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Fussball regional Ingo Plewka verlässt den TSV 1860 Stralsund und übernimmt Richtenberg
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Ingo Plewka verlässt den TSV 1860 Stralsund und übernimmt Richtenberg
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15:47 04.06.2019
Ingo Plewka (links) wechselt von TSV 1860 Stralsund II zur SG Empor Richtenberg. Für ihn übernimmt Heiko Gernetzki beim TSV.  Quelle: foto: N. Kunkel
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Stralsund

Trainer Ingo Plewka stand jahrelang an der Seitenlinie der Fußballer in Stralsund. Zunächst beim FC Pommern Stralsund, zuletzt bei der zweiten Mannschaft des TSV 1860. In der kommenden Spielzeit übernimmt er die sportlichen Geschicke beim Landesliga-Aufsteiger SG Empor Richtenberg. Im letzten Spiel als Trainer der „Zweiten“ holte er gegen den Tribseeser SV ein 2:2 – den Abstieg aus der Landesklasse I konnte das nicht mehr verhindern.

„Wir wollten auf keinen Fall verlieren. Der Sieg hat sich nicht ergeben, aber wir wollten uns ordentlich verabschieden. Das ist auch eine Frage der Ehre. Der Punktgewinn ist am Ende in Ordnung“, bilanzierte Plewka. Seine letzte Saison für den TSV lief unglücklich, in der Rückrunde holte er mit seiner Mannschaft magere drei Punkte. „Wir hatten viele Spiele, in denen wir besser waren, aber dämliche Gegentore kassiert haben. Aber bei der Rückrunde hat man es auch nicht verdient, in der Liga zu bleiben“, konstatiert der Übungsleiter.

Die Gründe für das schlechte Spieljahr liegen auf der Hand: „Durch viel Rotation im Männer Bereich und den A-Junioren kamen 67 Spieler in der „Zweiten“ zum Einsatz. Ein Team und eine eingespielte Mannschaft konnten wir nicht werden.“

Spielerisch sah er bei seiner Elf das Potenzial, von der Zusammenarbeit war er aber enttäuscht, an ein richtiges Training war häufig nicht zu denken: „Da waren dann acht Leute und bei vier von denen wusste ich schon, dass sie am Wochenende beim Spiel nicht dabei sind. Früher kam bei den Spielern Fußball nach Familie und Arbeit an dritter Stelle. Heute habe ich eher das Gefühl, dass es an fünfter oder sechster Stelle kommt. Da geht dann immer irgendetwas vor.“

Nach dem Zusammenschluss des FC Pommern und des Stralsunder FC hatte er gehofft, dass sich etwas aufbauen lassen könnte. Schon nach kurzer Zeit habe er sich aber alleingelassen gefühlt. „Hätte Robert Lembke von Richtenberg mich nicht angerufen, hätte ich als Trainer komplett aufgehört. Das letzte Jahr hat wirklich keinen Spaß mehr gemacht und meine Frau hätte sich gefreut, dass ich mehr Zeit habe“, erklärt der 58-Jährige.

Er denkt, dass viele Spieler des TSV 1860 II aufhören werden, oder sich den alten Herren anschließen. Seinem Nachfolger Heiko Gernetzki wünscht für die neue Saison mehr Glück. Dann rücken viele Nachwuchsspieler in den Herrenbereich auf.

Trotz einer wenig erfolgreichen Abschlusssaison blickt er auch auf schöne Jahre in Stralsund zurück. „Die ersten beiden Spielzeiten bei Pommern waren supergeil. Da haben wir auch richtig erfolgreich gespielt. Und auch bei der „Ersten“ hatte ich ein gutes Jahr“, resümiert Plewka, der das Amt in der Verbandsliga von Jens Dowe übernommen hatte.

Schon in drei Wochen soll es mit der SG Empor Richtenberg in die Vorbereitung auf die Landesligasaison losgehen. Beim Staffelsieger der Landesklasse I wünscht er sich andere Bedingungen als zuletzt in der Hansestadt: „Ich hoffe, in Richtenberg auf eine intakte Mannschaft zu treffen, die gefestigt ist. Dazu glaube ich an eine familiärere Atmosphäre, die dafür sorgt, dass es ein festes Team gibt, dass zusammenbleibt.“

Doch auch mit der SGE wird er kommende Saison wohl vorwiegend gegen den Abstieg kämpfen müssen. Vielleicht klappt es ja mit dem Ligaverbleib in Richtenberg – eine Halbserie wie zuletzt darf sich dafür aber nicht wiederholen.

Niklas Kunkel

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