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Fussball regional Revanche geglückt – SSC Palmberg Schwerin bejubelt nächsten Heimsieg
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Revanche geglückt – SSC Palmberg Schwerin bejubelt nächsten Heimsieg
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22:28 19.02.2019
Die Schwerinerin Kimberly Drewniok bei einem Angriffsschlag im Spiel gegen Lodz. Die Polinnen Aleksandra Wojcik (l.) und Klaudia Alagierska versuchen zu blocken.
Die Schwerinerin Kimberly Drewniok bei einem Angriffsschlag im Spiel gegen Lodz. Die Polinnen Aleksandra Wojcik (l.) und Klaudia Alagierska versuchen zu blocken. Quelle: FOTO: DIETMAR ALBRECHT
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Schwerin

Ins Spiel gekämpft, sich gesteigert und am Ende überragend gewonnen: Die Volleyballerinnen vom SSC Palmberg Schwerin haben ihr Heimspiel in der Champions League gegen LKS Commercecon Lodz mit 3:1 (23:25; 25:21; 25:18; 25:17) für sich entschieden und Revanche für die 1:3-Auswärtsniederlage gegen die Polinnen genommnen.

„Ich bin stolz, dass sich meine Mannschaft nach den etwas stockendem Beginn gesteigert und die weiße Heimweste behalten hat“, lobte SSC-Trainer Felix Koslowski seine Spielerinnen.

Die Stimmung in der mit 1800 Zuschauern ausverkauften Palmberg-Arena war spitzenmäßig. Die erste Kraftprobe entschieden die Gastgeber schon vor Spielbeginn: Als die rund 120 zumeist männlichen polnischen Fans, die die knapp 700 Kilometer von Lodz nach Schwerin in mehreren Reisebussen zurückgelegt hatten, eine Hymne auf ihr Team anstimmten, übertönten die SSC-Getreuen den Gesang. „Ich habe selten Gänsehaut. Heute hatte ich eine“, meinte SSC-Kapitänin Jennifer Geerties. Der deutsche Meister begann gut. Nach dem ersten langen Ballwechsel schmetterte Geerties den Ball ins gegnerische Feld. Mit einem Ass legte Tessa Polder nach, bevor der SSC nach einem Fehler der Polinnen auf 8:5 absetzte. Doch im fünften von sechs Champions-League-Duellen konnte die Mannschaft von Trainer Koslowski diesen guten Rhythmus nicht halten. Die Fehlerquote stieg und der Vizemeister aus dem Nachbarland nutzte dies. Zwar kämpften sich die Blau-Gelben zurück und lagen mit 20:18 abermals vorn. Zum ersten Satzgewinn reichte es aber dennoch nicht. „Wir haben ein bisschen gebraucht, aber alle haben sich reingehauen und das gemeinsam gedreht“, meinte die Kapitänin.

Der zweite Satz war nicht minder umkämpft. Bis zum 13:13 waren beide Teams ebenbürtig, ehe Geerties mit einem Ass abermals auftrumpfte und Kimberly Drewniok zwei starke Angriffe mit Punkten krönte. Beim 17:13 lagen die Gastgeberinnen erstmals mit vier Punkten vorn. In der Folge ließen sie Lodz nicht mehr vorbeiziehen. Als die US-Amerikanerin Lauren Barfield den Punkt zum 25:21-Satzgewinn machte, war der Jubel grenzenlos.

Es war schon beeindruckend, wie die Schweriner Schmetterlinge nach diesem Erfolgserlebnis auflebten. Konzentriert und mit großartigem Einsatz erkämpfte der SSC Palmberg Punkt um Punkt und geriet in einen Rausch. Starke Angriffsschläge und perfekte Blockabwehr brachten den Gegner an den Rand der Verzweiflung. Der Schweriner Express hatte endlich Fahrt aufgenommen: Der dritte Durchgang – eine Demonstration Schweriner Stärke. Dagegen fand Lodz keine Mittel mehr.

Am kommenden Sonntag kann der SSC nach dem Supercup den zweiten Titel der Saison gewinnen: Im Pokalfinale geht es in Mannheim gegen Bundesliga-Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart. Am Dienstag steigt in Schwerin das nächste Heimspiel in der Königsklasse. Das Duell mit dem Spitzenreiter der Gruppe D, den Italienerinnen aus Scandicci. Auch wenn die Aussichten auf das Erreichen des Champions-League-Viertelfinals minimal sind: „Wir wollen unsere beste Leistung zeigen und auch dieses Heimspiel gewinnen“, meinte Koslowski.

Christian Lüsch und Horst Schreiber