Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Fussball regional Kreispokal NVP-Rügen: Favoriten setzen sich durch
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Kreispokal NVP-Rügen: Favoriten setzen sich durch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:29 18.11.2019
Markus Wollenburg (rechts) vom Tribseeser SV durfte nach einer Ecke völlig frei seinen eigenen Nachschuss einschieben. Quelle: Foto: Niklas Kunkel
Anzeige
Stralsund

Im Kreispokal der Fußballer aus dem Gebiet Nordvorpommern-Rügen stehen die Halbfinalisten fest. Im Topspiel bezwang die SG Empor Sassnitz/1. FC Binz den Kreisoberliga-Konkurrenten SV Niepars deutlich mit 4:0. Auch der SV Traktor Kirchdorf und der Tribseeser SV zogen mit hohen Siegen problemlos in die nächste Runde ein. Das knappste Spiel bestritten die zweite und die dritte Mannschaft des TSV 1860 Stralsund. Mit einem etwas glücklichen 2:1 konnte sich die „Zweite“ aus der Kreisoberliga den Einzug in die nächste Runde sichern.

TribseesMarlow 6:1

Der Tribseeser SV wurde seiner Favoritenrolle gegen die BSG aus Marlow von Beginn an gerecht. Schon in der fünften Minute traf Elias Bielesch zum 1:0, danach folgten knapp 85 weitere Minuten, in denen nur auf ein Tor gespielt wurde. Einziges Manko im Spiel des TSV war die Chancenverwertung. „Wir können oder müssen vielleicht sogar noch mehr Tore schießen. Uns war es aber erstmal wichtig, weiterzukommen“, erklärte TSV-Trainer Karsten Topka.

Bis zur Halbzeit erhöhten Markus Wollenburg (26. Minute) und Sebastian Karg (28.) zum absolut verdienten 3:0-Pausenstand. Die Gäste aus Marlow, die auch in der Kreisoberliga die schlechteste Defensive stellen, wirkten zeitweise abwesend, eine Zuordnung in der Abwehr gab es nicht.

Nach einem schnellen Tor nach der Pause von Dennis Rambow (49.) und dem 5:0 durch Lucas Vinke (58.) nahmen die Gastgeber etwas Tempo raus. Christoph Tews verbuchte für die Gäste, die ab der 83. Minute in Unterzahl spielten, noch den Ehrentreffer. Rambow stellte kurz darauf den alten Abstand wieder her. „Wir haben endlich gezeigt, dass wir Tore schießen können. Da hatte ich in der Saison schon mit etwas mehr gerechnet. Den Schwung müssen wir jetzt mit in die Liga nehmen“, gibt Topka vor.

Die beiden ausbleibenden Partien vor der Winterpause gegen den VfL Bergen II und Marlow will Topka unbedingt gewinnen. „Dann können wir in der Pause Kraft tanken und in der Rückrunde noch einmal versuchen richtig anzugreifen“, gibt Übungsleiter Topka den Plan vor.

Sassnitz/BinzNiepars 4:0

Das Spiel der beiden Top-Teams aus der Kreisoberliga galt bei einigen Fußballern im Vorfeld als vorweggenommenes Finale. Nachdem der SV Niepars in der Vorsaison noch den Titel einfahren konnte, ist diesmal im Viertelfinale Schluss. Die SG Sassnitz/Binz kontrollierte die Partie von Beginn an. Das überfällige 1:0 erzielte Pavlos Stefanidis aber erst in der 42. Minute.

Nach dem Seitenwechsel gelang der SG durch Till Plumpe ein Traumstart (48.). Deutlich wurde es im Anschluss dank sehenswerten Freistößen von Matt-Leno Trams (62.) und Ole Wollschläger (66.), die beide direkt den Weg ins Tor fanden. Auf der anderen Seite konnte sich der SVN über 90 Minuten nicht eine Torchance erspielen.

„Wir überwintern im Pokal und das sehr verdient. Ein Lob an Mannschaft und Trainer für insgesamt erfolgreiche Wochen“, blickte Frank Hannich, Vorstandsvorsitzender von Empor Sassnitz, positiv auf die seit Sommer bestehende Kooperation mit dem 1. FC Binz zurück.

Gingst – Kirchdorf 1:4

Nur eine Halbzeit gestaltete der favorisierte SV Traktor Kirchdorf sein Viertelfinale gegen den Kreisligisten SV Gingst spannend. „Wir waren über das ganze Spiel hinweg spielerisch die bessere Mannschaft und haben uns auch durch den Ausgleichstreffer von Gingst nicht aus unserem Plan bringen lassen. Sehr wichtig war, dass wir vor der Pause noch den 2:1-Führungstreffer gemacht haben und wir dann in der zweiten Spielhälfte den Sack zumachen konnten“, analysierte Traktor-Trainer Sebastian Steinitz.

Auffälligster Spieler in seinen Reihen war Fadel Tamimou, der alle vier Tore für den SVK erzielte. Steinitz hofft auf Losglück und somit Heimrecht im Halbfinale: „Wir sind jetzt erst einmal sehr glücklich, wieder das Halbfinale des Kreispokals erreicht zu haben. Aber wir wissen auch, dass mit Sassnitz zum Beispiel richtig schwere Brocken auf uns zu kommen werden. Ich denke aber, dass wenn wir vor heimischen Publikum spielen und ein gutes Match zeigen, auch die Chance haben, in das Finale einzuziehen.“

Stralsund III – Stralsund II 1:2

Vor dem Spiel kamen die Kicker des TSV 1860 Stralsund zum gemeinsamen Spielerkreis samt Vereinsschlachtruf zusammen, danach schenkten sie sich auf dem Platz nichts. Im internen Duell machte es die „Dritte“ der „Zweiten“ schwerer als gedacht. „Sie haben am Ende mehr gekämpft“, bestätigte Kapitän Raik Ehnert, der sehr erleichtert war, dass seine zweite Mannschaft nicht in die Verlängerung musste.

Dafür sorgten Landesliga-Leihgabe Simon Gurlt, der eine Kombination im Strafraum über die Linie drückte (28.) und Oliver Fröhlich, der freistehend nach Gurlt-Flanke einnetzte (47.). Andrej Gelvik sorgte nach wunderbarem Pass von Philipp Moritz für Spannung (57.).

„Das war ein geiles Spiel, hat Spaß gemacht“, meinte Johann Strubel, Ersatzkapitän der „Dritten“. Enttäuscht war er nur, dass es nicht zum Bruderduell kam. Reserven-Stürmer Frieder war krank. „Schade, wir hatten uns beide mega auf das Spiel gefreut.“ Trostpflaster: Der nächste Testkick im Training kommt bestimmt.

Von Niklas Kunkel,Fiete Ehrhardt und Horst Schreiber

Die Kreisoberligisten nutzen das Pokalwochenende, um ihr Duell vom 13. Spieltag vorzuziehen. Velgast will den Lauf der SGE-Reserve stoppen.

14.11.2019

Die Dreschvitzer Kreisliga-Kicker holen dank des 3:2-Sieges gegen die SG Gustow in der Tabelle auf.

12.11.2019

Die Landesligisten aus dem Nordosten verlieren bei ihren weiten Auswärtsreisen. TSV-Kapitän Steffen Pompe blickt auf die Stralsunder Misere.

11.11.2019