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Fussball regional Ü-35-Meisterschaftsfinale: SV Prohn heiß, FC Pommern gewarnt
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18:14 13.06.2019
Sebastian Petzold und Karsten Voß wollen im Liga-Endspiel gegen SV Prohner Wiek so wir hier im Kreispokalfinale feiern. Es geht um den Einzug zur Landesmeisterschaft. Quelle: foto: Niklas Kunkel
Stralsund

Dass die Ü-35-Kicker des SV Prohner Wiek so souverän durch ihre Kreisoberligastaffel marschierten, hat alle verblüfft. Die Sundfußballer hatten bereits zwei Spieltage vor Schluss den Titel in der Süd-Liga klargemacht, waren bis dahin ungeschlagen. Nun folgt das Endspiel um die Meisterschaft von Vorpommern-Rügen gegen den FC Pommern Tradition, Sieger der Nord-Staffel. „Wir rechnen immer mit Platz drei oder vier in der Staffel“, gesteht Prohns Trainer Heiko Pawlowski. Auch der gegnerische Übungsleiter, Norbert Peters, ist beeindruckt von der Saison des Lokarivalen: „Wir hatten Prohn nicht auf dem Zettel!“

Nun trifft also der Überraschungssieger auf den Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft. Peters erwartet heute Abend in Groß Kordshagen (Anpfiff 18.30 Uhr) dennoch ein „Duell auf Augenhöhe.“ Pawlowski wiegelt ab: „Pommern untertreibt. Man sollte die Kirche im Dorf lassen, Pommern ist der große Favorit.“ Peters argumentiert, dass sich Prohn in einer Liga durchgesetzt hat, die der Pommern-Trainer stärker als die eigene Staffel einschätzt.

Der SVP mussten nur in den letzten beiden Ligaspielen Pleiten einstecken. Da war die Meisterschaft aber schon klar, der Fokus auf das Finale gerichtet. Der Übungsleiter nennt die starken Neuzugänge René Marmulla und Mirko Sadewasser, der vor seiner Verletzung drauf und dran war, Torschützenkönig zu werden, als entscheidende Faktoren für den Staffelerfolg. Zudem blieb der SVP weitestgehend von Verletzungen verschont. Nur Sadewasser steht heute Abend immer noch nicht zur Verfügung.

Drei Kreisoberligaspiele waren laut Trainer Pawlowski saisonentscheidend. „Nach dem Heimsieg gegen Trinwillershagen (Zweiter/d. Red.) in der Rückrunde konnten wir uns etwas ausrechnen. Auch der 5:2-Erfolg in Grimmen (Dritter/d. Red.) war sehr wichtig. Nicht zu vergessen der 2:1-Sieg gegen Tribsees am drittletzten Spieltag!“, erinnert sich Pawlowski. Gegen Tribsees hatten die Prohner mit einem Tor in der Nachspielzeit den Staffelsieg perfektgemacht. „Das war emotional eine geile Sache – wie in der Bundesliga“, schwärmt Pawlowski.

Diese Emotionalität soll die Prohner nun auch gegen den FC Pommern zur Überraschung tragen. Der Underdog wähnt sich zudem im Heimvorteil. „Ich denke, es werden viele Fans aus dem ganzen Gebiet Altenpleen da sein und für uns fiebern“, glaubt Pawlowski.

Die Stralsunder sind also gewarnt. „Das ist ein reizvoller Gegner. Ich will nicht sagen, dass die Hütte brennt, aber gegen uns wollen sie immer gewinnen“, ist sich Peters angesichts der Nähe der Clubs und Verbundenheit der Spieler untereinander sicher.

Kurz vor dem Finale gegen den Lokalrivalen knistert es auch bei Pawlowski: „Alle sind heiß auf diese Partie, die Aufregung ist spürbar.“ Peters hält dagegen: „Wir sind bereit! Es geht schließlich um die Qualifikation zur Landes- und dann vielleicht auch zur Deutschen Meisterschaft.“

Daher hält Peters das Duell gegen Prohn sogar für wichtiger als das Pokalfinale, dass der FCP am vergangenen Sonnabend gegen den Grimmener SV gewann (3:1). Allerdings war der Trainer mit dem Auftritt seiner Elf trotz Pokalsieg nicht ganz zufrieden. „Wir müssen uns gegen Prohn spielerisch steigern“, fordert Peters.

Dabei muss er auf seine „jüngsten“ verzichten. Neben Gunnar Alfuth und Mathias Schulz steht auch Denny Duggert definitiv nicht zur Verfügung. Sie schonen sich für die anstehende nationale Meisterschaft in einer Woche.

Schon im letzten Ligaspiel gegen den VfL Bergen, bei dem die Traditionsmannschaft ihren einzigen Punktverlust hinnehmen musste (1:1), konnte Peters nur auf die Hälfte seines Kaders zurückgreifen. „Da haben wir wirklich mit der letzten Klinge gespielt.“ Für das Ligafinale macht er sich trotz Ausfällen keine Sorgen: „Ich will nicht jammern, gehe sehr optimistisch in das Spiel.“

Verlassen kann sich Peters auf seine Offensive. 102 Tore in 17 Duellen ist unangefochtener Rekord. Prohn kommt auf 56 in 20 Spielen. Die Defensiven sind ähnlich stabil (Pommern 9, Prohn 12 Gegentore). Die Prohner Verteidigung ist also in Alarmbereitschaft. „Es gibt viele, auf die wir achten müssen, zum Beispiel Christian Sauck oder Volker Bernstein“, weiß Pawlowski.

Auch, wenn seine Elf die Stralsunder nicht in Griff kriegen sollte, die Feierlaune des SVP würde wohl kaum getrübt. „Die Vize-Meisterschaft ist schon ein großer Erfolg, der Titel wäre natürlich die Krönung“, sagt Pawlowski.

Horst Schreiber

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