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Fussball regional Trotz sieben Monate lang Auswärtsspiele: SV Niepars ist obenauf
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Trotz sieben Monate lang Auswärtsspiele: SV Niepars ist obenauf
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13:54 10.10.2019
Akutell grünt es nur am Rande des Nieparser Fußballplatzes. Ausgesäte Rasensamen keimen im Moment zögerlich. Quelle: fotos (2): Horst Schreiber
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Niepars

Der Straßenname deutet den Zustand des Nieparser Fußballplatzes an: Am Schwarzen Weg grünt derzeit nur der Seitenstreifen entlang des Geländers, nicht aber die Rasenfläche zwischen Tribüne und Wechselbänken. Die ist durch eine Erdschicht braun-schwarz gefärbt. Und das schon seit Monaten. Der SV Niepars hatte im Dialog mit dem Kreisfußballverband den eigenen Fußballrasen im März gesperrt. Zu löchrig war das „Grün“. „Das wollten wir uns und unseren Gegner nicht mehr antun. Es war kein Spiel mehr drauf möglich“, meint Trainer Lars Clauer. Seitdem muss der SV93 jedes Wochenende reisen, Heimspiele sind Auswärtsspiele.

Während die Kreisoberliga-Truppe seit Monaten für Punkt- und Pokalspiele zum Gegner fährt, erholt sich der heimische Platz vom jahrelangen Gekicke. Das Ergebnis ist aber noch nicht sichtbar. Die ausgesäten Grassamen sprießen nur zögerlich. Einen grünen Teppich erwartet niemand mehr in diesem Jahr. „Wir werden definitiv auch in der Rückrunde auswärts antreten müssen“, stellt Vorstandsmitglied Lennart Goldbecher klar.

Grund dafür ist, dass die mühsamen Arbeiten von Vereinsmitgliedern und anderen freiwilligen Helfer zunächst nicht gefruchtet hatten. So starteten die Nieparser im Sommer neu. „Wir haben den Platz unter toller Mithilfe von Rolf Mathiszik und Axel Dittrich im Sommer noch einmal komplett umgefräst, eingedrillt und gewalzt“, berichtet Goldbecher.

Damit der Rasen nun endgültig gedeiht und künftig mehr grün als braun schimmert, kümmert sich mittlerweile Bernd Schumacher um den Platz. Die Stelle ist in Kooperation mit der Organisation „Demokratie leben!“ entstanden. „Auch die Gemeinde versucht uns zu unterstützen“, zeigt sich Goldbecher angesichts der vielfältigen Hilfe dankbar.

Die anhaltende Platzsperrung hat nicht nur Auswirkung auf den Spielbetrieb, auch das Training muss weiterhin in die Fremde verlegt werden. Mathiszik hatte kurzerhand einen kleinen Platz außerhalb von Niepars hergerichtet. Zudem nutzt der SVN die Möglichkeiten des FV Groß Kordshagen. Im Gegenzug teilen sich die Teams im Winter die Hallenzeiten in Niepars. „Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit“, betont Clauer.

So ärgerlich die Fahrerei für das Kreisoberliga-Team ist, dem sportlichen Erfolg tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Seit der Sperrung der Heimspielstätte haben die Nieparser nur drei von 20 Spielen verloren. „Den sogenannten Heimvorteil hatten wir eh nie. Die Statistiken der letzten Jahre zeigen, dass wir auswärts immer besser waren als zuhause“, weiß Clauer. Das holprige Geläuf am Schwarzen Weg trug sicher dazu bei.

So belegte der SVN in der Rückrunde der vergangenen Saison, die der Club nicht mehr zuhause spiele durfte, Tabellenplatz fünf. Und in dieser Spielzeit stehen die 93er nach sieben Duellen sogar auf Rang drei – punktgleich mit Tabellenführer TSV 1860 Stralsund II. Am Sonnabend kommt es zum Spitzenspiel in der Hansestadt.

„1860 habe ich definitiv da oben erwartet. Mit uns habe ich so nicht gerechnet“, gesteht Trainer Clauer. Die Begründung zum unerwarteten Erfolg scheint einfach: „Das Team hat sich endlich am Riemen gerissen. Wir haben nicht immer gut gespielt, aber irgendwie die drei Punkte eingesackt.“ Ein weiterer Grund sind eben diese Auswärtsfahrten. „Die sind grundsätzlich lustig. Das Team macht das wohlwollend mit. Die Stimmung war noch nie besser“, behauptet der Trainer.

Die Fahrt zum Spitzenspiel nach Stralsund ist am Sonnabend kurz, die Vorfreude groß. „Das ist ein besonderes Spiel für uns! Wir werden denen einen ordentlichen Fight bieten“, gibt sich Clauer gegen den Topsturm der Liga (40 Tore) angriffslustig. Die TSV-Reserve sollte gewarnt sein – die Auswärtsstatistik spricht für den SV Niepars.

Von Horst Schreiber

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