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Reporter aus Hessen beeindruckt von Amateursportlern in MV

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13:33 24.06.2020
GNZ-Redakteur Michael Heil war am nach mehr als 900 Kilometern von Gelnhausen am Ziel in Zingst angekommen.
GNZ-Redakteur Michael Heil war am nach mehr als 900 Kilometern von Gelnhausen am Ziel in Zingst angekommen. Quelle: GNZ
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Zingst

Als Michael Heil auf das Vereinsgelände der TSG Zingst rollte, hatte er mehr als 900 Fahrrad-Kilometer in den Beinen. Der Sportreporter der Gelnhäuser Neuen Zeitung stoppte auf seiner Tour von Südhessen bis an die Ostsee bei zehn Amateur-Fußballklubs aus fünf Bundesländern. Beim MSV Pampow schlief Heil auf einer Iso-Matte im VIP-Raum, scoutete das E-Jugend-Training der SG Warnow Papendorf und begutachtete das erneuerte Vereinsgelände der TSG Zingst. „Jeder Verein, den ich besucht habe, hatte sein ganz eigenes Highlight. Die Verantwortlichen leisten starke ehrenamtliche Arbeit“, schwärmt Heil und bilanziert: „Für mich als Lokalsportler war es wichtig, einmal über den Tellerrand hinauszublicken.“

Normalerweise ist der Main-Kinzig-Kreis nordöstlich von Frankfurt/Main das Sportrevier von Heil. Beim Joggen kam ihm die Idee, die südlichste Zeitung (Gelnhäuser Neue Zeitung) des Madsack-Verlags mit der nördlichsten (Ostsee-Zeitung) per Fahrrad zu „verbinden“. Mit seiner „Tour de Neustart“ wollte der Redakteur den Wiederbeginn nach Corona-Zwangspause im Amateursport begleiten. „Die Vereine habe ich mit dem Finger auf der Landkarte ausgesucht. Ich kannte vorher keinen der Clubs.“

Nach Etappen in Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg stoppte Heil beim Oberligisten MSV Pampow. Den Rand-Schwerinern bescheinigte der Hesse „semi-professionelle Anlagen.“

In Papendorf bei Rostock kickten die kleinsten Fußballer gerade auf dem Rasenplatz, als Heil mit seinem Mountainbike eintraf. Ein gutes Zeichen. „Bei allen Vereinen auf der Tour beschäftige die Verantwortlichen die Frage: ,Wie kriegen wir die Kinder nach der Corona-Pause zurück auf den Platz?‘“, erzählt der GNZ-Reporter. Die Befürchtungen, dass die Nachwuchssportler während der Zwangspause merken, dass es auch ohne Sport geht, scheinen bundesweit dieselben zu sein.

„Die Menschen vor Ort haben ihre kleinen Vereine mit viel Aufwand, unzähligen Sitzungen und Gesprächen durch die Corona-Krise geführt. Ich habe durchweg dankbare Eltern und leuchtende Kinderaugen beim Training gesehen“, meint Heil.

An seinem Zielort Zingst erzählte ihm TSG-Vorstand Olaf Moritz vom Vereinsgelände, das als Immobilien-Spekulationsobjekt gehandelt worden war und derzeit von den Mitgliedern auf Vordermann gebracht wird, und von der starken Jugendarbeit, die internationale Turniererfolge und mit Kimberly Nicklaus eine Nachwuchs-Bundesliga-Spielerin hervorgebracht hat.

Heil spricht beeindruckt über die vielen Geschichten, die er erzählt bekommen hat und schreibt sie auf. So gibt der Reporter Amateurvereinen aus der halben Republik eine Stimme.

Von Horst Schreiber