian ist in der Lage – das zeigt er auch im Training – aus relativ wenigen Möglichkeiten Tore zu machen. Ihm fehlt noch ein bisschen Frische“, erklärte Härtel.

Es ist davon auszugehen, dass er am kommenden Sonnabend beim Saisonstart gegen Viktoria Köln (Anstoß 14 Uhr) auf den Kern des Teams setzen wird, das gegen Hannover 96 von Beginn an gespielt hat. Nach seiner ersten Elf befragt, blieb der Coach vage: „Es könnte sein, dass es die Mannschaft ist. Aber es muss auch nicht sein.“ Härtel, dafür bekannt, keine Stammplatzgarantien zu vergeben, erklärte, das Training genau verfolgen zu wollen. Mit Routinier Kai Bülow, der am Sonnabend wegen eines Magen-Darm-Infekts fehlte, und Erik Engelhardt könnten dann zwei Startelf-Anwärter wieder einsatzfähig sein.

Christian Lüsch

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