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Fussball regional VfL Bergen ringt Blau-Weiß Baabe im Rügenderby nieder
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Rügenderby: VfL Bergen schlägt BW Baabe 2:0

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17:32 25.10.2020
Matthias Sandhop (l.) vom VfL Bergen arbeite im Derby gegen Blau-Weiß Baabe viel und sorgte mit seinem 1:0 für die Wende in der Partie.  Quelle: E-Mail-OZ-Lokalsport-RUG
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Baabe

Die Kräfteverhältnisse der Landesliga-Fußballer auf der Insel Rügen sind vorerst klargestellt. Der VfL Bergen besiegte in einem umkämpften Spiel Blau-Weiß Baabe mit 2:0 und sicherte sich nicht nur die Vorherrschaft auf der Insel, sondern auch ein kleines Polster im Kampf gegen den Abstieg.

Einen starken Auftritt zeigte vor allem Derby-Neuling David Hausen. Der Linksfuß, der vor der Saison zum VfL wechselte, wirbelte auf beiden Flügelseiten immer wieder die gegnerischen Reihen durcheinander. Mit seinem Traumtor zum 2:0 sorgte er zudem für den Endstand. „Ich hatte vorher keine wirkliche Vorstellung, wie das Derby hier auf Rügen sein könnte. Das ist bei mir in eigentlich fast allen Spielen in der Liga so. Das ist eigentlich ganz gut, weil ich dann frei spielen kann“, erklärt Hausen, der in der Vorsaison noch für Hilalspor in der Berlin-Liga kickte.

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Auf dem Feld bot sich zunächst das gewohnte Geschehen bei den Insel-Derbys. Die Blau-Weißen standen tief und versuchten Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Die Hoffnung lag auf dem einen langen Ball, der durchrutschen sollte. Der VfL Bergen schaffte es dabei nicht, gegen die defensive Ausrichtung des Gegners eine Lösung zu finden. Statt selber das Tempo zu bestimmen, glichen sie sich an das der Baaber an. Die einzige gute Chance im ersten Durchgang hatte so Kevin Latzel, dessen Schlenzer vom Strafraumeck Nico Offermann im Tor der Gastgeber parieren konnte. „Wir haben uns schwer getan selber das Spiel zu machen. Wir sind sonst eher darauf aus auf Pressing und Konter zu spielen und den Gegner das Spiel machen zu lassen“, begründete Hausen die Probleme.

In der Halbzeit schien VfL-Trainer Martin Handschug die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Gäste kamen mit einer anderen Aufstellung zurück auf den Platz. Es dauerte nur zwei Minuten, bis Kevin Latzel sich mit einer starken Einzelaktion auf der linken Seite durchsetzte und den Ball in die Mitte auf Matthias Sandhop schob, der am kurzen Pfosten nur noch zum 1:0 einschieben musste. „Ja Mann!“, platzte es beim Jubeln mit erhobener Faust aus dem Torschützen lautstark heraus. „Das Tor war wichtig für uns. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, weil wir mehr Fußball gespielt haben und wir haben das Spiel kontrolliert“, sagt Hausen, der in der B-Junioren Bundesliga bei Hertha BSC kickte.

In der 64. Minute belohnte sich Hausen für seine starke Leistung mit einem Treffer der Marke Traumtor. Gut 20 Meter vor dem Tor am linken Strafraumeck nahm er erst mit einer Körpertäuschung seinen Gegner aus dem Spiel und versenkte den Ball dann mit links im rechten oberen Winkel – unhaltbar für Offermann. Danach war die Luft bei den Gastgebern raus und die langen Bälle fanden nur selten einen Abnehmer, Torgefahr gab es nur durch einen Freistoß, den VfL-Keeper Knappe sich im Nachfassen sicherte.

Während Baabe punktlos weiter auf dem letzten Platz der Landesliga Ost steht, haben die Bergener bereits ihren dritten Sieg eingefahren und stehen auf dem Fünften Platz. Dabei haben sie aber als einziges Team bereits sieben Spiele absolviert. „Wir müssen alles geben und wissen, dass es schwer wird in der Liga nach oben zu rücken. Wir wollen aber so viele Punkte wie möglich holen, um so schnell wie möglich nicht mehr da unten im Abstiegskampf zu stehen“, gibt Hausen das Ziel für die kommenden Wochen vor.

Von Niklas Kunkel