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Vor Oberliga-Spitzenspiel: Ersatzgeschwächter Greifswalder FC kassiert zweite Niederlage

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11:19 01.11.2020
Tom Selchow (l.) rückte am Sonnabend für Kamil Pozniak in die Startelf von Roland Kroos. Quelle: Philipp Weickert
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Greifswald

„Ich kann der Mannschaft diesmal keinen Vorwurf machen“, lautete das Fazit von GFC-Chefcoach Roland Kroos zur Auswärts-Partie gegen den FC Strausberg am Sonnabend. In Brandenburg hatte der Greifswalder Oberligist kurz zuvor die zweite Niederlage (1:0) in Folge kassiert.

GFC von Verletzungspech geplagt

Dass das Match mindestens eng werden würde, war bereits eine Woche zuvor, nach der ersten Saisonpleite beim Rostocker FC (2:1) abzusehen. Mit Mike Bütterich, Nick Lösel und Jannis Farr fehlten dem 60-Jährigen schon zu diesem Zeitpunkt drei Stammkräfte. Inzwischen hatte sich die Lage noch verschärft: Zwar stieß Lösel in Strausberg wieder zur GFC-Defensive hinzu, doch Flügelflitzer Farr und Abwehr-Routinier Bütterich blieben verhindert. Zudem verletzte sich Kamil Pozniak noch während der Partie in Rostock an der Schulter, seinen Mittelfeld-Kollegen Sascha Schünemann und Mittelstürmer Velimir Jovanovic traf das Verletzungspech kurz vor dem Spiel in Strausberg während des Trainings. Die Konsequenz: Das druckvolle Pressing ab dem Anpfiff, mit dem der GFC seine Gegner häufig überrumpelt und früh im Spiel wichtige Tore erzielt, war am Wochenende keine Option.

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Kroos-Elf agierte defensiver als sonst

„Ich glaube wir haben in dieser Zusammensetzung noch nie in einem Punktspiel gespielt. Daher wollten wir uns mit Absicht erst einmal finden und haben in der ersten Hälfte defensiver agiert“, erklärte Kroos den Matchplan. In den entscheidenden Situationen sei jedoch ausreichend Tempo vorhanden gewesen, bekräftigte der Coach.

Spätestens nachdem der Strausberger Florian Schulte kurz nach der Pause den Führungstreffer erzielte, kam nämlich mehr Leben in das Spiel der Boddenstädter. So zum Beispiel bei den Aktionen von Peterson Appiah und Fatlind Memaj, die die beiden besten Chancen für den GFC auf das Gehäuse der Gastgeber brachten. Allerdings wurde Memajs Torschuss (54.) von der Abwehr der Märker von der Linie gekratzt und Appiahs Kopfball (76.) landete in den Händen von FCS-Keeper Philipp Hartmann.

Spitzenreiter Tasmania weiter in Schlagweite

„Vorne sollte es halt einfach nicht klappen. Trotzdem waren wir sehr gut drin und hätten uns mehr verdient gehabt“, wird Führungsspieler Lösel hierzu durch den Verein zitiert. „Wir haken die Saison jetzt auf gar keinen Fall ab. Wir nehmen trotz der Niederlage viele positive Dinge mit.“ Positives Denken ist in jedem Fall angebracht, denn nach vier Wochen ohne Heimspiel steht dem GFC als nächstes ein Spitzenspiel im Greifswalder Volksstadion ins Haus. Angekündigt hat sich der Tabellenprimus Tasmania Berlin. Wie es am Sonntag um die Personaldecke der Greifswalder bestellt sein wird, ist schwer zu sagen. Laut einem Sprecher des Vereins werde Büterrich aller Wahrscheinlichkeit nach wieder zur Verfügung stehen. Farr werde mit seiner gebrochenen Hand – eine Folge des letzten Pokalspiels beim SV Pastow – weiterhin ausfallen. Jovanovic, Pozniak und Schünemann seien noch mit Fragezeichen versehen. Einziger Lichtblick: Auch Tasmania scheint derzeit nicht auf der Höhe zu sein, denn am Wochenende patzten die Hauptstädter ebenfalls zum zweiten Mal in Folge. Gegen den Rostocker FC setzte es am Sonntag eine 1:3-Heimpleite für das Team von Trainer Abu Njie, das nichtsdestotrotz mit 21 Punkten weiterhin die Tabelle anführt. Damit bleibt Tasmania für die zweitplatzierten Greifswalder (17 Punkte), die nach wie vor den Aufstieg anstreben, zumindest in Schlagweite.

GFC: Leu – Kröger (80.Otto), Berger, Rüh, Klatt – Miyazaki, Lösel, Selchow, Krolikowski – Memaj, Appiah- Trainer: Roland KroosTor: 1:0 Schulte (50.)Zuschauer: 111Schiedsrichter: Marek Nixdorf (Dresden) – Philipp Jacob, Julian Schiebe

Von Alexander Kruggel