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Hansa-Trainer Härtel: Wir werden alles reinhauen, was wir haben

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17:08 25.06.2020
Jens Härtel, Trainer des FC Hansa Rostock Quelle: Lutz Bongarts
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Rostock

Drei Spieltage vor dem Saisonende in der 3. Liga braucht der FC Hansa Rostock am Sonnabend (14 Uhr) bei den Würzburger Kickers einen Auswärtssieg. Nur so wahren die Rostocker die Chance, im Rennen um den Aufstieg weiter mitspielen zu können. Die OZ sprach mit Hansa-Trainer Jens Härtel.

Wie sehen Sie die Situation des FC Hansa vor dem Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers?

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Wir hätten gern mehr Punkte und wären gern weiter vorn. So ist es jetzt für uns ein Endspiel. Wir müssen gewinnen, weil es sonst schwer sein wird, noch mal in Richtung Tabellenspitze anzugreifen.

Wie wird die Mannschaft ins Spiel gehen?

Unser Maßstab ist die Leistung in der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Kaiserslautern. Wir werden alles investieren, was wir haben, um dieses Spiel zu gewinnen. Denn dann sind wir wieder richtig gut dabei und wollen es auch bleiben. Ich gehe aber nicht davon aus, dass sich die Würzburger ausruhen und mit einem Punkt begnügen werden.

Werden Sie vor dem Spiel – auch unter psychologischen Gesichtspunkten – anders agieren, als es sonst üblich ist?

Das kann schon sein, dass wir hier und da was Besonderes machen. Es wird aber nichts Grundsätzliches sein können. Um ganz große emotionale Geschichten zu machen, ist die Zeit zu knapp und der Takt in den englischen Wochen einfach zu eng.

Mit welchem Gefühl gehen Sie ins Spiel?

Wir wissen, dass wir in der Lage sind, jeden Gegner zu schlagen. Ich hoffe, dass der DFB angesichts dieses entscheidenden Spiels und der Situation bei der Ansetzung des Schiedsrichters Fingerspitzengefühl zeigt und jemanden mit Erfahrung aufstellt.

Wie ist die personelle Situation in Ihrem Team?

Nico Granatowski (Fußprellung/d. Red.) wird auf keinen Fall zur Verfügung stehen. Fraglich ist noch der Einsatz von Aaron Opoku, der einen Schlag aufs Fußgelenk bekommen und noch ein paar Probleme hat. Bei John Verhoek schmerzte nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Spieler die Rippe. Ich hoffe aber sehr, dass er und Opoku so weit gesund sein werden, dass sie mit nach Würzburg fahren können.

Ist für Granatowski die Saison gelaufen?

Ich hoffe nicht. Unsere Physiotherapeuten sind vorsichtig optimistisch. Wir haben ihn noch nicht abgeschrieben.

Es ist das neunte Spiel innerhalb von vier Wochen. Läuft Hansa auf der letzten Rille?

Das denke ich nicht. Wir hatten in den zurückliegenden Spielen zum Schluss immer noch etwas hinzuzusetzen. Die nächsten Spiele werden auch im Kopf entschieden. Wenn der Kopf „Ja“ sagt, kann der Körper mehr leisten, als man sich vorstellen kann.

Worauf wird es noch ankommen?

Wichtig ist, gut ins Spiel zu kommen und die Dinge vor dem Tor besser zu lösen. Das war bei uns der Knackpunkt in den beiden vergangenen Spielen. Wir haben aus gefühlt zehn Chancen nur ein Tor erzielt. Das ist zu wenig.

Sie haben nach dem Re-Start einen klaren Kreis von Spielern aufgeboten. Sind beispielsweise Erik Engelhardt und Nico Rieble in der aktuellen Situation eine Option für den Kader?

Nach dem Spiel gegen Mannheim (0:1) haben wir uns entschieden, auf Spieler zu setzen, die einen gewissen Rhythmus und relativ regelmäßig gespielt haben. Wenn es für uns um nichts mehr gehen sollte, wäre es ein guter Zeitpunkt, Jungs wie Erik Engelhardt oder Oliver Daedlow noch mal Spielzeit zu geben. Bis dahin bleiben wir im Rhythmus der vergangenen Wochen.

In Würzburg sind für Sonnabend 31 Grad vorhergesagt. Ein Problem?

Ich denke nicht. Zum Glück war es bei uns in den vergangenen Tagen auch ein bisschen wärmer und wird es auch bleiben. Dadurch können wir uns den Bedingungen schon ganz gut anpassen. Das war in den vergangenen Wochen bei den Spielen in München und Duisburg anders. Wir wissen, dass es unangenehme Bedingungen geben wird und versuchen, die nötige Frische mitzubringen. Es kommt uns entgegen, dass wir nach dem Spiel gegen Kaiserslautern einen zusätzlichen Tag zur Regeneration und Vorbereitung haben.

Von Christian Lüsch

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