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Fussball regional Nachwuchsschiedsrichter aus Bergen übernimmt Verantwortung an der Pfeife
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Nachwuchsschiedsrichter aus Bergen übernimmt Verantwortung an der Pfeife
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15:32 05.03.2019
Dennis Fritzsche hat das Spielgeschehen immer genau im Blick. Der Nachwuchsschiedsrichter pfeift seit einem Jahr im Jugendbereich.  Quelle: Foto: F. Ehrhardt
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Bergen

Aufmerksam steht Dennis Fritzsche am Spielfeldrand beim Futsal Turnier in Göhren. Gegelte Haare, sportlich und fußballbegeistert, wie die meisten Jugendlichen in seinem Alter. Doch der 15-Jährige beherrscht nicht nur den Ball am Fuß, sondern auch den Umgang mit allen erdenklichen Regeln des Fußballs und weiß ganz genau, wann er wie reagieren muss. Seit einem Jahr ist der Schüler Schiedsrichter und pfeift fast jedes Wochenende bei den Nachwuchskickern auf der Insel Rügen. Im Interview spricht der Nachwuchsschiedsrichter über seine Ausbildung und über den Reiz am Pfeifen.

Wie hat für dich der Weg zum Schiedsrichter begonnen?

Dennis Fritzsche: Am Anfang habe ich mir oft Spiele der Profis, wie zum Beispiel in der Bundesliga im Fernsehen angeschaut. Neben den Spielern auf dem Feld habe ich mich dann immer mehr für die Arbeit der Schiedsrichter interessiert, sodass ich beschlossen habe, mich in diese Richtung weiterzubilden.

Musstest du eine Ausbildung machen, um jetzt als Schiedsrichter bei den Spielen dabei zu sein?

Ja, eine Ausbildung ist Pflicht, wenn man öffentlich als Schiri arbeiten möchte. Meine Ausbildung hat insgesamt einen Monat gedauert, wobei ich zweimal in der Woche den Kurs besuchen musste.

In den Stunden wurden wir sehr genau über alle Regeln informiert und haben diese besprochen. Neben dem Unterricht in der Woche mussten wir aber auch zuhause die Regeln lernen um am Ende die Prüfung zu bestehen.

Musste man neben dem Regelprüfung auch einen Sporttest machen?

Neben dem Regelwissen ist natürlich besonders die Ausdauer als Schiedsrichter sehr wichtig. Wir stehen im Spiel die gleiche Zeit wie alle Fußballspieler auf dem Platz und laufen dabei nicht unbedingt weniger Meter.

Um unsere körperliche Fitness zu bestätigen, haben wir einen Sporttest abgelegt, wobei wir für zwei Kilometer maximal zwölf Minuten brauchen durften.

Was macht für dich den Reiz am Schiedsrichter sein aus?

Ich konnte mich durch die Ausbildung sehr im Thema Fußball fortbilden. Da ich auch selber in der B-Jugend der SG Binz / PSV Bergen spiele, weiß ich dadurch auch oft, welche Fehler ich gemacht habe und wie ich die beheben kann.

Ein weiterer Reiz ist natürlich, dass man als Schiedsrichter schnelle und faire Entscheidungen treffen muss und dadurch das Spiel entscheidend beeinflusst. Da hat man eine große Verantwortung.

Bei unklaren oder schwierigen Situationen kommt es oft zu Beschimpfungen gegen den Schiedsrichter. Wie gehst du mit solchen Situationen um?

Man muss sich im Laufe der Zeit schon eine dicke Haut gegen solche Beschimpfungen zulegen, um sie ignorieren zu können und solche Aktionen nicht persönlich zu nehmen. Sollten solche Situationen aber ausarten muss man hart durchgreifen können und den Spieler vom Platz verweisen.

Meckerst du als Fußballspieler auch noch den Schiedsrichter an?

Nein das passiert tatsächlich nicht mehr, seitdem ich die Ausbildung gemacht habe. Ich denke durch meine eigene Erfahrung als Unparteiischer mehr darüber nach, ob es eine richtige Entscheidung war. Außerdem weiß ich natürlich genau, dass ich bei einem Streit mit dem Schiedsrichter den Kürzeren ziehen muss, worüber ich mich dann nicht aufrege.

Wie sehen die Möglichkeiten für den Aufstieg als Unparteiischer aus?

Für uns gibt es natürlich Aufstiegsmöglichkeiten. Allerdings muss man dafür sehr viel Zeit investieren und unter Umständen auch aufhören selber aktiv Fußball zu spielen. Das kann ich mir bisher nicht vorstellen.

Was wünscht du dir als Schiedsrichter für die Zukunft?

Ich möchte auf jeden Fall weiterhin erfolgreich sein und mich auch von Spiel zu Spiel durch neugewonnene Erfahrung immer weiter verbessern. Wichtig ist, dass ich gesund bleibe, um diese schöne Aktivität als Ausgleich neben dem Fußballspielen weiter machen zu können.

Fiete Ehrhardt

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