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Fussball regional TSV 1860 Stralsund empfängt die SG Empor Richtenberg zum Landesligaderby
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18:22 29.08.2019
Vor vier Jahren standen sich die Fußballer aus Stralsund und Richtenberg das letzte Mal in einem Pflichtspiel gegenüber. Damals konnte der FC Pommern nach großem Kampf mit 4:2 gewinnen. Quelle: foto: Wenke Büssow-Krämer
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Stralsund

Beinahe auf den Tag genau vor vier Jahren standen sich die Fußballer aus Richtenberg und Stralsund letztmals in einem Pflichtspiel gegenüber. Damals durfte die SG Empor lange Zeit auf die Überraschung in der zweiten Runde des Landespokals hoffen. Lange führte die SGE gegen den FC Pommern, dann kam Daniel Hartz in die Partie, traf zum 2:2-Ausgleich, ehe Teamkollege Michael Lindberg die Stralsunder auf die Siegerstraße brachte. Der Verbandsligist bezwang den Landesligisten am Ende mit 4:2.

Morgen kommt es um 14 Uhr erneut zum Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen – diesmal in der Landesliga. „Sie kamen viel über den Kampf, haben hinten dicht gemacht und nach vorn Nadelstiche gesetzt“, erinnert sich Hartz und orakelt: „So werden sie am Wochenende sicher auch wieder spielen.“

Das auf den ersten Blick ungleiche Duell zwischen Absteiger TSV 1860 und Aufsteiger Empor dürfte wieder hart umkämpft werden. Zwar steht die SGE von Trainer Ingo Plewka nur auf dem neunten Rang, hat in dieser Spielzeit aber noch keine Begegnung verloren. „Wenn man sich die Zahlen anguckt, sind wir in der Außenseiterrolle. Wir wollen aber versuchen, unsere Stärken uns Spiel einzubringen. Nach unserem guten Start und mit dem gesammelten Selbstvertrauen sind wir optimistisch, dass wir das Spiel eng machen können“, gibt der Übungsleiter vor.

Neben Plewka, der in der Vorsaison noch die zweite Mannschaft des TSV 1860 trainierte, kehren drei Spieler der SGE an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Christoph Knapp, Fabian Eichstädt und Jan Töpfer trugen in der Jugend das Trikot der Stralsunder und sind heiß auf ein Wiedersehen mit dem alten Verein. „Ich will Simon Gurlt unbedingt tunneln“, nimmt sich Eichstätt als uncharmante Rückkehrgeste mit einem Augenzwinkern vor. Töpfer hat sich ein eher ergebnisorientiertes Ziel gesetzt: „Ich will Alex Gernetzki einen reinschießen.“ Der Torhüter von 1860 entgegnet auf diese Ansage nur: „Die Null steht bei mir.“

Die Rivalität stimmt vor der Partie also schon einmal. Ein kampf- und körperbetontes Spiel kommt dabei sicher eher den Richtenbergern entgegen. „Der TSV ist spielerisch sicherlich die stärkere Mannschaft. Uns zeichnen dafür Teamgeist und Zusammenhalt aus. Jeder gibt alles für den anderen und die erfahrenen Spieler führen die jungen“, erklärt Plewka. Dass es nicht einfach für Spitzenreiter TSV 1860 wird, weiß auch Torhüter Gernetzki: „Wenn wir den Kampf nicht annehmen wird es schwer.“

Zusätzliche Stimmung wird dabei von den Rängen kommen. Vor vier Jahren kamen etwa 400 Zuschauer zum Pokalkracher. Wenn es nach den Spielern geht, kann das Stadion der Freundschaft morgen ebenso voll werden. „Die Fans, die hoffentlich sehr zahlreich kommen werden, geben den Spielern noch einmal mehr Motivation. Die Jungs kämpfen bis zum Schluss – man darf uns nie abschreiben, dass hat man schon beim 2:2 gegen Karlsburg/Züssow gesehen“, lobt Plewka den Kampfgeist seiner Mannschaft.

Inselteams auf Punktejagd

Ein weiteres Topspiel in der Landesliga findet am Sonntag (14 Uhr) im Ernst-Moritz-Arndt Stadion in Bergen auf Rügen statt. Dann empfängt der VfL Bergen die zweite Mannschaft des Greifswalder FC. Beide Teams konnten zwei ihrer bislang drei Spiele gewinnen und stehen punktgleich auf dem vierten (GFC II) und fünften (VfL) Platz in der Tabelle.

Um wichtige Punkte für das ausgegebene Ziel Klassenverbleib geht es zwischen Aufsteiger SV Waren und dem SV Blau-Weiß Baabe. Während Waren in der vergangenen Woche mit einem 4:1-Auswärtssieg bei Hanse Neubrandenburg überraschen konnte, kamen die Baaber nicht über ein erkämpftes 0:0 gegen den FC Einheit Strasburg hinaus. Anpfiff in Waren ist am Sonnabend um 15 Uhr.

Von Niklas Kunkel

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