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Fussball regional Stralsunder HV dreht im Spitzenspiel erst spät auf.
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13:59 28.10.2019
SHV-Torhüter Tobias Malitz gelangen in Unterzahl zwei wichtige Paraden. Für Trainer Fischer der Knackpunkt im Spiel.   Quelle: foto: Soeren Carl
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Stralsund

Etwa 50 Minuten war das Spitzenspiel in der Oberliga Ostsee-Spree zwischen dem zuvor Tabellenzweiten, Ludwigsfelder HC, und dem neuen Zweiten, Stralsunder HV, ausgeglichen. Dann drehten die Handballer vom Sund auf und gewannen das wichtige Auswärtsspiel mit 25:21. „Das ganze Spiel war irgendwie ein Spiegelbild vom Vorjahr. Wir standen gut in der Abwehr und Tobias Malitz hat da hinten gut gehalten, aber vorne haben wir zu viel verworfen. Gegen Florian Berndt treffen meine Spieler irgendwie nicht“, beschreibt SHV-Trainer Steffen Fischer die Anfangsphase.

Es entwickelte sich von Beginn an das erwartet knappe Spitzenspiel. Bis zur Pause konnte sich kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen, in die Kabine ging der SHV sogar mit einem 11:12-Rückstand. Da saß Jakub Vanek nach einer roten Karte (24. Minute) bereits auf der Tribüne – Kay Landwehrs übernahm für ihn am Kreis. „Das hat er vor allem in der Deckung gut gemacht. Im Angriff hat er es als ungelernter Kreisläufer aber natürlich schwer“, so Fischer. An der unübersichtlichen Aktion zur roten Karten waren mehrere Spieler beteiligt, aber erneut traf es Vanek, der damit bereits seinen dritten Platzverweis in der laufenden Saison hinnehmen musste.

Erst beim 14:14 (37.) durch Florian Zemlin konnten die Stralsunder den Rückstand wieder ausgleichen. Kurz darauf kam aus Fischers Sicht der Knackpunkt im Spiel: In Unterzahl parierte Malitz zweimal direkt hintereinander und vorne traf erneut Zemlin zur Führung (17:16). „Das war wichtig für den Kopf. Die gehen mit dem Vorteil der Überzahl in die entscheidende Phase, aber wir gehen in Führung. Dann waren wir im Vorteil“, erklärt Fischer. Bis zum 19:19 blieb Ludwigsfelde dran, dann entschied der SHV durch schnelle Tore das Spiel und zog auf 25:20 davon. Das letzte Tor von Fabian Schütze war dann nur noch Ergebniskosmetik. „Die gute Abwehr war bei uns das A und O und die Grundlage zum Sieg. Aber wir kommen vorne in gute Situationen, die wir nicht nutzen. Das kann nicht sein und daran müssen wir arbeiten“, kritisierte der Übungsleiter trotz des am Ende recht deutlichen Sieges.

SHV: Malitz, Groth – Schmidt 1, Tippelt 3, Landwehrs 1, Brandt 7, Vanek 2, Hinz 4/1, Zemlin 2, Trupp 5/1, Ehlers.Siebenmeter: SHV 2/5, LHC 0.Strafminuten: SHV 6 / LHC 0.Rote Karte: Jakub Vanek (24.).

Von Niklas Kunkel

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