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Premiere im Rügen-Derby: Tebus gegen Tebus

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18:42 12.12.2019
Vor einigen Wochen trugen sich noch das gleiche Trikot, jetzt treten sie gegenander an: Tom (l.) und Tom Tebus (r.).  Quelle: fotos: Robert Matzkows
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Bergen

Vor einigen Wochen kickten sie noch zusammen beim FSV Garz. Nach dem Rückzug der Landesklassen-Truppe spielen die Tebus-Brüder nun als Gastspieler in getrennten Lagern. Tim (22) streift sich aktuell das Trikot des SV Blau-Weiß Baabe über, Tom (25) hält’s mit dem VfL Bergen. Am Sonnabend treffen beide erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Das Rügen-Derby in der Landesliga steht an. „Bruder- und Inselduell – ich habe schon richtig Bock drauf“, sagt Tim.

Die Brüder haben beim TSV Empor Göhren angefangen zu kicken. Als Tom zum FSV Garz wechselte standen sich beide kurzzeitig in einem Freundschaftskick gegenüber. Seitdem spielten sie Seite an Seite. Am Sonnabend stehen sie sich mal wieder gegenüber. Familiäre Sticheleien sind vorprogrammiert. „Wir haben eine Wette für das Derby laufen. Ich muss ein Tor schießen und einen bestimmten Bergener Spieler tunneln. Dann muss Tom einen Döner und ’ne Kiste Bier spendieren“, erzählt Tim lachend.

Einen Waffenstillstand wie bei den Klitschko-Brüdern wird es im Hause Tebus nicht geben. Sollten sich beide Akteure, die eher im Offensivbereich zu finden sind, auf dem Spielfeld begegnen, zieht keiner zwangsweise zurück. Ein Grätsch-Verbot wurde nicht ausgesprochen. „Wir sind im Männerbereich, da muss man auch mal hingehen, wo es wehtut“, sagt Tim. Allerdings hat sich keiner der Brüder überharte Aktionen vorgenommen.

Dass die beiden nun getrennte Wege gehen, hat einen pragmatischen Grund: Tim wohnt auf der Halbinsel Mönchgut, Tom in Bergen. Beide haben nun kurze Wege zum Training und Spiel.

Auch wenn sie nun verschiedene Vereinswappen auf der Brust tragen, die Familienbande und der Rügener Lokalpatriotismus schweißt zusammen. Wenn er nicht gerade gegen den VfL spielt, bangt Tim mit den Bergenern. „Es wäre schon schön, wenn beide Inselteams in der Liga bleiben würden“, begründet der jüngere Tebus, gesteht aber, dass es extra motiviert, den Bruder mit einem Baaber Sieg wieder in den Abstiegskampf hinreißen zu können.

Denn zusätzlich zur Lokalrivalität sorgt der Abstiegskampf für Brisanz. Der VfL steht nur fünf Punkte vor den Blau-Weißen auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Für Bergen eine eher ungewohnte Rolle. Vor einem Jahr stand der Club nach Abschluss der Hinrunde auf Rang fünf. Die Mönchguter dagegen, die aufgrund der ausgefallenen Partie in Siedenbollentin ein Spiel weniger absolviert haben, kennen und können Abstiegskampf, haben mit 14 Zählern exakt so viele Punkte wie vor einem Jahr auf dem Konto. Am Ende reichte es dennoch zum Klassenverbleib.

Den Saisonauftakt zwischen Babe und Bergen (3:1) hat sich Tim übrigens aus neutraler Sicht angeschaut. „Es kommen bestimmt wieder viele Zuschauer zum Derby“, hofft er.

Diesmal stecken er und sein Bruder allerdings mittendrin im Rügener Fußballspektakel. Das Bruder- und Inselduell steigt am Sonntag um 13 Uhr auf dem Kunstrasen am Ernst-Moritz-Arndt-Stadion.

Von Horst Schreiber

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