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Fussball regional In Vorpommern-Rügen beginnt die Budenzauber-Saison
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12:50 22.12.2018
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Stralsund/Grimmen/Sassnitz

Die Feldsaison der Fußballer pausiert seit knapp zwei Wochen. Doch Stillhalten werden die Kicker nicht bis zum Rückrundenstart im März. Die Halle lockt. Neben den beiden großen Turnieren des Landekreises – dem Handelshof-Vorpommern-Cup in Grimmen und dem Rügenpokal in Sassnitz – schickt sich mit dem 1. Kleeblatt Sund Gmbh Cup ein neuer Indoor-Wettbewerb an, ein weiteres Hallenspektakel zu präsentieren.

Prohn plant Premiere

„Seit Jahren haben wir immer mal wieder darüber nachgedacht, ein Turnier auszurichten. Doch es hat immer am letzten Push und an Sponsoren gefehlt“, berichtet Tino Dell. Jetzt hat es endlich geklappt. Unter der Federführung des Trainers vom SV Prohner Wiek und weiteren Helfer lädt der Verein zur Premiere des Kleeblatt Sund Gmbh Cups am 29. Januar in die imposante Vogelsanghalle Stralsund.

„Der Plan war, in eine große Halle zu ziehen, um Spielern und Zuschauern ein attraktives Flair zu bieten. Die Vogelsanghalle war da ein Goldgriff. Das geht natürlich nicht ohne Sponsoren“, betont Dell. Auch der für die Hallensaison späte Termin ist bewusst gewählt. Der Prohner Cup soll der Abschluss der Hallenzeit sein, danach beginnt wieder die Vorbereitung auf Rasen.

Acht Teams aus dem Stralsunder Raum sind bei der ersten Auflage dabei. Darunter kommt es zu einem „speziellen Derby“, so Dell, gegen Blau-Weiß Groß Kordshagen. Aufgrund der Nähe beider Orte kennen sich die Spieler trotz Klassenunterschied sehr gut, viele sind Nachbarn. „Wir haben ein hoch interessantes Feld aus der Region zusammen“, freut sich Dell, der als Spieler gar kein Freund von Hallenturnieren war. Seit er ins Traineramt gewechselt ist, hat sich die Einstellung geändert: „Die Halle ist ein toller Ausgleich, das merkt man als Trainer. Es macht einfach Laune und die Spieler haben Bock auf unseren Cup!“

Seit knapp drei Wochen trainieren die Prohner in Schuhen mit flacher Sohle, um bei den vier Turnieren, an denen die Landesklasse-Truppe teilnimmt, „nicht auf die Schnauze zu fliegen“.

Der Pokal ist zurück

Es war der Aufreger bei der vergangenen Auflage des Handelshof-Vorpommern-Cup: Titelverteidiger FC Hansa Rostock U 21 hatte die Trophäe in Rostock verlegt und brachte einen „Aushilfspokal“ aus der eigenen Vereinskneipe mit. Der Cup wurde mittlerweile wiedergefunden. Stephan Rambow vom ausrichtenden Grimmener SV hat den Originalpott gestern morgen aus der Hanse- zurück in die Trebelstadt gebracht. „Da hängt ein emotionaler Wert für mich dran“, meint Organisator Christian Bockhahn. Vor zwölf Jahren hat der stellvertretende GSV-Präsident das Format ins Leben gerufen. Am ersten Januar-Wochenende steigt die nächste Auflage des Herrenturniers, das zu den größten in Vorpommern zählt.

Denn beim Handelshof-Vorpommern-Cup eröffnen am Freitag (4.1.) die Ü-40-Kicker das Turnier, ehe sich der GSV II am Sonnabend mit sieben Teams aus der Region misst und am Sonntag die Grimmener Verbandsliga-Truppe zum Hallentanz bittet. „Ich denke, wir haben in diesem Jahr ein noch attraktiveres Feld am Sonnabend zusammen. Ich rechne an allen Tagen mit einer vollen Halle, weil sich viele Lokalrivalen messen. Zudem haben wir Top-Preise bei der Tombola, wie Störtebeker-Karten, an der jede Zuschauer mit seiner Eintrittskarte automatisch teilnimmt“, meint Bockhahn. Einen klaren Favoriten hat er nicht, sieht aber Tribsees, das schon zwei Mal den Cup der „Ersten“ gewonnen hat, und Trinwillershagen leicht vorn.

Beim Turnier am Sonntag rechnet Bockhahn mit Neuling 1. FC Neubrandenburg und einer „gut ausgebildeten“ Förderkadertruppe. Beide Teams wurden in die Vorrundengruppe des Gastgebers gelost. Der GSV steht also vor einer schweren Aufgabe. „Halle soll hauptsächlich Spaß machen. Aber beim eigenen Turnier will man sich natürlich gut präsentieren“, weiß der Organisator. Beim letzten Mal mal landete der GSV „nur“ auf Rang sechs.

Rügenpokal mit weniger Teilnehmern

Der 9. Sparkassen-Rügenpokal ist auch in diesem Jahr das wichtigste Fußballturnier auf deutschlands größter Insel. Alle Insel-Teams aus dem Ligabetrieb messen sich am ersten Wochenende im Januar in der Sporthalle Dwasieden in Sassnitz und spielen den Titel der besten Hallenmannschaft aus.

Durch die Bildung der Spielgemeinschaften des SV Putbus mit der zweiten Mannschaft des VfL Bergen und der SG Wittow, bestehend aus dem FSV Dranske und dem FSV Altenkirchen, nehmen in diesem Jahr aber weniger Mannschaften an dem Turnier teil. „Wir haben den Teilnehmern drei Vorschläge gemacht, wie man die Ausfälle kompensieren könnte. Es wurde entschieden, dass wir bei den vier Gruppen bleiben und dann nur drei Teams in der Gruppe D spielen“, erklärt Organisator Oliver Begerow von der SG Empor Sassnitz.

Damit ändert sich am Auf- und Abstiegssystem nichts. Weiterhin hat jede Mannschaft die Chance, sich bis in die A-Gruppe zu spielen und damit in den Kampf um den Pokal einzugreifen. Der Gruppensieger steigt auf, der Letzte steigt ab und muss im kommenden Jahr das Feld von weiter hinten aufrollen.

Der Gejagte ist dabei auch in diesem Jahr wieder der VfL Bergen. Fünf mal in Serie holte sich das Landesligateam zuletzt den begehrten Pokal. „Favorit ist klar der VfL, aber Baabe und Garz sind an guten Tagen in der Lage, sie zu ärgern“, sagt Begerow und fügt an: „Mein größter Wunsch ist attraktiver Hallenfußball, auch wenn die richtig guten Hallenkicker immer seltener werden.“

Den Auftakt in das Turnier machen am Samstag (9.30 Uhr) die drei Vereine in der Gruppe D, die zwei mal gegeneinander spielen. Um 13.30 legt die Gruppe C los. Der Sieger qualifiziert sich für die Gruppe B, die am Sonntag um 9 Uhr startet. In der Gruppe A geht es ab 13.30 Uhr dann um den 9. Rügenpokal.

Niklas Kunkel und Horst Schreiber

Der Grimmener SV startet 12. Handelshof-Vorpommern-Cup. Diesmal mit dem Original-Pokal. Zudem finden große Turniere in Stralsund und Sassnitz statt.

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