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Fussball regional Traum-Debüt: Rostocker Talente überraschen mit Bronze
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10:02 19.02.2019
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Rostock

Als seine Schützlinge den letzten Sprung sauber ins Wasser brachten, ließ Michail Sachiasvili seinen Emotionen freien Lauf. Der Trainer des WSC Rostock pfiff laut­stark, applaudierte und strahlte übers ganze Gesicht. Dann eilte er zu Thalea Paschel und Jette Müller, um ihnen zu gratulieren. Die beiden Debütantinnen haben am Sonntag beim 64. Internationalen Springertag sensationell Bronze im Synchronspringen vom Dreimeterbrett geholt. „Hammer!“, meinte die scheidende Trainerin Monika Dietrich. „Die beiden sind super gesprungen“, schwärmte Cheforganisator Andreas Kriehn.

Happy waren auch die Sportlerinnen. „Das ist ein wunderschönes Gefühl. Ich kann das gar nicht richtig glauben“, meinte die erst ­14-Jährige Thalea. Ihre ein Jahr ältere Synchronpartnerin fand es „einfach cool“.

Paschel und Müller lagen nach der Pflicht auf Rang fünf. Doch mit tollen Kürsprüngen, die von den Punktrichtern mit Noten bis zu 8,5 und vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt wurden, sicherten sich die Schülerinnen des Christophorus-Gymnasiums den dritten Platz und damit je 125 Euro Prämie.

„Das sind talentierte Sportlerinnen. Die haben die Zukunft vor sich“, meinte Bundestrainer Lutz Buschkow, der sich über drei Siege des schwarz-rot-goldenen Teams freuen konnte.

Am Sonnabend hatten Christina Wassen (Berlin) und Florian Fandler aus Halle an der Saale Grund zum Jubeln. Die beiden sicherten sich Gold im Mixed-Wettbewerb.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr gehörten die Mixed-Wettbewerbe erneut zum Programm der erstmals auf vier Tage erweiterten Traditionsveranstaltung. „Für mich ist es der Wettbewerb, der am meisten Spaß macht. Es ist schön, mit einem Partner zu springen“, sagte Christina Wassen, die mit 1,80 m die Längste der Konkurrenz war. Florian Fandler misst nur vier Zentimeter weniger. Die nahezu gleiche Körpergröße erwies sich als Vorteil für das deutsche Duo. „Natürlich muss man sich als Mann etwas zurücknehmen, aber bei mir ist das nicht so doll der Fall als wenn es ein kleineres Mädchen wäre“, meinte 31-Jährige, der mit seiner elf Jahre jüngeren Partnerin mit Medaillen bei den Europa- und Weltmeisterschaften liebäugelt. „Bei der WM muss alles passen“, meinte Fandler.

Emotional ging es auch abseits des Sprungturmes zu. Als Bundestrainer Lutz Buschkow Rostocks langjährige Erfolgstrainerin Monika Dietrich mit warmen Worten und einem großen Präsent in den Ruhestand verabschiedete, ließ die ­65-Jährige noch einmal Stationen ihrer mehr als vier Jahrzehnte ­dauernden Karriere Revue passieren. Atlanta 1996 zum Beispiel, als Dietrich den olympischen Silber-Coup ihres Schützlings Annika Walter als Zuschauerin verfolgte. Oder Sydney, als Dörte Lindner Bronze gewann. Aber auch London 2012, wo die Rostockerin als Kampfrichterin im Einsatz war. „Ich bin mit mir im Reinen. Ich hatte hier eine schöne Zeit. Jetzt möchte ich mehr für meine Familie dasein“, meinte Monika Dietrich.

Im kommenden Jahr feiert der Springertag 65. Jubiläum. „Wir wollen aber noch nicht in Rente gehen“, meinte Rainer Milles, Präsident des gleichnamigen Vereins.

Monika Dietrich ist um die Zukunft des WSC Rostock nicht bange. Der Verein hat neun Bundeskader in seinen Reihen, darunter Thalea ­Paschel und Jette Müller.

Stefan Ehlers

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