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Prohner Wiek überzeugt gegen SG Reinkenhagen

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12:57 24.02.2020
Prohns Hans-Henning Kopmann traf gegen Reinkenhagen doppelt. Quelle: Horst Schreiber
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Grimmen

Mit einem dicken Achtungszeichen meldet sich der SV Prohner Wiek aus der Winterpause und im Abstiegskampf der Landesklasse I zurück. Gegen die SG Reinkenhagen gewann das als Schlusslicht und torungefährlichster Klub zum Ausweichplatz in Grimmen angereiste Team mit 5:2 (2:2). „Die drei Punkte waren Satz. Die hat der Trainer gefordert“, berichtete Torjäger Hans-Henning Kopmann, der mit seinen Mannen lieferte. Dabei fuhr Kopmann mit einem unguten Gefühl zum Restrundenstart.

Das sollte sich zunächst auch bestätigen, denn die SGR ging nach sieben Minuten in Person von Kapitän Andreas Kuhn in Führung. Sein Prohner Pendant antwortete nach einer Viertelstunde mit dem Ausgleich. Nach einer Ecke drehte Willi Gabel sogar das Spiel (36.). Doch auch die Reinkenhagener waren mit einem Standard erfolgreich. Kuhns Freistoß landete leicht abgefälscht zum 2:2 im Prohner Kasten (45.+1.).

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Für das, was nach der Pause passierte, fehlten den SGR-Kapitän allerdings die Worte. „Ich habe keine Erklärung“, zuckte er ob der mutlosen Vorstellung seines Teams die Schultern. „Defensiv katastrophal, kein Biss, nicht bei 100 Prozent.“

So bestimmte Prohn optisch und spielerisch das Geschehen und traf zweimal eiskalt. Erst verwertete Kopmann schnellen Spielzug über links (72.), dann traf er eine Flanke aus dem Halbfeld optimal (79.). „Ich konnte mir im letzten Test noch Selbstvertrauen holen“, grinste Kopmann, der gegen Neuenkirchen/Riems (10:2) noch vier Mal eingenetzt hatte. Gegen Reinkenhagen musste er sich mit zwei Treffern begnügen. Der Schlusspunkt blieb Till Schedlinski vorbehalten, der nach Abschlag seiner Torhüters die Abstimmungsprobleme in der SGR-Defensive ausnutzte (90.+3).

Reinkenhagens Trainer Tim Olbrich, der nach seiner Kreuzband- und Meniskuss-OP einer von drei Langzeitverletzten im Team ist, haderte: „So darf man sich nicht präsentieren. Da kann ich jetzt drei Nächte lang nicht schlafen.“ Die schlaflosen Nächte dürften zwar mittlerweile vorbei sein, die Lage beim Tabellenzwölften bleibt aber prekär.

Von Horst Schreiber