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Titelverteidiger Hübner: Das Dartsturnier ist ein Mega-Ding für die Region

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15:36 30.01.2020
Vorjahressieger Henrik Hübner aus Stralsund ist bereit für die zweite Auflage des northerndarts.de-Turniers.
Vorjahressieger Henrik Hübner aus Stralsund ist bereit für die zweite Auflage des northerndarts.de-Turniers. Quelle: Foto: Horst Schreiber
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Stralsund

Seit seinem Sieg vor einem Jahr hat Henrik Hübner keinen einzigen Turnierpfeil mehr geworfen. Ein bisschen Aberglaube stecke dahinter, meint der Gewinner des 1. northerndarts.de-Turniers. Auch die Siegerkluft liegt schon bereit. Selbes Shirt, selbe Schuhe, selbe Pfeile. Nur die Shafts (Begriffe siehe Infokasten) gab’s nicht mehr in Hübners Wahlfarbe türkis. So geht der Stralsunder mit Erfolgsoutfit und ungeschlagen in die zweite Auflage des größten Steeldarts-Events von MV. „Ich habe mir viele Turniere angeschaut aber keins gespielt, nur im Freundeskreis. So ist aus dem northerndarts.de-Pokal mittlerweile eine Wandertrophäe geworden. Wer mich schlägt, bekommt ihn“, grinst Hübner.

Der Titelverteidiger hat sich dennoch gewissenhaft auf das Turnier am Sonnabend im Audimax der Stralsunder Hochschule vorbereitet. Jeden Tag spielt er gegen sich selbst, einmal pro Woche mit einer Trainingsgruppe, einem „coolen Haufen“, um Martin Schmidt, Pierre-Michel Spreda, Robert Granzin und Lars Wunderlich, die ebenfalls beim northerndarts.de-Turnier dabei sind.

Hübners Favoriten kommen nicht aus Vorpommern-Rügen

Laut Hübner kommen die Favoriten aber nicht aus Stralsund sondern eher aus Greifswald, Rostock, Hamburg oder Berlin. „Es gibt viele auf meinem Niveau, spontan fallen mir fünf, sechs Leute ein, die besser sind“, sagt Hübner und orakelt: „Die Greifswalder spielen auf sehr gutem Niveau und die, die extra aus Berlin, Hamburg oder Rostock anreisen, werden die lange Fahrt sicher nicht nur aus Jux und Tollerei machen.“

Viele Spieler, die sich in Stralsund angekündigt haben, kennt Hübner nur auf dem Papier. Die gelesenen Erfolge haben Eindruck hinterlassen. „Dieses Jahr wird eine ganz andere Qualität auflaufen. Wir werden 180er-Aufnahmen und High-Finishes sehen“, ist sich der Champion von 2019 sicher. Vor einem Jahr lag die Höchstpunktzahl bei 168 und die Legs wurden nur in Ausnahmefällen von einer hohen Punktzahl aus beendet.

70+ wäre ein guter Schnitt

Darauf ist Hübner nicht aus. Er hat an seiner ruhigen Hand trainiert. Mittlerweile schafft er es regelmäßig von 501 auf 0 Punkte mit weniger als 20 Darts. Minimum sind neun Pfeile. „Wenn ich beim Turnier im Schnitt 70+ pro Aufnahme werfe, mache ich drei Kreuze“, erhofft sich Hübner. „Entscheidend wird sein: Wer trifft das Doppelfeld?“

Behält Hübner, der von 20 Fans unterstützt wird, eine ruhige Hand und erreicht seinen Schnitt, dürfte es mit der Zielstellung Viertelfinale klappen. „Vor den Fans Einlaufen wäre schön.“

Turnier überzeugt auf Anhieb

Die Organisatoren des northerndarts-Vereins um Andreas Puschner, Roland und Alexander Arnold, der in diesem Jahr nicht mehr Ansager sonder Spieler ist, haben sich für die zweite Auflage wieder ein ordentliches Eventprogramm ausgedacht. Die besten Acht werden mit Einlaufshow auf dem Podium des Audimax vorgestellt. Zuvor duellieren sich 64 Spieler in 16 Vorrundengruppen (Best of 3) und die Plätze im K.o.-System. Nach 127 Partien steht der Sieger fest. Ein Mammutaufwand. 2019 war das Turnier nur halb so groß. Doch die Premiere schlug prompt riesige Wellen. „Ich glaube, sie wissen gar nicht, was sie damit ausgelöst haben. Die Größe, die Show, das hat sich herumgesprochen. Für die Region ist das ein Mega-Ding“, staunt Hübner.

Der Andrang ist groß. Die Startplätze waren sechs Minuten nach Meldestart ausgebucht, die Warteliste voll. „Alle sind mega heiß. Ich bin auch schon nervös“, gibt Hübner zu und erzählt von Kontakt vor dem Turnier: „Viele haben gesagt, dass sie unbedingt gegen mich gewinnen wollen.“

Nicht nur die Aktiven können den Start kaum erwarten, auch die Fans sind euphorisiert. Mehr als 240 Karten hat der Verein im Vorfeld verkauft.

Restkarten können noch ab 9.30 Uhr für 6 Euro gekauft werden. Letzter Einlass ist um 20 Uhr. Die Finalsession (ab Viertelfinale) beginnt um 18 Uhr. Angemeldete Spieler, die sich nicht bis 9 Uhr am Sonnabend vor Ort registriert haben, verlieren ihren Startplatz an einen Nachrücker in der Warteliste.

Von Horst Schreiber