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Fussball regional SF Aligse dreht gegen Stralsunder Wildcats auf
Sportbuzzer Fußball Fussball regional SF Aligse dreht gegen Stralsunder Wildcats auf
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16:57 08.04.2019
Laura Kurtze rettet am Boden, Teamkollegin Sabrina Dommaschke schaut gebannt. Quelle: Winfried Degner
Lehrte/Stralsund

Die Enttäuschung bei den Stralsunder Wildcats über die 0:3-Pleite bei den Sportfreunden Aligse am Sonntagabend war riesig. Durch die Niederlage beim abstiegsgefährdeten Verein aus Lehrte brachten sich die Volleyballerinnen vom Sund um das Fernduell um Platz 4 am letzten Spieltag mit dem VfL Oythe. „Das ist total ärgerlich, dass wir kein Endspiel mehr haben. Das hat man auch den Spielerinnen angesehen, die mit hängenden Köpfen die Halle verließen“, bestätigte Trainer André Thiel.

Ebenso groß wie der Ärger über die erste Niederlage in der 2. Bundesliga seit zwei Monaten war die Anerkennung für die gegnerische Leistung. „Kompliment an Aligse. Sie haben ordentlich Druck gemacht und sich immer gut befreit, wenn wir am Drücker waren“, lobte Thiel.

Die SF Aligse, die unbedingt punkten mussten, um erstmals seit November wieder auf einem Nichtabstiegsplatz zu springen, begannen die Partie entsprechend leidenschaftlich. Beim 1:6 gegen Stralsund im ersten Durchgang musste Thiel die erste Auszeit nehmen, um sein Team wach zu rütteln. Das wirkte kurz. Die Wildcats kämpfen sich wieder ran (10:10), doch starke Aufschläge entschieden den Satz früh für Aligse (18:12, 25:17). „Wir hatten Probleme in unserer Annahme und dadurch nicht zu unserem Spiel gefunden. Wir haben einfach immer ein, zwei Punkte zu lange gebraucht, um unser Spiel gut aufzuziehen“, analysierte der Stralsunder Coach.

Nach dem Seitenwechsel lief es zunächst besser. Die Wildcats waren drauf und dran, den Satzausgleich zu besorgen (11:6, 14:9), doch Aligse drehte den Satz noch (23:22, 25:23). Die Nervenstärke, die die Wildcats in der Rückrunde in den Crunchtimes auszeichneten, besaßen diesmal die „Gallier“ aus Aligse. „Das hat das Gefühl widergespiegelt, dass auch die deutlicheren Führungen uns an diesem Tag keine Sicherheit gegeben haben“, meinte Thiel. „Aligse hat unsere guten Phasen immer wieder schnell unterbunden.“

Auch im dritten Satz war der Aufsteiger in der finalen Phase das bessere Team. Zunächst drehten die Wildcats einen Rückstand (10:14) in eine zarte Führung (19:18), doch am Ende jubelten die Gastgeberinnen (25:23). Trotz des überraschend deutlichen Endergebnisses, will der Stralsunder Trainer nichts von falscher Einstellung am Saisonende wissen.

„Null komma null Vorwurf an irgendeine Spielerin – alle haben 100 Prozent gegeben. Wir haben meiner Meinung nach ziemlich gut verteidigt. Nur im Angriff und Aufschlag haben wir nicht die gewohnte Wirkung erzielt. Da hat uns ein bisschen die Cleverness gefehlt.“

Durch das Ergebnis in Lehrte war am Sonntag auch klar: Das VT Hamburg muss den Gang in die 3. Liga antreten. Die Hanseaten (12./23 Punkte) haben vier Zähler Rückstand auf Aligse (10./27) und somit im abschließenden Duell gegen BBSC Berlin (11./24) keine Chance mehr auf den Klassenverbleib. Auf den hoffen die Berlinerinnen aber noch. Dazu dürfen sie gegen Hamburg maximal einen Satz abgeben und Aligse parallel bei Meister Borken nicht punkten.

Die Wildcats müssen nach dem geplatzten Traum von Rang 4 nun am kommenden Sonnabend gegen RPB Berlin Platz 5 sichern. SCU Emlichheim könnte Stralsund noch über- und damit das Szenario der vergangenen Spielzeit wiederholen. Vor knapp einem Jahr wurden die Wildcats am letzten Spieltag noch vom SCU und Dingden abgefangen, rutschten von der Vier auf die Sechs.

Das will André Thiel diesmal verhindern. „Platz 5 oder 6 finde ich überhaupt nicht egal“, hebt er die Bedeutung des Saisonfinals hervor und ergänzt: „Wir werden sicher auch einige Abschiede am Sonnabend haben und verdiente Menschen auszeichnen. Es gibt also genug Gründe, für einen positiven Abschluss zu kämpfen.“

Horst Schreiber

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