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Fussball regional VfL Bergen bezwingt Topteam spät
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19:26 18.08.2019
Bergens Kapitän Felix Essner (l.) fällt den Torschützen zum 1:0, Philipp Pahl, und zum  2:2, Hannes Bruch (r.), um den Hals. Quelle: Foto: Fiete Ehrhardt
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Bergen

Bei den Inselkicker der Landesliga lagen die Gefühlswelten am 2. Spieltag weit auseinander. Blau-Weiß Baabe verlor unter teils kuriosen Umständen krachend gegen den Laager SV mit 1:7 (0:5). Der VfL Bergen entschied das Duell gegen Verbandsliga-Absteiger FSV Malchin in der 86. Minute durch einen Treffer von Tim Vergils zum 3:2 (1:2).

Topspiel zweimal gedreht

Vom Duell des VfL Bergen gegen den FSV Malchin erhofften sich die Zuschauer ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, und das bekamen sie auch zu sehen. Bereits in der 19. Minute konnte Philip Pahl den VfL in Führung bringen, nachdem er eine Flanke direkt nahm und dem Keeper so keine Chance ließ. Daraufhin machte der FSV aber deutlich Druck nach vorne und drehte in Person von Hannes Jähnke die Partie. In der 34. Minute bekam der Stürmer noch vor einem Bergener im Strafraum den Ball und stand allein vor dem Felix Knappe, der bei dem flachen Schuss in die Ecke machtlos war. Acht Minuten versenkte der Hüne einen flach getretenen Ball zum 1:2 aus Rüganer Sicht.

„Ich habe mich so gefreut, dass wir so schnell mit einem schönen Tor vorgelegt haben. Malchin hat dann aber ordentlich losgelegt und wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Dazu sind dann noch kleine Fehler gekommen, wodurch wir uns das zwischenzeitliche Unentschieden eingebrockt haben“, erklärte Bergens Trainer Martin Handschug und merkte an: „Wir haben schnell gemerkt, dass Malchin besonders bei Standards sehr stark ist und hatten auch ein wenig Glück, dass sie neben dem Freistoßtor nicht durch Eckbälle die Führung noch ausgebaut haben.“

Nach der Pause erwischte der VfL wieder den besseren Start. Hannes Bruch nutzte eine Vorlage, nachdem Malchin den Ball nicht aus ihrer Hälfte herausbekommen hatte. „Ich denke, das war eine sehr entscheidende Situation für uns. Wir haben gemerkt, dass wir noch gute Chancen haben und haben dann ein klasse Spiel gezeigt“, sagte Handschug.

Zum entscheidenden Spieler avancierte der Bergender Tim Vergils kurz vor Spielende. Vergils bekam vor dem gegnerischen Kasten einen Querpass und schob zum Endstand ein (86.). Die Bergener feierten den Siegtreffer, gleichbedeutend mit dem ersten Punktgewinn der neuen Saison, ausgelassen.

„Das war ein tolles und spannendes Spiel. Ich muss meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen, die auch nach dem Rückstand nicht die Hoffnung verloren hat und stark kämpfte“, sagte Martin Handschug überschwänglich.

Blau-Weiß Baabe startet dezimiert

Die weite Auswärtsfahrt nach Mecklenburg hatte seine Tücken für den SV Blau-Weiß Baabe. Die Rüganer mussten dezimiert ins Spiel beim Laager SV starten, da einige Spieler im Stau standen und Schiedsrichter Christoph Frank nach einiger Wartezeit dann doch loslegen wollte. Die Verkehrslage rächte sich sofort: Christian Klein brachte den Gastgeber bereits nach einer Minute in Front.

Doch auch in voller Mannstärke nach rund zehn Minuten konnten die Baaber den Torlauf des LSV nicht stoppen. Die Gäste wurden in der ersten Hälfte überfahren. In der 16., 19., 33., und 40. Minuten klingelte es im Kasten von Nico Offermann – 0:5 zur Pause.

