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Fussball regional Profis von Hansa Rostock sind reif für die Eistonne
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19:29 30.06.2019
Beim 3:2-Sieg gegen Tennis Borussia Berlin traf Erik Engelhardt – hier beim wuchtigen Kopfball – doppelt für den FC Hansa Rostock. Quelle: Fotos (3): Lutz Bongarts
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Rostock

Die sportliche Bewertung der beiden Testspiele des FC Hansa Rostock geriet für Jens Härtel fast zur Nebensache. „Paul Wiese hat sich wahrscheinlich das Schlüsselbein gebrochen. Er wird ein Vierteljahr ausfallen, Bei Nico Neidhart besteht der Verdacht auf eine Bänderverletzung im Fußgelenk“, zog der Trainer des FC Hansa im Anschluss an die beiden Testspiele gegen die VSG Altglienicke und Tennis Borussia Berlin eine bittere Bilanz.

Die Befürchtungen bestätigten sich am Sonntag: Bei weiteren Untersuchungen in Rostock soll in den kommenden Tagen geklärt werden, ob Youngster Wiese operiert werden muss. Neidharts rechtes Sprunggelenk ist lädiert. Auch er muss sich einer näheren Untersuchung unterziehen.

Der Testspieltag sollte ein erster richtiger Härtetest für die Hanseaten werden. Und außer Korbinian Vollmann, der zwar mit der Mannschaft nach Berlin-Adlershof gereist war, aber wegen Oberschenkelproblemen geschont wurde, waren alle Rostocker dabei.

Für die Duelle gegen den Regionalligisten Altglienicke und den Oberligisten TeBe hatte Härtel jeweils elf Spieler aufgeboten. Alle sollten 90 Minuten lang durchspielen. Das ging im ersten Test auch noch auf. Den verloren die Hanseaten zwar gegen Altglienicke, aber alle Profis konnten das Feld gesund verlassen.

Die 0:2-Schlappe schmerzte dennoch. „Wir wollten hier auf gar keinen Fall verlieren. Aber nach 20 Trainingseinheiten haben Lockerheit und Spritzigkeit gefehlt. Die anderen hatten eine abgezockte Truppe. Wenn du gegen die hinten liegst, dann hast du es ganz schwer“, fasste Julian Riedel das Spiel zusammen. Der Drittligist hatte zwar vor 1140 Zuschauern im Fritz-Lesch-Stadion zwei hochkarätige Chancen. Doch Maximilian Ahlschwede scheiterte beide Male an Torhüter Dan Twardzik. (26. und 40 Minute). „Ich hätte beide Treffer machen müssen“, gestand der Rechtsaußen. „Wenn wir in Führung gegangen wären, hätten wir es ganz sicher einfacher gehabt.“ Stattdessen quälten sich die Gäste. Viel passte in dieser Partie bei Hansa noch nicht zusammen.

Die Gastgeber, die seit zehn Tagen wieder im Training sind und mit Christopher Quiring einen Ex-Hanseaten in ihren Reihen hatten, waren gegen müde Rostocker zielstrebiger und treffsicherer.

Härtel wollte mit der Mannschaft, die wenig zustande brachte und viele Fehler im Spielaufbau machte, nicht hart ins Gericht gehen, hob das Positive hervor: „Alle sind ans Limit gegangen. Wille und Einstellung haben gestimmt.“

Das zweite Testspiel war erst ein paar Minuten im Gange, da bekam Nico Neidhart zunächst den Ball an den Kopf. Er taumelte und knickte dann um – nichts ging mehr. Und Härtel hatte nur noch Spieler um sich, die allesamt schon 90 Minuten gespielt hatten – und das bei mehr als 30 Grad im Schatten. Es kam noch schlimmer: Nachdem Paul Wiese von einem Berliner von hinten umgestoßen wurde, fiel er nach vorn und landete auf der Schulter. Physiotherapeut Tobias Hamann und der Trainer eilten auf den Platz. Wiese weinte vor Schmerz, als er vom Platz geführt wurde. Als der Schiri zur Pause pfiff, stand es 1:1.

„Wir hatten zwei Mann weniger auf dem Platz. Da wollte ich helfen“, erzählte Mirnes Pepic, der nach dem Seitenwechsel einsprang und am Ende bei Gluthitze insgesamt 135 Minuten gespielt hatte. „Ich habe mich gut gefühlt, auch wenn ich am Ende nicht mehr jeden Sprint mitgehen konnte“, sagte der 23-Jährige, und war mit dem 3:2-Sieg zufrieden.

Nach der zweiten Vorbereitungswoche und dem Doppeltest in Berlin waren bei den Rostockern alle froh, am Sonntag nicht trainieren zu müssen. „Ich gehe ein, zwei Stunden an den Strand und zwischendurch immer mal wieder fünf, sechs Minuten ins Wasser. Das wird mir gut tun. Ich habe das Gefühl, dass ich eine Ganzkörper-Eistonne gut vertragen kann“, meinte Julian Riedel.

Christian Lüsch

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