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Fussball regional Pokal: Stralsund und Bergen fordern Oberligateams heraus
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Pokal: Stralsund und Bergen fordern Oberligateams heraus
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16:15 08.08.2019
Vor einem Jahr flog der VfL Bergen gegen den 1. FC Neubrandenburg in der ersten Pokalrunde raus. Jetzt kommt Torgelow. Quelle: Foto: Christian KLitz
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Stralsund

Die Gier nach der Pokal-Überraschung beim TSV 1860 Stralsund ist groß. „Das ist das Spiel des Jahres für uns und die Zuschauer. Wir werden alles reinhauen“, verspricht Robin Baarhs. Der Stralsunder Trainer erwartet mit seiner Elf am Sonntag TSG Neustrelitz zur ersten Runde im Lübzer Pils Cup. Landesliga gegen Oberliga – dieses Duell gibt es parallel auch in Bergen. Der VfL empfängt den Torgelower FC Greif und hat damit einen ähnlich harten Pokal-Brocken vor der Brust. Der TFC schaffte es in der vergangen Spielzeit bis ins Finale, unterlag dort dem FC Hansa Rostock mit 1:4.

„Keine Frage, der Oberligist ist Favorit und wird das Spiel dominieren. Wir müssen in der eigenen Hälfte Beton anrühren und unsere Nadelstiche nach vorn eiskalt nutzen“, blickt Baarhs voraus.

Wie man die TSG Neustrelitz als Underdog aus dem Pokal kegelt, hat der FSV Bentwisch im vergangenen Jahr gezeigt. In Runde zwei siegte das damalige Landesklassenteam gegen den Ex-Regionalligisten mit 1:0. „Das ist natürlich ein schönes Vorbild. Gegen so ein Déjà-vu für Neustrelitz hätte ich nichts einzuwenden“, grinst Baarhs und ergänzt: „Aber ich sehe die TSG gefestigter als vor einem Jahr direkt nach ihrem Abstieg.“

Der Übungsleiter hofft nach dem gelungenen Landesliga-Neustart (3:2-Sieg in Neuenkirchen) auf eine gut gefüllte Arena. „Toll, dass wir im Pokal endlich mal ein Heimspiel haben. Die Zuschauer erwartet sicherlich Fußball auf hohem Niveau“, meint Baarhs und blickt dabei vor allem auf den Gäste-Kader. Die TSG reist mit ehemaligen polnischen Zweitliga- und Junioren-Bundesligaspielern an den Sund. Spieler-Co-Trainer Filip Luksik wurde mit Slovan Bratislava sogar schon slowakischer Meister und Pokalsieger und durfte im EM-Qualifikationsspiel für sein Land auflaufen. „Das sind schon ein paar heiße Eisen, die da auf uns zukommen“, freut sich Baarhs.

Auch der VfL Bergen muss sich auf polnische Ex-Profis einstellen. So zeigte sich Top-Torjäger Maciej Ropiejko (u.a. Pogon Stettin) beim 1:1-Oberliga-Auftakt gegen den Greifswalder FC am vergangenen Wochenende schon wieder treffsicher.

Bereits heute Abend will der SV Prohner Wiek das Duell gegen den Malchower SV genießen. „Wir nehmen das Spiel zum Lernen. Schön, dass so ein Gegner zu uns kommt. Wir können uns einiges abgucken“, glaubt Prohns Trainer Tino Dell. Der Oberliga-Absteiger kommt mit neuformierter Truppe und Torgarant Tobias Täge (mehr als 100 Oberliga-Tore). „Ich gehe davon aus, dass die Lawine auch über uns rollen wird“, meint Dell, der sich „so teuer wie möglich verkaufen will.“

Für den Übungsleiter, der vor einem Jahr das Amt von Robin Baarhs an der Seitenlinie beim SVP übernommen hatte, ist das Pokalduell eine Premiere. Erstmals trifft er mit seiner Elf in einem Pflichtspiel auf eine Verbandsliga-Truppe. „Die Aufregung ist ziemlich groß, weil mehr Zuschauer kommen werden. Für den Anlass werden wir einen entsprechenden Rahmen schaffen“, verspricht Dell.

Auf dem Platz liegt der Fokus der Sundkicker natürlich auf der Defensive. „Je länger wir die Null halten, desto nervöser wird der Gegner. Mit uns rechnet keiner und wenn keiner mit einem rechnet, kann es nur gut werden“, deutet Dell an. Sicherheitshalber hat seine Truppe unter der Woche Elfmeterschießen einstudiert. „Aber das hatte eher einen langfristigen Grund“, lacht Dell.

An die „Lotterie vom Punkt“ im Pokal glaubt auch Lars Clauer vom SV Niepars nicht. Der Kreispokalsieger bekommt es mit Lokalrivale SG Reinkenhagen zu tun. „Die Jungs sind motiviert. Sie haben sich dieses Spiel durch den Pokalsieg verdient.“

Der SVN wird das Landesklasse-Team heute Abend in Groß Kordshagen empfangen, da der heimische Rasenplatz noch bis Ende des Jahres gesperrt ist. Ein Nachteil ist das aber nicht. Niepars trainiert regelmäßig auf dem Nachbarplatz. Dennoch: Clauer schiebt die Favoritenrolle zur SGR. „Vom Zettel her wäre es eine Überraschung, wenn wir sie rauskegeln. Aber unschlagbar ist keiner“, formuliert Clauer die Marschroute für alle Pokal-Außenseiter.

Die Landespokalspiele der Region:

SV Prohner Wiek – Malchower SV (Fr., 18.15 Uhr), SV NieparsSG Reinkenhagen (Fr., 18.30 Uhr, Groß Kordshagen), SV Barth – SV Hanse Neubrandenburg, PSV Ribnitz-Damgarten – SG Empor Richtenberg, SV Traktor Pentz – SV Blau-Weiß Baabe (alle Sa., 14 Uhr), TSV 1860 StralsundTSG Neustrelitz, VfL Bergen – Torgelower FC Greif (beide So., 14 Uhr)

Von Horst Schreiber

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