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Fussball regional Landesliga: Sextett ringt um Meisterschaft, zehn Teams bangen vor Abstieg
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Landesliga: Sextett ringt um Meisterschaft, zehn Teams bangen vor Abstieg

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17:25 20.02.2020
Voller Einsatz bei Sebastian Sauer. Am Ende musste er sich mit der SG Empor Richtenberg mit 2:3 gegen SV Waren geschlagen geben. Sebastian Sauer ist einer der Kandidaten, die Thomas Boljahn als Mittelstürmer bei der SG Empor Richtenberg ersetzten können.  Quelle: Horst Schreiber
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Stralsund/Richtenberg

Wenn am Sonnabend in der Fußball-Landesliga Ost der Greifswalder FC II den TSV 1860 Stralsund empfängt, geht es gleich ans Eingemachte. Beide Teams gehören zum Kreis von sechs Mannschaften, die nach der Hinrunde noch realistische Chancen auf die Meisterschaft und den dazugehörigen Aufstieg haben. Während der GFC II gemeinsam mit dem überraschend starken VFC Anklam mit der gleichen Tordifferenz (38:21) auf Rang eins liegt (31 Punkte), sind die Stralsunder (27) Sechster. Mit dem SV Waren (30), dem SV Siedenbollentin (29) und dem FSV Malchin (28) haben noch drei weitere Teams Ambitionen im Hinblick auf Platz eins.

1860: Auftaktniederlage wäre schon jetzt vorentscheidend

Gäste-Trainer Robin Baarhs weiß, dass das Auswärtsspiel beim Tabellenprimus wegweisende Wirkung hat. „Ein Sieg könnte uns natürlich den nötigen Auftrieb für den Rest der Rückrunde geben. Wir sind aber auch nicht naiv und wissen, dass wir es bei einer Niederlage sehr schwer haben werden, noch mal oben anzuklopfen. In dieser engen Liga darf man sich eigentlich keine Patzer erlauben“, schätzt der Übungsleiter ein.

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Die Aufgabe bei den Greifswaldern reizt den Trainer der Sundstädter. „Es wird nicht einfach. Greifswald gehört zu den technisch stärksten Mannschaften der Liga. Aber wir konnten beobachten, dass sie gegen robustere Teams Probleme hatten. Das wollen wir nutzen“, betont Baarhs, der mit seinem Team unter anderem gegen den TSV Graal-Müritz (5:1) und gegen den FC Förderkader (2:1) gute Testspiele absolviert hat. „Vor allem die Partie gegen den Förderkader war gut, weil es auch eine technisch starke Mannschaft ist, die wir mit unseren Mitteln schlagen konnten. Auch gegen Greifswald wird es darum gehen, präsent zu sein, in der Defensive Höchstleistungen zu bringen und schnell umzuschalten“, betont der Stralsunder.

Sollte seine Mannschaft gegen die Greifswalder triumphieren, klopfen sie ganz oben in der Tabelle an. Dort, wo die Stralsunder auch hinwollen. Ob sie dann auch das Aufstiegsrecht wahrnehmen, steht noch aus. „Noch sind wir nicht in der Situation, um darüber zu sprechen und es ist noch kein Thema. Wenn es aufgrund der Tabellensituation so kommen kann, dann werden wir uns hinsetzen und das mit den Spielern und Verantwortlichen besprechen, wie wir uns generell als Verein dann aufstellen wollen“, blickt Baarhs voraus. Gleiches gilt für Gegner Greifswald, der sich einen Aufstieg laut sportlichem Leiter Daniel Gutmann grundsätzlich vorstellen könnte.

Empor: Spielverlegung wegen Platzverhältnisse möglich

Darüber müssen sich die Kicker aus Richtenberg keine Gedanken machen. Die SG Empor steht vier Punkte hinter TSV 1860 auf Rang sieben. Zur Abstiegszone hat der „Anführer der restlichen Liga“zwar genauso viele Punkte Abstand wie zur Tabellenspitze (acht), der Blick der SGE geht wie bei den neun Teams hinter ihnen aber eher nach unten. „Absolut!“, bekräftigt Trainer Robert Lembke und spekuliert: „Ich denke, fünf Siege sind für den Klassenverbleib noch notwendig. Rund 40 Punkte braucht man schon.“

Ob die Richtenberger schon am Sonntag (14 Uhr) gegen den Vorletzten SG Karlsburg/Züssow den nächsten „Dreier“ für das Ziel erringen können, entscheidet sich im Laufe des Tages nach der Platzbegehung. Denn die Bedingungen für den Rasen waren zwar gut, dennoch ist er – wie aktuell – bei Nässe anfällig. Eine Verschiebung des Spiels ist denkbar. „Wir wollen unbedingt spielen. Zum einen freuen wir uns, dass es nach sechs Wochen Vorbereitung wieder losgeht. Zum anderen wird es eng mit Ausweichterminen“, sagt Lembke. „Es wird eine Spitz-auf-Knopf-Entscheidung.“

Für den Übungsleiter gilt es, vor dem Restrundenstart zwei Positionen zu klären. Im Sturmzentrum muss der Langzeitverletzte Thomas Boljahn ersetzt werden. Im Tor hat Neuzugang Sebastian Peter den Konkurrenzkampf mit Ole Piotrowski entfacht. Bei beiden Entscheidungen wollte sich Lembke noch nicht festlegen. „Vorn haben wir gute Optionen und nach dem Fingerbruch von Ersatzmann Marcel Rieck sind wir froh, zwei gute Torhüter zu haben“, äußert Lembke. „Letztlich entscheidet das Leistungsprinzip.“

Von René Warning und Horst Schreiber