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Fussball regional „Stopper“ und Trainer sind beim SV Gransebieth nicht wegzudenken
Sportbuzzer Fußball Fussball regional „Stopper“ und Trainer sind beim SV Gransebieth nicht wegzudenken
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17:51 14.07.2019
Olaf Bielesch (l.) und Ralf Schade (r.) wurden von Reinhard Grambow mit der Ehrennadel des Fußballverbands Nordvorpommern-Rügen geehrt. Quelle: foto: Horst Schreiber
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Gransebieth

Olaf ist ein erfahrener Stopper“, erklärt Ralf Schade (51), Trainer des SV Gransebieth, die Position seines Routiniers Olaf Bielesch (56). Nicht nur die Bezeichnung für defensive Aufgabe Bieleschs trieft nur so vor Tradition. Umkleide, Platz, Trainerbänke und Personal haben die Anfänge und wechselvollen Jahre beim Dorfverein miterlebt. Zusammen sind Schade und Bielesch seit rund 50 Jahren beim SV 1950 in verschiedensten Position aktiv.

Der Trainer war bis vergangenen Sommer Spieler. „Ich habe gesagt, jetzt will ich nicht mal mehr als Notnagel auf den Platz“, versichert Schade. Darum ist er „nur noch“ Abteilungsleiter Fußball und stellvertretender Vorsitzender im Verein. Kollege Bielesch kümmert sich seit dem 23. Lebensjahr um die Finanzen im Team. „Die Zahlungsmoral hat sich mittlerweile gebessert“, meint das Bielesch.

Für die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit wurden beide am Sonnabend mit der Ehrennadel des Fußballverbands Nordvorpommern-Rügen ausgezeichnet. Ehrenamtsbeauftragter Reinhard Grambow übernahm die Verleihung im Rahmen des 1. M+S Gruppe Cups, bei dem fünft Teams aus der Region teilnahmen, auf dem Gransebiether Sportplatz.

In den Jahrzehnten auf den Plätzen zwischen Tribsees und Grimmen haben Schade und Bielesch einige Umzüge mitgemacht. Durch Vereinsauflösungen, -neugründungen und Platzräumungen in Gransebieth und Grammendorf wechselten nicht nur die Spieler, sondern auch ganze Torstangen immer wieder die Dörfer. Die Originaltore vom letzten Umzug aus Grammendorf nach Gransebieth stehen immer noch auf dem mittlerweile verwaisten „Hauptplatz“.

Sportliche Höhepunkte für beide: Als sich der Dorfverein in der vierthöchsten Spielklasse der DDR halten konnte. Nach der Wende ging es dem mit dem Kreispokalsieg Mitte der 1990er im Rücken in die Aufstiegsspiele gegen Bad Sülze. „Das Hinspiel hatten wir mit 4:5 verloren, zuhause vor 150 Zuschauern aber mit 2:0 gewonnen. Da war richtig was los!“, erinnert sich Bielesch.

Davon ist die Mannschaft heute weit entfernt. Die abgelaufene Spielzeit beendete die Elf auf dem letzten Tabellenplatz der untersten Liga. Oft fehlten Trainer Schade Alternativen an der Seite von Bielesch. „Uns fehlen Spieler! Jeder kann gern vorbeikommen“, bekräftigt der Trainer. „Finanziell geht’s uns gut. Wir können uns dank unserer Sponsoren jetzt neue Trikots anschaffen.“

Lichtblicke sind drei Jungspunde, die im Laufe der kommenden Saison 17 Jahre alt werden und dann mit Sonderspielgenehmigung für den SVG auflaufen. Dann will der SV 1950 nicht noch einmal Letzter werden.

Für dieses Vorhaben wird Trainer Schade auch künftig nicht auf seinen „Stopper“ verzichten können. „Solange wie der Trainer mich aufstellt, spiele ich“, zeigt sich Bielesch bereit.

Und weil beide nicht genug vom Kicken bekommen können, schnüren sie zusätzlich ihre Töppen bei Turnieren für „Grammendorf Tradition“ und Bielesch für die Alten Herren in Tribsees.

Horst Schreiber

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