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Nächstes Achtungszeichen: Seawolves verpflichten asiatischen Top-Guard.

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16:11 24.06.2020
Der iranische Nationalspieler Behnam Yakhchali verstärkt die Rostock Seawolves. Quelle: Fiba
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Rostock

Wenn Dirk Bauermann als ehemaliger Trainer der deutschen und iranischen Nationalmannschaft und mehrfacher Meistertrainer so von einem Neuzugang schwärmt, dann dürfen sich die Fans auf einen echten Transferhammer freuen. Mit Behnam Yakhchali kommt laut dem Seawolves-Coach der „beste Guard Asiens“ an die Ostseeküste. Der iranische Nationalspieler war zuletzt bei Shahrdari Gorgan in seinem Heimatland aktiv und sucht nun erstmals eine Herausforderung in Europa.

Bauermann hält große Stücke auf Yakhchali. „Behnam verfügt über große internationale Erfahrung. Außerdem ist er ein kompletter Spieler, der keine wirklichen Schwächen in seinem Spiel hat. Darüber hinaus arbeitet er immer hart und stellt den Erfolg der Mannschaft über alles. Wir sind sehr froh, dass wir einen Spieler dieser Qualität nach Rostock holen konnten”, erklärt der Chef an der Rostocker Seitenlinie. Beide kennen sich aus der iranischen Nationalmannschaft, bei der Bauermann zwischen 2015 und 2017 Trainer war. Zusammen holten sie sich Bronze und Silber beim Asia Cup.

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Yakhchali startete seine Profikarriere 2011 bei den Jahesh Tarabar Qom, einem Club aus der iranischen Super League. Zwischen 2012 und 2019 lief der 1,92-Meter große Spielmacher für Petrochimi Bandar Imam – der erste Klub im Iran, der eine Jugendakademie aufbaute.

In der vergangenen Saiosn spiel Yakhchali zunächst in der Chinese Basketball Association (CBA) bei den Nanjing Monkeys. Nach seinem Engagement beim Team aus der chinesischen 8,5 Millionen-Einwohner-Stadt wechselte er zurück in den Iran und ging für Shahrdari Gorgan auf Korbjagd.

Nun will der 24-Jährige in der Hansestadt durchstarten und mit seiner starken Wurfquote jenseits der Drei-Punkte-Linie für Furore in der 2. Liga sorgen. Defensiv hält der 1,92 Meter große Spieler mit schneller Bein- und Handarbeit seine Gegenspieler stets unter Kontrolle.

Yakhchali freut sich auf die neuerliche Zusammenarbeit mit Dirk Bauermann. „Er war einer der smartesten Trainer, mit dem ich je zusammengearbeitet habe. Ich habe viel von ihm gelernt. Seine Art zu coachen und auf kleine Details zu achten, gefällt mir. Ich kann es kaum erwarten, die Rostocker Fans kennenzulernen”, blickt der Neu-Hanseat voraus.

Mit seiner Verpflichtung geht unterdessen der Abschied von Martin Bogdanov einher. Nach zwei Jahren muss der Kapitän seine Koffer packen, der Kontrakt wird nicht verlängert. Der damals 25-Jährige wechselte von den Crailsheim Merlins, denen er zum BBL-Aufstieg verhalf, zu den Ostseestädtern. Hier übernahm er unter Coach Milan Škobalj die Rolle des routinierten Point Guards. Im Trikot der Seawolves bestritt der gebürtige Berliner insgesamt 61 Spiele und verzeichnete dabei durchschnittlich 7,6 Punkte bei knapp 22 Spielminuten.

Unter Bauermann, der im Januar das Amt von Skobalj übernahm, kam Bogdanov nicht mehr richtig zum Zug. „Martin Bogdanov war vor allem in seinem ersten Jahr einer der Leistungsträger unserer ersten Spielzeit in der ProA. Allerdings suchen wir ein anderes Profil auf der zweiten Kaderstelle bei den Guards. Daher haben wir uns zu diesem Schritt entschieden. Wir wünschen Martin alles gute für die Zukunft“, bedankt sich der Sportliche Leiter der Seawolves, Jens Hakanowitz.

Bogdanov ist bereits der achte Abgang bei den Seewölfen. Für die neue Spielzeit stehen mit den Neuzugängen Yakhchali und Till Gloger, sowie Power Forward Michael Jost erst drei Spieler unter Vertrag.

Von René Warning

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