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Fussball regional Stralsunder Wildcats kämpfen sich in den DVV-Pokal
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16:59 28.10.2019
Mittelblockerin Dana Polenz (M.) schreit die Freude über den Last-Minute-Sieg raus. Mit 3:2 gewannen die Wildcats in Berlin. Quelle: fotos (3): FarbSpielFotografie
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Stralsund

Spannender hätten die Wildcats ihren sechsten Einzug ins Hauptfeld des DVV-Pokals kaum machen können. Beim Ligakonkurrenten BBSC Berlin setzten sich die Zweitliga-Volleyballerinnen erst in der Verlängerung des Tie-Breaks mit 3:2 (24:26, 25:15, 23:25, 25:22, 16:14) durch. „Berlin ist eine super Mannschaft, die einem ihr Spiel aufdrücken kann. Ich hätte mir gewünscht, dass wir damit in einigen Situationen cooler umgehen. Aber ein großes Lob an alle Beteiligten, der große Kader hat sich bezahlt gemacht – jede Spielerin hatte ihren Anteil“, freut sich Wildcats-Trainer André Thiel.

Als Belohnung für den hart erkämpften Sieg kommen am Sonnabend (17 Uhr) im Achtelfinale die Ladies in Black Aachen aus der ersten Bundesliga in die Diesterweghalle. „Es ist super, dass wir das wieder geschafft haben. Wenn wir in der Qualifikation antreten haben wir es auch geschafft, aber in Berlin muss man erstmal gewinnen“, so Thiel.

Anfangsphasen gehören den Berlinerinnen

Bis die Wildcats sich auf den namhaften Gegner freuen durften, dauerte es aber über zwei Stunden Spielzeit gegen starke Gegnerinnen vom BBSC. Fast in jedem Satz liefen die Stralsunderinnen einem Rückstand hinterher, in der entscheidenden Phase drehten sie aber auf. Im ersten Satz kam die Aufholjagd nach einem 18:23-Rückstand zu spät. Mit 24:26 ging der Satz an die Gastgeberinnen. Im zweiten Durchgang spielte es die Thiel-Truppe dann konstanter und sicherte sich den ungefährdet den Satz (25:15). „Unsere Offensivtaktik ging gut auf und auch die Aufschläge haben die Gegnerinnen unter Druck gesetzt, die konnten sich aber immer wieder befreien“, erklärt Thiel, dessen Mannschaft die Aufholjagd im dritten Satz wieder zu spät startete und ihn mit 23:25 abgeben musste. Nach einem starken vierten Satz (25:22) ging es in den entscheidenden Tie-Break.

Entscheidungssatz schien schon fast verloren

Der Verlauf aus den vorherigen Durchgängen wiederholte sich. Mit 4:9 lagen die Wildcats zurück und sahen ihre Chance auf das Saisonhighlight davonschwimmen. „Das ist schon ein ganz schöner Rückstand. Aber in der Crunchtime waren wir überragend, das zeugt vom Willen der Mannschaft, den ich den Gegnerinnen aber sicher nicht absprechen möchte“, sagt Thiel.

Mit einem 10:3-Lauf holte sich das Team um Anne Krohn, die zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, zwei Matchbälle. „Auch da machen wir das gut, aber Berlin hat überragend verteidigt und die Punkte über lange Ballwechsel gewonnen“, beschreibt Thiel die ersten vergebenen Chancen. Damit ging es in die Satzverlängerung, in der die Spielerinnen vom Sund mit zwei schnellen Punkten den Sieg einfuhren.

„Wir haben davon profitiert, dass wir mit dem breiten Kader gleichmäßig wechseln konnten und so jede kleine Schwächephase einer Spielerin ausgleichen konnten. Berlin hatte eigentlich nur eine wirkliche Wechselspielerin“, analysiert der Übungsleiter einen Vorteil in seiner Mannschaft.

Die Entwicklung sieht er aber noch in der Anfangsphase, mit mehr Erfahrung hätte es aus Sicht des Trainers deutlicher enden können: „Wir haben zwar schon viele Spiele gemacht, aber wir sind noch ganz am Anfang der Saison. Die vielen Partien schlauchen inzwischen aber ganz schön.“

Vorfreude statt spezieller Vorbereitung

In der Vorbereitung auf das Spiel des Jahres plant er keine außergewöhnliche Maßnahmen im Hinblick auf den scheinbar übermächtigen Gegner. Erstmal will er mit seinen Spielerinnen die erneute Qualifikation genießen, dann wird der Blick auf das Achtelfinale im DVV-Pokal gelegt: „Wir haben eine lange Trainingswoche vor uns, in der wir uns auf das Spiel freuen. Wir wissen ja, wie es in der ersten Liga zugeht: Das ist höher, schneller, härter.“

Das Spiel David gegen Goliath will er emotional für Spielerinnen und Fans gestalten und hofft dafür auf eine lautstarke Unterstützung von den Rängen.

Von Niklas Kunkel

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