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Fussball regional „Wir waren erfolgreich und haben gelernt“
Sportbuzzer Fußball Fussball regional „Wir waren erfolgreich und haben gelernt“
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17:41 14.05.2019
Konnte in der Volleyball-Saison meistens jubeln: SSC-Cheftrainer Felix Koslowski. Quelle: Jens Büttner/dpa
Schwerin

Wie schwer trifft der Abgang von Jennifer Geerties den SSC und wie ist er zu kompensieren?

Das unsere Kapitänin geht, ist ein schwerer Verlust. Denn sie ist eine absolute Führungspersönlichkeit, anerkanntes Teammitglied und Leistungsträgerin. Jenny gehört auf der Welt zu den fünf, sechs besten Spielerinnen. Mit Greta Szakmáry haben wir eine Spielerin im Team, die die Lücke schließen soll. Sie wird mehr Spielanteile und mehr Verantwortung bekommen. Ich setze großes Vertrauen in sie. Außerdem wollen wir mit Romy Jatzko von VCO Berlin eine junge deutsche Spielerin für die Position verpflichten.

Wie lange wussten Sie, dass Geerties sich mit dem Gedanken trägt, ihren Vertrag aufzulösen?

Seit April. Sie ist damit sehr professionell umgegangen, hat mir gegenüber mit offenen Karten gespielt und der Mannschaft am Montag nach dem Finale ihre Entscheidung verkündet. Bei allem Bedauern habe ich auch Verständnis dafür, dass sie eine neue Herausforderung im Ausland sucht. Sie kann dort ein Vielfaches von dem verdienen, was wir ihr bieten konnten.

Die Traum vom dritten Meistertitel in Folge ist in Stuttgart geplatzt. Wie hart ist das für Sie, und haben Sie das schon verarbeitet?

Diese Niederlage war brutal für alle. Ich habe auf der Rückfahrt von Stuttgart acht Stunden im Bus gesessen und mir meine Gedanken gemacht.

Gibt es einen Moment in der Finalserie, an dem Sie das Scheitern festmachen können?

Es gibt mehrere, nicht nur in den Finalspielen. Ich denke zum Bespiel an das Heimspiel im Dezember, das wir 1:3 verloren haben. An das Vorrunden-Spiel in Stuttgart, in dem wir gewonnen, aber nur einen Punkt mitgenommen haben. Am Ende lag Stuttgart nach der Vorrunde vorn und hatte in der Finalserie ein Heimspiel mehr. Das dritte Spiel hätten wir nicht verlieren müssen. Das alles war ausschlaggebend.

Hadern Sie damit?

Natürlich, denn das i-Tüpfelchen, mit dem wir diese tolle Saison mit Champions-League-Teilnahme, Supercupgewinn und Pokalsieg, fehlt uns am Ende. Alle waren am Sonntag tot traurig. Ich habe nach dem Spiel in der Kabine versucht, alle wieder aufzubauen. Denn der Moment der Niederlage ist Motivation für uns, es in der nächsten Saison besser zu machen. Und zwar mit einem möglichen Entscheidungsspiel, das wir in Schwerin austragen. Wir haben in dieser Saison wieder viel gelernt.

Stuttgart hat aufgeholt und die Schweriner Dominanz gebrochen. Was muss der SSC tun, um das Kräfteverhältnis wieder zu seinen Gunsren zu verschieben?

Einfach kontinuierlich weitermachen. Wir haben es hinbekommen, bis auf Jennifer Geerties alle Leistungsträgerinnen für die kommende Saison zu halten. Es gab einige, die 250 000 Euro Jahresgehalt ausgeschlagen haben, weil sie beim SSC bleiben und sich bei uns weiterentwickeln wollen. Der personelle Umbruch in Stuttgart wird deutlich größer sein.

Wird der SSC als Vizemeister nächste Saison in der Champions League spielen?

Ich hoffe es, aber es ist nicht sicher. Aktuell laufen darüber Gespräche mit dem europäischen Verband. Die deutschen Klubs, auch wir selbst, sind mit schuld nicht zwei Plätze sicher zu haben. Es gab Jahre, da haben wir unser Startrecht nicht genutzt. Ich hoffe, das rächt sich nicht.

Die Etats einiger Frauen-Volleyballvereine sind höher als im Frauen- Fußball und -Handball. Spüren Sie den Aufwärtstrend, und wird er weiteregehen?

Frauen-Volleyball boomt. Das zeigt die deutlich gewachsene TV-Präsenz. Die Deutsche Bahn AG hat uns als Partner einer Image-Kampagne ausgewählt. Das wird den SSC und unseren Sport ganz sicher noch weiter nach vorn bringen.

Die Bundesliga-Saison war lang. Ist jetzt Pause?

Eigentlich müsste ich längst bei der Nationalmannschaft sein, die in Montreux Länderspiele bestreitet und ab kommender Woche in der Nations League auf Welttournee geht – Polen, USA, China, Deutschland. Bis   mindestens   Ende  Juni bin ich mit dem Team, zu dem sechs Schwerinerinnen gehören, unterwegs.

Christian Lüsch

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