Die Halbzeit wirkte beruhigend, Baabe spielte im zweiten Abschnitt besser und kam durch Bryan Wolski zum Ehrentreffer (77.) und hätten direkt nachlegen können. Doch die Latte verhinderte weitere Ergebniskosmetik. Danach schraubten die Laager am Endstand (81., 86.).

1860 Stralsund siegt „dreckig“

Als Niklas Reimelt in der 90. Minute mit einer sehenswerten Bogenlampe aus rund 20 Metern über Torwart Karl-Eric Bernhardt zum 3:1-Endstand traf, war die Erleichterung groß bei den Landesliga-Kickern des TSV 1860 Stralsund. „Man muss auch dreckig gewinnen“, hakte Trainer Robin Baarhs den geglückten Sieg gegen die Reserve des Greifswalder FC ab.

Lange Zeit tat sich seine Elf schwer im zweiten Ligaspiel. Wenig Tempo im Spielaufbau, dazu einige leichte Abspielfehler. Das Spiel war in Halbzeit eins unansehnlich. Dazu passt der Führungstreffer für die Hausherren: Einen Freistoß bekam Kristaps Freimanis, der noch auf seine Abwehrposition trottete, an den Hinterkopf, von wo aus der Ball ins Tor fiel (15.).

In der 1860-Kabine wurde es dann energisch. Baarhs gefiel das Auftreten seiner Mannschaft überhaupt nicht. „Das war nichts!“, polterte der Übungsleiter. Die Ansprache wirkte mit Verzögerung. Nach 66 Minuten wechselte Baarhs den Sieggaranten ein. Marten Bergmann ersetzte Paul Scholz, Niklas Reimelt Steffen Pompe. In ihrer ersten Aktion steckte Bergmann auf Reimelt, der Michael Lindberg in Szene setze – 2:0 (67.).

Zehn Minuten vor Schluss wurde das Spiel spannender und intensiver, denn Clemens Galonski verwandelte einen Elfmeter (79.) zum Anschluss. Nach einer GFC-Ecke landet der Ball bei Reimelt. Der Joker fackelte nicht lange und setzte den Schlusspunkt (90.). „Glücklicherweise treffe ich Ball so“, sagte der Joker und lobte das Team: „Jeder hat gebissen, jeder hat gekämpft. So muss das weitergehen!“

Richtenberger zeigen Comeback-Qualitäten

Bei der SG Empor Richtenberg schwang sich am Sonnabend der Jüngste im Kader zum Spieltagshelden auf. Ebenfalls nach Einwechslung läutete der 17-jährige Thorben Köhler die Aufholjagd seiner SGE bei der SG Karlsburg/Züssow ein. Am Ende stand das zweite Remis im zweiten Spiel für den Aufsteiger – 2:2 (0:1).

0:2 lagen die Richtenberg zurück, ehe Köhler eine Hereingabe von links zum Anschlusstreffer verwertete (73.). „Der Treffer war schon was Besonderes. Ich schieße ja sonst nie Tore“, sagte Köhler.

Der Youngster, eigentlich Innenverteidiger, wurde zwölf Minuten vor seinem Treffer von Trainer Ingo Plewka in ungewohnter Rechtsaußen-Position auf das Feld beordert. „Ich war etwas überrascht von der Einwechslung“, gestand der Teenager und spielte seinen ersten Männer-Auftritt cool runter: „Aufgeregt war ich nicht – alles easy.“

Easy war dann auch der Elfmeter für Torjäger Thomas Boljahn, den er nach Foul an Sebastian Sauer zum Endstand versenkte (87.). „Dafür, dass wir 0:2 zurücklagen, sind wir mit dem Punkt zufrieden. Gut, dass wir als Aufsteiger zweimal nicht verloren haben“, meint Köhler.

Von Fiete Ehrhardt, Niklas Kunkel und Horst Schreiber

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